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Sonntag, 6. Januar 2019

Januarfarben

Als wir vor ein paar Tagen an einem Apfelbaum voller roter Früchte vorbeikamen, erinnerte ich mich an ein spezielles Programm meiner Kamera. Dabei erscheint das Bild in schwarzweiß und nur eine vorab ausgewählte Farbe bleibt sichtbar. Selektive Farbe nennt sich das und bei dem Baum habe ich natürlich das Rot der Äpfel ausgewählt, die dadurch besonders ins Auge fallen.




Legt man den Fokus auf den blauen Himmel, sieht die Obstwiese aber doch etwas gespenstisch aus. 



Gestern bin ich noch mal zu unserer Obstwiese gelaufen. Dort tragen zwei Schneeballsträucher jede Menge rote Beeren. Es hat den ganzen Tag geregnet. Die vorbeifahrenden Autofahrer haben sich sicher gewundert, was ich da mit dem Schirm in der einen und dem Fotoapparat in der anderen Hand denn mache.



Man sieht den Bildern an, dass die Sonne fehlt. Die roten Beeren sehen mit dem grasgrünen Hintergrund fröhlicher aus.




Die letzte Mispel am Baum und auch die kleinen Zieräpfelchen kommen vor dem farblosen Hintergrund aber ganz besonders zur Geltung.





Ich finde diese Farbspielereien sehr interessant. Mir war auch gar nicht so bewusst, dass es auch im grauen Januar so viel Farbe gibt. Und deshalb zum Schluss ein Bild aus dem Garten, ganz unverfälscht.



Liebe Grüße
Heike


Verlinkt zu Loretta und Wolfgang, die das Winterglück sammeln.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Herbst auf der Obstwiese

Von dem angsagten Herbststurm kam hier nur ein kräftiger kalter Wind an. Mittags schien sogar die Sonne, die uns dann nach draußen gelockt hat. Höchste Zeit, mal auf der Obstwiese nach dem Rechten zu sehen. 



Durch den Frost im Frühjahr fiel die Ernte diese Jahr sehr bescheiden aus. Ein paar Quitten haben wir heute geerntet und genau sechs Mispeln. Darüber bin ich jetzt nicht so traurig, denn Mispeln zu verarbeiten ist sehr mühsam und schmecken tun sie mir auch nicht so sehr.


Die wenigen Äpfel auf den alten Bäumen sind bei den Vögeln sehr begehrt.



Der kleine Zierapfelbaum hat auch nur wenige Früchte in diesem Jahr. Die dürfen ebenfalls die Vögel ernten.


Für leuchtend rote Farbtupfer sorgt auch die Hecke mit den Wildsträuchern. 






Auf den Feldern neben unserer Wiese wurden nach der Ernte Raps und Sonnenblumen ausgesät. 


Tatsächlich blühen einige Sonnenblumen. Sommerliche Gefühle können sie aber nicht mehr wecken. Dazu ist der Wind zu kalt und sind die Wolken zu grau. Und kaum waren wir wieder zuhause, begann es kräftig zu regnen.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zum Fachwerkhaus im Grünen.

Dienstag, 26. April 2016

April, April ...

... macht was er will. Dieses Jahr zeigt er uns ja so richtig, was er alles drauf hat. Regen, Graupel, Hagel, Schnee und Sonne im Wechsel. Bei jedem Blick aus dem Fenster zeigt sich ein anderes Bild. Mal ist es mild, öfters aber kalt. Da muss man die wenigen sonnenwarmen Stunden unbedingt genießen. 


Und deshalb haben wir an so einem sonnigen Nachmittag in der letzten Woche das Abarbeiten der To-do-Liste auf später verschoben und uns Zeit genommen für ein kleines Kaffeepäuschen auf unserer Obstwiese. Die Tage sind schließlich gezählt, an denen man unter weißen Kirschblüten-Wolken sitzen kann.



Am Rand unserer Wiese blühen gerade einige Wildkirschen und zeigen unseren kleinen Obstbäumen, wie das geht.


Von unserem Pausenplatz hat man einen wunderbaren Blick aufs kleine Dorf und die gegenüberliegende Seite des Tals. Die Straße ist nur wenig befahren und stört uns nicht. Lustigerweise schaut nur selten mal ein Autofahrer zu uns hoch.




Diese Woche ist an so eine Freiluft-Kaffeepause gar nicht zu denken. Ich frage mich, wer bei dieser Kälte die Obstblüten bestäuben soll. Hoffentlich bringt der Mai uns dann endlich richtigen Frühling. Langsam wird es Zeit. 



Liebe Grüße
Heike

Dienstag, 3. November 2015

Quittengelb

Als wir vor fünf Jahren zwei Quittenbäumchen auf unsere Obstwiese pflanzten, hatte ich keine Ahnung, wie die Früchte schmecken. Aber schon im ersten Jahr konnten wir zwei Quitten ernten. Und die waren richtig lecker. In diesem Jahr gab es endlich eine ordentliche Ernte. Zwei Körbe voller Quitten wollten verarbeitet werden. 




Und so habe ich Quittenkuchen gebacken, Quittenkompott und Quittenmarmelade gekocht und Quittenbrot gemacht. Und ich weiß jetzt auch, warum diese so herrlich duftenden und wohlschmeckenden Früchte etwas aus der Mode geraten sind. Sie lassen sich nämlich nicht so leicht verarbeiten. Sie sind steinhart und deshalb schwer zu zerschneiden. Roh kann man sie nicht essen und lange lagern kann man sie auch nicht. 



Aber das, was sich aus den gelben Früchten machen lässt, ist den Aufwand durchaus wert. 






Das Quittenbrot (im Glas vorne links) ist eine Art Konfekt, so ähnlich wie Gummibärchen. Warum es Brot heißt, weiß ich nicht. Im Grunde ist es eine sehr feste Marmelade, die auf ein Blech gestrichen mehrere Tage trocknen muss und dann in Stücke geschnitten wird. Lecker!

Für Kuchen und Kompott habe ich die Früchte geschält. Die Schalen und die Kerngehäuse schwimmen nun in großen Einmachgläsern in reichlich Wodka. So müssen sie nun ein Jahr lang ruhen, dann wird der Alkohol mit Zucker und Wasser zu einem leckeren Likör verfeinert. Der muss dann auch noch mal ein paar Monate stehen, nichts für Ungeduldige also.

So ein Quittenbaum im Garten ist eine tolle Sache. Im Frühjahr schmückt er sich mit großen Blüten und jetzt im Herbst mit quitschgelben Blättern.



Und dieses fröhliche Quittengelb findet sich gerade ganz oft im Garten.




Amberbaum, Pfirsichbaum und Gingkobaum leuchten mit der Sonne um die Wette.


Ich wünsche euch eine sonnige Woche.

Liebe Grüße
Heike