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Dienstag, 14. Juni 2022

Kleiner Gartenrundgang

So langsam wird es sommerlich im Garten. Das "Begleitgrün" hat nun immer weniger Platz zum wuchern, die Gärtnerin dafür mehr Zeit. Es duftet nach Rosen, Liguster und Jasmin. Und endlich sind auch mal warme Abende zum draußen sitzen angekündigt.





Der Weg am Bach entlang ist schon fast zugewachsen.



Die Zipfelmützen-Gang ist auch wieder da. Dieses Jahr sind es sechs Allium Summer Drummer, deren Mützchen hoch über den anderen Pflanzen tanzen.




Im letzten Herbst hatte ich 5 Zwiebeln Allium Schubertii gepflanzt. Nur eine ist tatsächlich das, was sie sein soll. Vier sind es nicht, sind aber auch sehr schön. Es könnten Allium atropurpureum sein. 



Die einzige "Schubertii" ist ziemlich kurz und steht etwas ungünstig. Aber hübsch ist sie schon. 



Hier und da habe ich noch ein paar Federgräser (Stipa), obwohl sie mich nicht überzeugt haben. Je älter sie werden, desto unansehnlicher werden sie. Aber Frieda liebt sie sehr.





Meine gewonnene Zeit (siehe oben) habe ich gleich mal genutzt und einen Kranz gebunden aus Blüten der Schnee-Marbel, abgeblühtem Storchschnabel und Porzellanröschen.








Liebe Grüße

Heike

Montag, 11. Oktober 2021

Kranzverliebt

Einen Kranz zu binden, ist eine wunderbar entspannende Sache. Jetzt im Herbst findet sich draußen so viel Material dafür. Es eignet sich eigentlich alles, war auch im abgeblühten und getrockneten Zustand noch gut aussieht. Dazu gehört definitiv nicht Löwenzahn. Ich habs probiert, am nächsten Morgen war er hin.

Im Laufe des Jahres habe ich einige Kränze gebunden, die es aber alle irgendwie nicht in den Blog geschafft haben. Hier jetzt also ein kleiner Rückblick.

Der erste und mit Abstand größte Kranz ist schon im April entstanden. Wir hatten die Kugelakazie zurückgeschnitten und mir gefielen die verästelten Spitzen der vielen Zweige. Ich habe sie auf einen Eisenkranz gebunden. Der Kranz hängt seitdem am Feuerplatz. Nicht wundern, das Bild ist vom September. Die Zweige wandern demnächst in die Feuerschale, ich brauche den Ring nämlich für die Weihnachtsdeko.




Alle anderen Kränze habe ich auf selbstgemachte Ringe aus den Ranken des wilden Weins gebunden. Die mache ich jedes Jahr im Spätherbst, wenn der Wein seine Blätter verloren hat. Die langen Ranken wickel ich zu dünnen Ringen in unterschiedlichen Größen, auf die ich später das Kranzmaterial binde. 





Im Juni habe ich zum ersten Mal die Blüten der Schneemarbel für einen Kranz verwendet. Der gefällt mir richtig gut. Er hängt draußen unter dem Dach der Schmiede und sieht immer noch toll aus.






Im Juli waren die hübschen Samenkapseln der Jungfer im Grünen bereit für einen Kranz. Dieses Mal habe ich die Kapseln mit vielen Wiesengräsern kombiniert, was den Kranz ganz filigran wirken lässt. Er liegt auf der Stehleiter im Wohnzimmer.








Natürlich habe ich auch wieder die Blüten vom Frauenmantel verarbeitet. 




Dieses Jahr haben die Hortensien endlich wieder üppig geblüht. Die wunderbaren Farben riefen förmlich danach, einen Kranz aus den Blüten zu binden.








Letztes Jahr hatte ich ja schon mal die Fruchtstände der Waldrebe in einem Kranz verarbeitet. Dieses Jahr habe ich einen großen Kranz und aus den Resten ein kleines Kränzchen nur aus Waldrebe gemacht. Ich finde es total faszinierend, wie schön flauschig Kränze beim Trocknen werden.

