Sonntag, 15. Dezember 2019

Wie wir doch noch zu einem Adventskranz kamen

Ganz ungeplant ist es hier recht ruhig geworden. Dabei scheint gerade der Advent Hochsaison im Bloggerland zu sein. Auf so vielen Blogs finden sich auf einmal wundervolle Bastelanregungen, stimmungsvolle Dekorationsbilder und leckere Rezepte. Alles mit viel Herzblut und sicher auch großem Zeitaufwand präsentiert. Ich fühlte mich etwas erschlagen von dieser Fülle und habe mir eine kleine Auszeit verordnet. Ich war auf schönen Weihnachtsmärkten und habe keine Bilder gemacht. Ich habe hier und da ein wenig winterlich dekoriert, ohne das Haus in ein Weihnachtswunderland zu verwandeln. Und wer will schon meine paar ganz einfachen Plätzchen sehen? Eben, wir haben sie einfach gegessen.


Aber wie war das nun mit dem Adventskranz? Da muss ich etwas ausholen. Ich liebe Kerzen, habe auch immer irgendwo welche stehen, aber wir zünden sie nur ganz selten mal an. So ein offenes Feuer im Haus, da wird der Hausherr ganz nervös und stresst mich mit meiner Aufsichtspflicht.
Es sollte also keinen Adventskranz geben. Macht ja wenig Sinn, wenn die Kerzen nie brennen. Außerdem gefällt es mir nicht, wenn die Kerzen am Adventskranz so unterschiedlich abbrennen. Erst eins, dann zwei, dann ....


Als ich meinen beleuchteten Stern im Flur aufgehängt habe, mussten zwei kleine Kränze dafür weichen. Besonders den filigranen Kranz aus Blüten der Kletterhortensie konnte ich nicht irgendwo in einen Schrank stopfen, der brauchte einen neuen Platz an der Wand. Und dafür musste dann der Kranz aus Pappe weg, den ich letztes Jahr gemacht hatte. Ich war schon versucht, ihn in den Ofen zu stecken. Aber wie der da so auf dem Tisch lag, erinnerte er mich an einen Adventskranz, es fehlten nur 4 Kerzen. 




Schnell hatte ich die vier Metallkrönchen im Keller aufgestöbert und mit Teelichtern bestückt. Und da ein Adventskranz auch ein bisschen Deko braucht, habe ich ihm weiße Schneeflocken und Zapfen spendiert. Und nun haben wir einen Adventskranz. Auch noch aus Pappe. Herrje, wie der brennen würde. Aber wir zünden die Teelichter ja nicht an (nur einmal fürs Foto 😁)








Ich wünsche euch einen beschaulichen 3. Advent.

Liebe Grüße
Heike



Sonntag, 1. Dezember 2019

Lichterzauber

Der Dezember überraschte uns heute morgen mit einem frostigweiß bereiften Garten. Aber das passt für den 1. Advent. Ich freue mich, dass der trübselige November vorüber ist.





Ein bisschen fremdel ich noch mit den Weihnachtsliedern, die nun im Radio dudeln, und als wir vorgestern abkürzungsmäßig über den Weihnachtsmarkt liefen, kam mir das etwas unwirklich vor. Aber die vielen Lichter überall schaffen schon eine heimelige Stimmung. Trotzdem bin ich mir  nicht sicher, ob ich den großen Sohn, der die ganze Adventszeit in Asien verbringen wird, bedauern oder doch beneiden soll.

Winter/weihnachts-dekomäßig kann ich noch nicht viel vorweisen. Wie immer bin ich da etwas langsam. Aber unseren Flur, der immer etwas dunkel ist, habe ich erleuchtet. Ich habe mir einen großen Stern gebastelt und mit einer Lichterkette versehen. 720 kleine LED-Lämpchen bringen nun ganz viel Lichterzauber ins Haus. Da brauchte es gar nicht mehr viel Deko drumherum. In Ermangelung eines kleinen Tannenbäumchens sorgt ein Buchsbaumzweig für etwas Grün. Der letzte Rest der Lichterkette beleuchtet den Häkelteller mit Zapfen und Glasanhängern.



Für den Stern habe ich jeweils 3 gerade Haselnussäste zu zwei Dreiecken zusammengebunden und diese dann übereinander gelegt zu einem Stern. Einen Lärchenzweig mit Zapfen und die Lichterkette habe ich dann mit feinem Silberdraht festgebunden.





