Mittwoch, 22. Februar 2017

Eierkörbchen statt Air Planting

Kennt ihr die luftig-leichten Air Plants der Designerin Carolijn Slottje? Das sind filigrane runde Objekte aus Drahtgeflecht, die förmlich im Raum schweben und mit Tillandsien "bepflanzt" sind. 
Kreative Köpfe fragen sich da sofort, wie man so etwas selber machen kann. Astrid von Creativlive hat für ihre Version Putzschwämme aus Metall verwendet (klick). Und das hat mich nun wieder so fasziniert, dass ich das auch mal ausprobieren musste.   


Ich hatte ja keine Ahnung, was in diesen unscheinbaren Schwämmen steckt. Wenn man sie vorsichtig auseinanderzieht, erhält man einen Schlauch.


Meine Schwämme hatten allerdings keine große Lust, sich zu einem Körbchen umformen zu lassen. Ich war da aber wohl auch nicht beharrlich genug, weil mir nämlich eine weitere wichtige Zutat fehlte. Hier gibt es weit und breit keine Tillandsien, die aus meinem Körbchen ein Air Plant gemacht hätten. 


Wie ihr seht, habe ich mich mit Eiern beholfen. Schließlich ist ja bald Ostern.

Passend dazu habe ich einen zweiten Schwamm-Schlauch mit drei Eiern gefüllt, mit Schnur abgebunden und mit dickem Draht zu einem Kranz geschlossen. 



Aus meinem letzten Schwamm wurde dann noch ein luftiger Rollkragen-Pullover für meine Lieblingsflasche. Steht ihr gut, oder?






Spannend, was in so einem simplen Alltagsgegenstand stecken kann. Man muss es nur sehen.

Liebe Grüße
Heike

Donnerstag, 16. Februar 2017

Grünes und eine Ananas

Ich hatte die Saftflasche schon in der Hand, um sie in den gelben Sack zu stecken. Die sieht aus wie eine Ananas, dachte ich plötzlich. Und schon war die Idee geboren, endlich auch mal mit Beton zu werkeln.



Den engen Hals der Plastikflasche habe ich abgeschnitten. Den Beton habe ich selbst gemischt aus Quarzsand und Zement. Da meine "Ananas" ja auch Blätter bekommen sollte, habe ich das Töpfchen einer passenden Pflanze in den Beton gedrückt. Die Löcher habe ich vorher natürlich zugeklebt. Mit einem Teller habe ich das ganze beschwert und dann kam der schwierigste Teil  -  warten. Die Plastikform konnte ich schon nach zwei Tagen entfernen, aber bis die ganz "Ananas" getrocknet war, dauerte es fast eine Woche.




Das Tischchen im Flur brauchte dringend eine neue Deko (da stand tatsächlich noch ein kleines Tannenbäumchen mit Holz-Schneeflocken). Statt Frühlingsblühern hüpften aber eine Grünlilie und ein Elefantenfuß in den Einkaufskorb. Ich hab mir wohl noch ein wenig Karibik-Feeling bewahrt.









Die beiden Grünpflanzen passen gut in den alten Zinkeimer und die Holzkiste. Und die Ananas macht es komplett.







Liebe Grüße
Heike


Verlinkt beim Deko-Donnerstag bei Lady Stil.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Einmal Sommer und zurück

Also echt, das hatte ich anders geplant. Ich dachte mir, wir machen mal Urlaub, da wo es warm und sonnig ist. Und wenn wir wieder zurück kommen, dann ist hier Frühling. Nun ja, der Plan war wohl etwas blauäugig ... oder zwei Wochen Urlaub einfach zu kurz.
Also kuschele ich mich aufs Sofa, trinke Tee statt Rumpunsch und träume mich noch mal zurück in die Karibik. Kommt ihr mit? 



Das große Kussmund-Schiff hat uns sicher über das Karibische Meer getragen und fast jeden Morgen hieß es "Land in Sicht".

Unser erstes Ziel waren die Inseln unter dem Wind, die ihre Verbundenheit mit den Niederlanden nicht verbergen können.

Aruba ist mit stacheligem Grün bewachsen und hat traumhafte Puderzuckerstrände.





Curacao empfing uns in seiner Hauptstadt Willemstad, die aussieht wie Klein-Amsterdam in bunt. Die lange Ponton-Brücke wird immer wieder geöffnet, um Schiffe durchzulassen. 






Auf Bonaire sind wir mit einem Boot durch die Mangroven gefahren und haben mit einem Unimog das Inselinnere erkundet.




Nach einem faulen Seetag erreichten wir die Gewürzinsel Grenada.  Karibische Musik wurde für uns gespielt, sogar mit deutschem Text. Alles klar ... wunderbar  ... ein echter Ohrwurm. 
Auf den fruchtbaren Vulkanböden wachsen viele Gewürze wie Kakao, Zimt und hauptsächlich Muskatnuss. Die Rumdestillerie produziert Rum noch genau so wie vor 200 Jahren. Bei einem Alkoholgehalt von 75 % muss man sich aber wohl keine Gedanken bezüglich Sauberkeit machen.





Auf St. Vincent sind wir durch den Regenwald gewandert (das heißt, viele hundert Treppenstufen rauf und runter geklettert). Das kleine Städtchen ist die Hauptstadt Kingstown.




Unser nächstes Ziel war Barbados.  Eine Fahrt über die Insel führte uns an die wilde Atlantikküste. An der Karibikküste erholen sich die Reichen und Berühmten. Kein Wunder bei diesen traumhaften Stränden.