Der große Kranz hängt noch in der Strandbar. Er wird jetzt aber ins Haus umziehen, damit wir ihn auch sehen.








Vor kurzem habe ich einen Kranz aus den kleinen Hagebutten der Rosa multiflora gemacht. Mein Material hat nicht ganz gereicht. Die Lücke habe ich mit ein paar Eukalyptuszweigen, Überbleibsel aus einem Blumenstrauß, gefüllt. Rot ist ja nicht so meine Farbe, aber die Habebutten finde ich wunderschön und im Herbst passt das schon. Vielleicht sprühe ich den Kranz später wieder mit Goldfarbe an, so wie hier.




Puh, das war jetzt ziemlich viel und wahrscheinlich habe ich auch welche vergessen. Vielleicht sind meine Bilder Inspiration zum Nachmachen. Kränze binden macht Spaß.


Liebe Grüße

Heike



Samstag, 28. November 2020

Die Adventszeit kann kommen ...

Schon wieder eine neue Farbe. Meine Weihnachtsdeko im Flur ist dieses Jahr braun und weiß. Das war so nicht geplant. "Schuld" ist mein Herbstkranz aus Hortensienblüten und Waldrebe. Der ist immer noch so schön, dass ich ihn ungern abhängen wollte.




Um ihn wintertauglich zu machen, bekam er weiße Schneebälle Glaskugeln verpasst. Zusätzlich noch die Lichterkette reinzufummeln, hätte den Kranz aber zerbröseln lassen. Die habe ich deshalb um einen großen Metallring gewickelt, der den Kranz jetzt umrahmt.




Bei der weiteren Deko bin ich bei Braun und Weiß geblieben. Statt Tannengrün kamen in den Korb ein paar Eichenzweige mit ihren braunen Blättern. Dieses helle Braun gefällt mir gerade wieder sehr gut, besonders in Kombination mit Weiß. 






Die Lichterkette mit den vielen LEDs bringt ein schönes Licht in den Flur. An so trübdunklen Tagen wie heute lass ich sie den ganzen Tag leuchten.




Apropos trüb und dunkel. Solche Tage gab es natürlich auch im November. Aber die meisten waren sonnig und mild. Keine Spur von Novemberblues. Ich bin zufrieden.  




Zum Schluss noch der Beweis, dass der Zufall auch ein Händchen für Deko hat. Bei dem ganzen Umräumdurcheinander im Flur landete die große Feder genau so vor dem Bild. Und weil es so gut passt, bleibt das jetzt so.



Kleiner Werbeblock: Metallkorb und Etagere sind aus dem Schmiedegarte-Shop.


Ich wünsche einen wunderschönen 1. Advent. Lasst es Euch gut gehen.


Liebe Grüße

Heike

Verlinkt zur Herbstglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Samstag, 31. Oktober 2020

Flauschiger Herbstkranz

Der November steht vor der Tür. Ich hab diesen grauen Monat noch nie gemocht. In diesem Jahr setzt Corona noch eins drauf. Ein zweiter Lockdown. Gehen Sie zurück auf Los! Ich bin mir nicht sicher, ob das noch mal helfen wird. Der erste Schock vom Frühjahr ist vorbei und wer Geselligkeit sucht, wird Wege finden.



Mir war Zuhause ja noch nie langweilig. Ich kann mich hier immer beschäftigen. Zum Beispiel Kränze wickeln. Schon im letzten Jahr wollte ich einen Kranz mit den schönen flauschigen Samenständen der gewöhnlichen Waldrebe machen, was daran gescheitert ist, dass ich keine Waldrebe fand. Auch in diesem Jahr habe ich bei unseren Waldspaziergängen vergeblich Ausschau gehalten. Und dann fand ich sie ganz zufällig mitten in der Stadt direkt neben dem Bahnhof. Jede Menge Waldrebe (oder Stadtrebe?).