Habt einen feinen 1. Advent und lasst euch bloß nicht stressen von all dem verrückten Vorweihnachts-Wahnsinn.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zum Fachwerkhaus im Grünen und
dem Monatsmotto der Zitronenfalterin

Samstag, 16. November 2019

Novemberblues

Schon Mitte November. Ich hatte mir fest vorgenommen, diesem ungeliebten Monat viel Schönes abzugewinnen. Der November hat sich ja auch alle Mühe gegeben. Es war kalt, aber nicht eisig kalt. Die Sonne ließ sich auch hin und wieder blicken. Dass es abends so früh dunkel wird, liegt nicht am Monat, sondern an der doofen Winterzeit.


Aber es hilft alles nichts, ich mag den November einfach nicht. Der ist doch nicht Fisch noch Fleisch. Kein goldener Herbst mehr, aber auch noch nicht Winter.


Die Kraniche sind vorbeigeflogen, ohne mich mitzunehmen. Und wie man es schafft, die kalte dunkle Jahreszeit zu verschlafen, habe ich immer noch nicht herausgefunden.


Für irgendwelche Gartenprojekte ist es nun zu spät (ich hätte da schon noch ein paar Ideen). Mit kalten Fingern macht das wenig Spaß und irgendwann will die Natur ja auch mal ihre Ruhe haben.
An einem sonnigen Nachmittag nach dem Rechten zu sehen und dabei ein paar Fotos zu machen muss reichen.


Bei Sonnenschein betrachtet, ist der November eigentlich gar nicht so grau. Da hängen noch viele bunte und auch grüne Blätter an Bäumen und Sträuchern. Da blühen immer noch ein paar Sommerrosen und auch schon die ersten Winterrosen.






Ich hab mir ein bisschen Herbstbunt für den Winter bewahrt, hab endlich mal wieder meine Stricknadeln hervorgekramt und mit eine kuschelweiche Weste gestrickt. Dafür ist im November endlich wieder Zeit. 


Ich wünsch euch ein sonnigschönes Wochenende.
(Wünschen darf man ja 😁)
Heike

Meine Novemberbilder schicke ich zu Loretta und Wolfgang, die wieder das Herbstglück sammeln.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Die Kürbisse verabschieden den Oktober

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Ich sag es gleich vorab, Halloween wird hier nicht gefeiert. Dabei mag ich die ausgehöhlten Kürbisfratzen ganz gern und habe auch keine Probleme mit Spinnen, Fledermäusen oder Gespenstern. Früher haben wir auch Kürbisse ausgehöhlt und mit mehr oder weniger freundlichen Gesichtern versehen. Aber seit die Kinder keine Kinder mehr sind, dürfen die Kürbisse bleiben, wie sie sind.





Vor zwei Jahren hatte ich mir einen schwarzen knubbeligen Kürbis gekauft (könnt ihr hier noch mal schauen), von dem ich die Samen aufbewahrt habe. Die fielen mir erst dieses Jahr wieder in die Hände. Eine Pflanze fand Platz im Gemüsegarten und bekam 4 Kürbisse. Kinder werden nicht unbedingt wie die Eltern und meine Kürbisse sind nun nicht schwarz sondern grün und orange. 






Der Oktober war in diesem Jahr so sonnig und warm, dass er sich die Bezeichnung "golden" locker verdient hat. Erst die letzten beiden Tage waren recht kalt und die Nächte sogar frostig. Spuren hat das im Garten noch nicht hinterlassen. 










Der heutigeTag hat sich mit einem wunderschönen Licht verabschiedet. Da könnte der November sich ein Beispiel dran nehmen. 





Gute Nacht.
Gruselt euch schön, oder auch nicht, wie ihr wollt 🎃

Heike


Sonntag, 27. Oktober 2019

Herbstliche Tischdeko

Als ich gestern am frühen Nachmittag den Tisch fürs Geburtstags-Kaffeetrinken vorbereitet hatte, war ich sehr versucht, alles wieder wegzuräumen und auf der Terrasse einzudecken. Bei dem wunderbaren Sonnenschein und über 20 Grad in der Sonne hatte ich gar keine Lust im Haus zu sitzen. 



Ich hab es dann aber doch so gelassen und das war auch gut so. Ende Oktober ist halt kein Sommer mehr und als die Gäste dann kamen, stand die Sonne schon ziemlich tief.





Für meine Tischdeko habe ich das Hagebutten-Thema wieder aufgegriffen, ich hatte nämlich noch ein paar Zweige mit den roten Früchten.  Zusammen mit den weißen Eichel-Dosen und der Baumstamm-Blumenvase passt das Rot toll zu meinen dunkelgrauen Tischdecken. Die sind übrigens nicht neu. Ich hab vor kurzem einfach meine naturfarbenen Leinendecken gefärbt. Das geht ja ganz einfach in der Waschmaschine und das Ergebnis gefällt mir sehr. 