Seid ihr noch da? Niemand vom Schiff gefallen? Vier Inseln hab ich noch. Zwischendurch wusste ich schon gar nicht mehr, was wir wann wo gesehen und gemacht haben. Zum Glück führe ich immer ein Reisetagebuch.


Auf St. Lucia haben wir die 200 Jahre alte Plantage Balenbouche besucht. Drei deutsche Frauen versuchen mit viel Engagement und Herzblut, diesen wundervollen, aus der Zeit gefallenen Ort zu bewahren. 



Und dann haben wir noch diese lustige handbetriebene Verkehrsampel entdeckt.


Auf Dominica haben wir Flipper und seine Freunde besucht. Und einen riesigen Boabab-Baum, der 1979 bei einem Hurricane auf einen Schulbus gefallen ist. Der war zum Glück leer.




Auf Guadeloupe dachte ich kurz, ich bin wieder daheim. Die Insel ist ein Teil von Frankreich und entsprechend europäisch sieht es hier aus. Auf dem Markt vergisst man das schnell wieder. Und warum wir uns unbedingt den Friedhof ansehen sollten, konnte ich dann auch verstehen. Der ist wirklich besonders mit seinen schwarz-weißen Kacheln. Und auch auf Guadeloupe gibt es eine wilde Atlantikküste. Baden verboten!





Auf Antigua haben wir eine Ananas-Plantage besucht und an einem der 365 Strände gebadet.




Und nach einem weiteren Seetag waren wir dann wieder am Ausgangspunkt der Reise, in La Romana (Dom. Rep.). Auch der schönste Urlaub hat einmal ein Ende. Und früher oder später wird es hier ja auch wieder warm und sonnig werden. Aber dieser weite Blick aufs Meer, der wird mir fehlen. 



Schiff ahoi !

Heike

Freitag, 20. Januar 2017

Winter ade

Dieser Winter will es wissen. Der ist kein Weichei wie in den letzten Jahren. Zwar haben wir hier nicht so viel Schnee, aber es ist knackig kalt. 










Der Garten ist förmlich erstarrt. Aber es scheinen viele Tiere unterwegs zu sein, denn überall finden sich Spuren im Schnee.





Die Katzenspuren sind von Nachbars Kater. Unser Tigger denkt gar nicht daran, bei diesem Wetter nach draußen zu gehen. Ich kann ihn gut verstehen. Und bin gerade sehr froh, dass wir letzten Sommer beschlossen haben, unseren diesjährigen Jahresurlaub im Januar anzutreten.
Und nein, keinen Winterurlaub. Sandalen und Sommerkleider waren etwas erstaunt, dass die vorzeitig aus dem Winterschlaf geweckt wurden. Aber da müssen sie durch ;-))

Ich bin dann mal weg !



Liebe Grüße
Heike


Samstag, 14. Januar 2017

Der Stein auf Omas Tisch

Als wir vor einigen Jahren das Gästebad renoviert haben, hatte ich mich unsterblich in ein Waschbecken verliebt. Es sieht aus wie ein Kieselstein, glatt und rund. Als Aufsitzbecken brauchte es einen  Unterbau. Wir fanden nichts, was uns gefiel und letztendlich haben wir ein Stück vom alten Wohnzimmertisch meiner Oma abgesägt. Der Schreiner hat es überarbeitet und wasserfest lackiert.


Den Spiegel fand ich auf dem Dachboden. Er ist schon etwas blind und sollte nur so lange dort hängen, bis ein schönerer gefunden war. Wie das so ist mit Provisorien, er hängt noch immer. Bisher hat sich aber noch niemand beklagt.


Der Wasserhahn erinnert an ein Bambusrohr und gab den Anstoß zur etwas asiatischen Einrichtung. Das Bild und der Buddhakopf sind Mitbringsel aus Vietnam und Laos.





Die Fußbodenfliesen sehen aus wie Holz und gefallen mir fast besser als die echten Holzdielen im Flur.




Unsere Gäste wissen inzwischen, dass man den Wasserhahn nicht zu weit aufdrehen darf, da man sonst geduscht wird. Design ist nicht unbedingt immer alltagstauglich. Trotzdem mag ich das Becken immer noch sehr.



Liebe Grüße
Heike

Sonntag, 8. Januar 2017

Sunday Inspiration 36

Der Dezember ist unser Feiermonat. Damit das mit der Silvesterparty nicht allzu abrupt endet, haben wir im Januar noch mal zwei Geburtstage drangehängt. Zum Ausschleichen sozusagen.
Mit einer ansprechenden Tischdeko tu ich mich im Januar immer etwas schwer. Für die ersten Frühlingsblümchen ist es noch zu früh. Bei diesen frostigen Temperaturen lassen sich die zarten Treibhauspflanzen auch schlecht transportieren.

Zu den Elch-Servietten hatte ich mir eine kleine Winterlandschaft vorgestellt. Die beiden kleinen Rehe, ein paar Schneeflocken aus Holz und etwas Grün. Aber auf keinen Fall Tannengrün, das ist zu weihnachtlich. Das Moos im Garten ist leider schockgefrostet und unter Schnee begraben. Also habe ich gestern noch schnell aus einem einsamen Knäuel grüner Wolle drei Bommeln gemacht. Ist ein ganz guter Ersatz, oder?



Ich geh dann mal das Mittagessen vorbereiten. Die Gäste kommen bald.

Ich wünsche euch einen wundervollen Sonntag.
Liebe Grüße
Heike

Verlinkt bei Eclectic Hamilton

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