Samstag, 19. Juni 2021

Neuer Deckel für die Regentonne

Die Regentonne war ein Notkauf im letzten Frühjahr, weil die alte Tonne mit Loch aus dem Winterquartier gekommen war. Eckig statt rund fand ich auch nicht so toll, aber es sollte Regen geben, wir brauchten eine Tonne und haben die erstbeste genommen. 




In diesem Frühjahr ist der Deckel der Tonne einem Sturm zum Opfer gefallen. Einen neuen (passenden!!!) zu suchen, hatte ich keine Lust. Ein Deckel aber muss sein, damit kein Tier in die Tonne fällt.





Aber manchmal hat man ja einen Geistesblitz. Im Schuppen fand ich zwei alte schäbige Regalbretter aus Holz. Die passten tatsächlich perfekt auf die Regentonne. Mit neuer Farbe sind sie auch nicht mehr schäbig. Und damit die Stechmücken nicht ans Wasser kommen, habe ich von unten Fliegengitter angetackert. Hatte ich doch tatsächlich vier Reststücke, die genau passen, seit mindestens 10 Jahren im Schrank liegen. Das sind so Zufälle, über die ich mich richtig freuen kann. 




Die Regentonne sieht mit dem neuen Deckel gleich viel besser aus. Der wird bei Sturm sicher auch nicht mehr wegfliegen. Und ich muss nur dem Drang widerstehen, da irgend was Hübsches draufzustellen. 

Auf ein Loch zum Auffüllen habe ich verzichtet. Wenn Regen angesagt ist, lege ich das rechte Brett einfach quer.




Und nun zeige ich euch noch meine neue Hortensie. Hat sie nicht zauberhafte lockige Blüten? 



Die Regentonne ist übrigens fast leer. Es müsste dringend regnen. Bei Temperaturen über 30 Grad haben alle mächtig Durst. Aber hej, das ist Sommer. Es wird nicht gemeckert.


Ich wünsch euch einen tollen Sommer-Sonntag.

Liebe Grüße

Heike


Verlinkt zur Sommerglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 6. Juni 2021

Hornveilchen

Die zarten, fröhlich-bunten Hornveilchen (Viola cornuta) gehören zu meinen Lieblingen im Garten. Ohne Zutun blühen sie unermüdlich und vermehren sich fleißig.






Als ich im vorigen Jahr ein großes Beet neu bepflanzt habe, hab ich in die Lücken ein paar Hornveilchen gesetzt. In diesem Jahr haben die Nachkommen jeden freien Platz besetzt und ich habe schon viele entfernen müssen, damit die jungen Stauden genug Platz haben. 






Die ersten Hornveilchen waren gelb-weiß. Jetzt strahlt das Beet in vielen Farben. Keine Ahnung, wie die das machen, aber die Farben sind jedes Jahr anders.






Ich habe gelesen, dass man die Hornveilchen nach der Blüte zurückschneiden soll, damit sie neu austreiben. Aber wann ist das, meine hören nicht auf zu blühen.






Und noch so ein Tipp: Man soll die verblühten Blüten ausputzen! Ja also, wer so überhaupt gar nichts Besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß, kann das sicher tun. Ich müsste dann wahrscheinlich meinen Job kündigen. Und es ist wirklich völlig unnötig.






Wenn die Hornveilchen so wie jetzt langsam zu groß werden und auseinanderfallen (besonders, wenn es dauernd drauf regnet), dann reiße ich sie einfach raus. Sowieso brauchen die Stauden langsam mal mehr Platz. Hier und da lass ich eine Pflanze stehen, damit die Fortpflanzung gesichert ist. Aber tatsächlich finden sich jetzt schon wieder kleine Hornveilchen-Babies.






Die eigenständige Vermehrung klappt aber nur, wenn der Boden nicht dauernd gehackt wird. Wem das zu viel Anarchie ist, der kann Samen sammeln und aussähen und die Pflanzen dann dorthin setzen, wo er mag.




Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.


Liebe Grüße

Heike


Meine bunten Hornveilchen schicke ich zur ersten Sommerglück-Linkparty in diesem Jahr bei Loretta und Wolfgang.



Montag, 24. Mai 2021

Baustellen

Der Garten macht Fortschritte. Totgeglaubte zeigen kleine Lebenszeichen (die Clematis leider nicht). Ob aber aus den 5 klitzekleinen Blättchen der Quitte noch mal ein schöner Baum wird, muss sich noch zeigen.