Die "Blumen" in der Vase sind abgeblühte Herbstanemonen. Die grünen Samenkugeln finde ich sehr dekorativ.




Die Rentier-Windlichter gibt es auch dieses Jahr wieder im Schmiedegarten-Shop, ebenso die kleinen Eichel-Dosen, ein paar wenige Leinentischdecken und Baumstammvasen. Ach ja, das war jetzt Werbung, muss ja gesagt werden 😁.

Der alte Bilderrahmen hat noch ein Update bekommen. Der ursprüngliche Hagebuttenkranz begann schon nach zwei Tagen zu welken. Die Hagebutten wurden unansehnlich schrumpelig. Die Zweige für den Tisch habe ich draußen aufbewahrt. Dort halten sie sich viel besser.
Ich habe noch mal einen neuen Kranz gebunden, diesmal aus den Hagebutten von Rosa multiflora. Diese kleinen Hagebutten trocknen ohne zu schrumpeln. 



Pünktlich mit dem Beginn der Winterzeit ist es heute regnerisch und kühl geworden. Ich wünsch euch trotzdem einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Heike

Samstag, 19. Oktober 2019

Überraschung

Da kommt man nichtsahnend von einem Spaziergang nach Hause und im Garten sitzt ein Tier. Ein gefährlich aussehendes Tier. Ein Drache? Kann der etwa Feuer spucken?





Er hockt auf dem Mäuerchen vom Apfelbaumbeet und es scheint ihm dort ganz gut zu gefallen. Ziemlich wehrhaft sieht er aus. Aber eigentlich schaut er doch recht freundlich, fast ein wenig schüchtern.





Frieda hat dann mal vorsichtig Kontakt aufgenommen und recht schnell Freundschaft geschlossen mit dem neuen Gartenbewohner.






Wo kommt der  Drache nun aber her? Natürlich ist er nicht vom Himmel gefallen. Unser Sohn hat einen freien Tag in der Schmiede verbracht und seiner Kreativität freien Lauf gelassen.  Wie gut, dass sein Großvater auch kleinste Eisenteile aufbewahrt hat.



Ein dezenter Hinweis auf meinen baldigen Geburtstag (Wink mit dem Zaunpfahl 😏) genügte, der kleine Drache darf nun im Garten bleiben.


Liebe Grüße
Heike

Den kleinen Drachen schicke ich zur Herbstglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Samstag, 12. Oktober 2019

Der alte Bilderrahmen und das Männlein aus dem Wald



Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,

Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.





Dieses alte Rätsellied von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben schafft es wohl auch nach fast 200 Jahren noch, Verwirrung zu stiften. Für mich war das Männchen schon immer der Fliegenpilz. Da passt alles, der Wald, der rote Mantel und er hat auch nur ein Bein.





Das Männlein steht im Walde auf einem Bein

Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein?


Bei der schwarzen Kappe könnte man dann zweifeln, habe ich aber nie getan. Und so habe ich erst sehr viel später erfahren, dass das Männlein die Hagebutte sein soll. Die dritte Strophe des Liedes, die Auflösung des Rätsels, kannte ich gar nicht.





Das Männlein dort auf einem Bein

Mit seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein
Kann nur die Hagebutte sein.


Aber egal, mein Männlein bleibt der Fliegenpilz. Ihr könnt das halten, wie ihr wollt. Am alten Bilderrahmen sind nun beide vereint, ein Kranz aus Hagebutten und die Fliegenpilze aus Glas, die älter sind als ich. 




Hagebutten gibt es in diesem Jahr sehr viele hier an den Feldwegen. Da fällt es gar nicht auf, dass ich mir ein paar Zweige abgeschnitten habe. Für die Tiere bleiben noch genug.

Die Hagebutten habe ich mit Draht auf einen Ring aus Weinranken gebunden.



Die großen Glaspilze habe ich auch wieder hervorgeholt. Ganz schön viel Rot im Wohnzimmer. Aber wann passt diese Farbe besser als im Herbst? 



In der hölzernen Ziegelform gesellen sich zu den Fliegenpilzen Hortensienblüten und die hübschen Minihagebutten von Rosa multiflora. 









An diesem Wochenende ist der Sommer noch mal zurück gekommen. Wir werden mal im Wald schauen, ob wir echte Fliegenpilze finden.
Habt ein herrliches sonniges Wochenende.
Liebe Grüße
Heike


Verlinkt zu Loretta und Wolfgang, die das Herbstglück sammeln.