Die gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) gehört zur gleichen Familie wie unsere vielen Gartenclematis. Sie hat kleine weiße Blüten, aus denen sich die schönen Fruchtstände entwickeln.




Die Unterlage für den Kranz habe ich aus den langen Ranken des wilden Weins gewickelt. Die mittlerweile braunen Blüten der Annabell-Hortensie, braune Ahornblätter und Halme vom Japanwaldgras habe ich mit den abgeblühten Waldreben auf den Rankenkranz gebunden. 



Der große Kranz passte nur in den Flur und deshalb musste dann auch endlich mal der kleine Tisch umdekoriert werden. Hier war tatsächlich alles noch so wie im Mai. Nur die Blumen in der Vase habe ich ab und zu ersetzt. Nun steht auf dem Tisch eine Etagere, auf der alles Platz fand, was mir gerade so in die Hände fiel.




Wenn die Samenstände der Waldrebe beim Pflücken noch so aussehen, wie auf dem nächsten Bild, macht das gar nichts. Meine haben sich im warmen Haus über Nacht aufgeplustert. 





Zwei Dinge habe ich mir für den November vorgenommen. Ich will mich nicht mehr ärgern, aufregen oder sorgen wegen all der Merkwürdigkeiten in dieser Pandemie (also höchstens ein bisschen). Und ich werde versuchen, diesem ungeliebten Monat eine Chance zu geben und seine schönen Seiten aufzuspüren. Ich werde berichten, ob es mir gelungen ist.




Zum Schluss noch ein kleiner Werbeblock:

Die kleinen Keramikvasen und die Etagere sind aus dem Schmiedegarten-Shop.




Ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende.

Bleibt gesund.

Liebe Grüße

Heike


Meinen Herbstkranz schicke ich zur Herbstglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 2. August 2020

Wilde Möhre an Schafgarbe

Und noch eine Prise Wiesenknopf dazu. Raus kommt dabei nicht ein leckeres Gericht (vitaminreich und vegan trotz Schaf), sondern ...




... ein Kranz. 
Wenn die wilden Möhren verblühen, sehen sie aus wie kleine Nester. Die halten sich sehr gut im getrockneten Zustand. Die zarten Blüten werden allerdings recht unansehnlich. Deshalb habe ich für meinen Kranz Blüten der Schafgarbe verwendet. Die dunkelroten Wiesenknopfblüten passen sehr gut dazu.





In letzter Zeit habe ich schon einige Kränze gewickelt. Einer nur aus Schafgarbenblüten hängt im neuen Außenwohnzimmer. Die Blüten haben nicht gereicht, weshalb der Kranz offen ist. Aber wo steht geschrieben, dass ein Kranz komplett gewickelt sein muss?



Dann hab ich natürlich wieder aus den Frauenmantelblüten zwei Kränze gewickelt. Da hab ich noch keinen Platz für, aber ich werde wohl mal den ersetzen, der schon mindestens 4 Jahre im Treppenhaus hängt. Der ist mittlerweile ganz braun, passt so aber perfekt zu den Bildern drumrum. Allerdings darf man ihn nicht berühren, dann bröselt er.



Da dieses Jahr die Jungfern im Grünen so üppig geblüht haben, habe ich aus den Samenkapseln einen Kranz gebunden. 






Die Kapseln haben ihre schöne Farbe behalten, verlieren aber noch jede Menge schwarze Samenkörner.

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich meine Kränze immer liegend trockne, damit sie eine schöne Form behalten. Wenn sie lange ansehnlich bleiben sollen, sollte man Sonne, Regen und Wind von ihnen fernhalten. Deshalb hängt der Jungfernkranz nun im alten Bilderrahmen im Wohnzimmer.



Wie ich meine Kränze binde, hatte ich hier schon mal gezeigt.

Letzte Nacht hat ein Gewitter einen kurzen, aber heftigen Regen gebracht. Ich werde jetzt erst mal die Annabelle-Hortensien wieder aufrichten.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Sommerglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.