Alles wächst recht langsam. Der Mai ist wie der April einfach zu kalt. Und ungewohnt nass. Gießen muss man nur die Töpfe, die unter dem Dach stehen. Es hat 4 Wochen gedauert, bis die Regentonne wieder so leer war, dass sie um die nötigen 5 cm verrückt werden konnte, damit der neue Deckel passt. 


Günsel und Wolfsmilch


Ich bin mit den Arbeiten im Garten nur so halb fertig. Die gemulchten Wege haben erst zum Teil neue Pinienrinde bekommen, die RasenGrünkanten sind nicht überall geschnitten, das Gartenhaus ist nur von vorne geputzt (hui und pfui, ich weiß). Aber es blüht sehr schön überall und die Alliums stehen in den Startlöchern.





Zu allem Überfluss haben wir uns eine Baustelle aufgeladen, die uns gerade sehr fordert. Aus dem Eisenlager der Schmiede soll ein Raum werden, in dem wir wetterunabhängig feiern können (falls das irgendwann mal wieder möglich ist und wir noch wissen, wie das geht).




Ich dachte, das größte Problem wäre, den Raum auszuräumen und für alles einen neuen Platz zu finden.

In der Mitte stand ein großes Regal mit bis zu 6 m langen Eisenteilen, an den Seiten viele Regalmeter mit Kleinteilen, dazu jede Menge anderes Zeug. Ich habe zwei Sommer gebraucht, bis der Raum leer war.

Bis dahin hatte ich gedacht, mit ein paar Dosen Farbe und zwei oder drei Outdoorteppichen wäre es getan. Erst als der Raum leer war, sah man, wie kaputt der Betonboden war und dass auch mit dem Untergrund etwas nicht stimmte. Nach umfangreichen archäologischen Grabungen stellte sich heraus, dass das Abwasserrohr, das das Regenwasser vom Schmiedendach zum Bach leiten sollte, tief im Bachufer endete, daher völlig verstopft war und auch mehrere Löcher hatte. Das Regenwasser hat sich andere Wege gesucht, auch unter die Schmiede. Das alte Betonrohr haben wir nun ersetzt. Den Boden werden wir hoffentlich auch wieder hinbekommen. Ich werde berichten.





Uns wird hier also nicht langweilig. Ich schaue mit etwas Sorge auf das bevorstehende Ende des Lockdowns. Eigentlich habe ich gar keine Zeit für Shoppingtouren, Café- und Restaurantbesuche, Parties und was wir früher sonst so gemacht haben. 


Ich wünsche euch einen schönen Feiertags-Montag. Hier scheint gerade tatsächlich mal die Sonne.


Liebe Grüße

Heike


Verlinkt zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Donnerstag, 6. Mai 2021

Endlich Mai

Fehlt nur noch das entsprechende Frühlingswetter. Wochen später als im letzten Jahr kommt die Natur nun allmählich voran. Nicht das einzige, das sich in diesem Jahr so ermüdend langsam hinzieht.






Aber ich freue mich über jede Blüte und jede austreibende Staude. Leider zeigen sich jetzt, wo auch die letzten Schlafmützen zu sprießen beginnen, auch die Auswirkungen der winterlichen Frostperiode.






Die dicke Schneeschicht hat vieles geschützt. Aber es gibt Opfer, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Sorgen macht mir die große Korkenzieherakazie und wenn der Quittenbaum nicht noch aus schlafenden Augen austreibt, ist er tot. Das Geißblatt am Rosenbogen ist definitiv abgestorben, ebenso meine Clematis. Die Akebie am zweiten Rosenbogen treibt nur von ganz unten neu aus. Auch die Bauernhortensien, der Sommerflieder und die Rosen sind ganz weit zurückgefroren. In der Hecke gibt es auch noch zwei Wackelkandidaten. 




Der Garten wird dieses Jahr also etwas anders aussehen als gedacht. Ich muss noch mal einiges zurückschneiden und ein paar Lücken füllen. Aber irgendwas ist ja immer.






Am Wochenende soll es Knall auf Fall kurz Sommer werden. Was ist das denn für ein Durcheinander. Kann nicht einfach mal Frühling sein?



Immerhin gab es nach Sturm, Hagel, Regen und Gewitter der letzten beiden Tage einen schönen Regenbogen. Das nehme ich mal als positives Zeichen. Alles wird gut.


Liebe Grüße

Heike


Verlinkt zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 25. April 2021

Collage Nr. 2

Der Frühling kommt so langsam in Fahrt, auch wenn die Luft immer noch kalt ist. Bevor es hier nun wieder mehr um den Garten geht, zeige ich heute noch mal eine Collage.




Diese Collage ist auch in einem 3 D-Rahmen arrangiert. Sie ist eine Erinnerung an unsere eine Woche Urlaub letztes Jahr an der Ostsee. Einen kleinen Post dazu gab es hier.




Die beiden Äste stehen für den Gespensterwald, in dem wir jeden Abend den Sonnenuntergang bewundert haben. Dazu wieder ein passendes Papier aus dem alten Wörterbuch. Seine Form erinnert an die Steilküste vor dem Wald. Das kleine Schiffchen in der Mitte symbolisiert das Schiff, das jeden Tag an der gleichen Stelle draußen auf dem Meer lag.




Die beiden Herzsteine (und noch ein paar mehr) haben wir am Strand gefunden. Ich habe den Liebsten so streng angewiesen, immer nach Herzsteinen Ausschau zu halten, dass der noch Wochen nach dem Urlaub den Blick suchend auf den Weg gerichtet hat, auch wenn da nur Schotter lag. Aber Herzsteine gibt es nur am Waser.




Die kleine Collage ist eine schöne Erinnerung an unseren Urlaub. Dummerweise verursacht sie aber auch ganz viel Meerweh.



Kommt gut in die neue Woche.

Liebe Grüße

Heike

Sonntag, 18. April 2021

Collage Nr. 1

Der April scheint fest entschlossen, sich von seiner unfreundlichsten Seite zu zeigen. Der Garten schlummert noch. Stauden, Sträucher und Bäume warten auf Wärme und Sonne. Ich zeige euch deshalb heute mal eine meiner Collagen. Solche Basteleien lenken ab vom schlechten Wetter.




Mein Mann hat das kleine Rennauto, ein altes Kinderspielzeug aus Blech, auf einem Flohmarkt gekauft, in die Tasche gesteckt und erst mal vergessen. Dann lag es eine Weile im Schrank bei den guten Gläsern. Es ist aber auch wirklich schwer, so ein kleines Teil gut zur Geltung zu bringen.




Eine Möglichkeit wäre, das Objekt mit anderen passenden Stücken zusammen zu arrangieren. Am besten auf einem Tablett, das schafft die nötige Verbindung.




Das kleine Rennauto habe ich aber in einen 3D-Rahmen gesteckt. Ich liebe diese Rahmen und habe immer einige im Haus. Der Rahmen lenkt den Blick auf das Auto. Die Rückwand habe ich passend mit einer Seite aus einem alten Autoatlas beklebt. Das Blatt war nicht breit genug, deshalb habe ich rechts noch eine Spalte aus einem alten Wörterbuch aufgeklebt. Das Windrichtungszeichen ist mittels Schablone aufgemalt.




Ganz simpel eigentlich. Aber aus dem kleinen Flitzer ist so ein schöner Hingucker geworden. 




Der Rahmen ist vom Möbelschweden (keine Kooperation, immer selbst gekauft). Ich hoffe, es gibt ihn noch, ich war da schon eine Ewigkeit nicht mehr. 

Meine kleine Collagenserie wird demnächst fortgesetzt.


Liebe Grüße

Heike




Montag, 12. April 2021

Warten auf ...

... ja, ich hätte beinahe "das Christkind" geschrieben. Wieso schneit es im April? Wo bleibt der Frühling?

Ich warte auf Sonne und Wärme. Ok, die Sonne scheint ja schon hin und wieder, aber mir ist es einfach zu kalt. Und Schnee möchte ich auch nicht mehr. 


Den kleinen Traubenhyazinthen macht die Kälte offensichtlich nichts aus.  Den Gänseblümchen auch nicht, die blühen eigentlich das ganze Jahr.




Am Bach ist es schon grün - Bärlauch und Giersch teilen sich das Ufer.


Rund um den Rosenobelisk ist es auch schon grün. Das sind alles Alliums, die sich selbst ausgesät haben. Ich bin gespannt, wie viele dieses Jahr blühen werden. Die Rose ist allerdings fast bis zum Boden zurückgefroren. Einige andere auch. Hoffentlich berappeln die sich wieder.


Ist die Lenzrose nicht ein Traum? Sie blüht schon seit Wochen.



Der Terracottamann trägt jetzt blond. Ich denke, er muss dann doch mal zum Friseur.




Ich warte dann mal weiter auf den Frühling. Im Warten sind wir ja mittlerweile geübt. Es kann nur besser werden.

Liebe Grüße
Heike