Samstag, 24. August 2019

Taglilien

Für die Taglilien neigt sich der Sommer dem Ende zu. An den Blütenstielen sind nur noch ganz wenige Knospen. Höchste Zeit, mal ein paar Bilder zu zeigen, die ich in der letzten Zeit gemacht habe.


Viele Jahre lang hatte ich nur namenlose orange blühende Taglilien im Garten. Die blühten sehr schön und ausdauernd, aber die Farbe mochte ich immer weniger. Deshalb habe ich vor vier Jahren die alten Pflanzen gegen neue ausgetauscht. Die blühen nun in wunderschönen violetten Farben.








Die Taglilien tragen viele Knospen an einem Stiel, die sich nach und nach öffnen. Das sorgt für eine lange Blütezeit. Einziges Manko der Taglilien ist, dass man regelmäßig die verwelkten Blüten absammeln muss. Der Optik wegen und auch, damit die Pflanze keine Samen bildet.




Eine der alten orangenen Taglilien steht nun in einem anderen Beet, wo die Farbe besser passt.



Neben dem Gartenhaus steht die zweifarbige "Frans Hals".



Die rote Taglilie steht in der Nähe der roten Rose. Die beiden passen ganz gut zusammen.



Dann gibt es noch eine Taglilie mit zarten gelben Blüten. Die habe ich vor Jahren als "essbare" Taglilie gekauft. Damals hatten wir in China Taglilienknospen gegessen, die sehr sehr lecker waren, das wollte ich zuhause auch haben. Aber in all den Jahren habe ich mich niemals dazu überwinden können, die Knospen zu ernten. 



Mittlerweile weiß ich, dass man alle Taglilien essen kann. Und nicht nur die Knospen, sondern auch die Blätter, die Blüten und die Wurzeln. Wäre aber doch irgendwie schade um die schönen Blüten.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zum Fachwerkhaus im Grünen, wo wie immer das Sommerglück gesammelt wird.

Sonntag, 11. August 2019

Ausreißer und Einwanderer

Im Gemüsegarten hat es sich anscheinend herumgesprochen, dass dort regelmäßig Früchte und Beeren und sogar ganze Pflanzen auf Nimmerwiedersehen in unserer Küche verschwinden. Der eine und andere versucht nun nämlich auszubüxen.




Eine Gurkenpflanze hat eine Ranke durch den Zaun gemogelt und schon seilt sich die erste Gurke ins Staudenbeet am Hof ab.



Auch die Himbeeren versuchen, ein paar Äste über den Zaun in Sicherheit zu bringen, haben aber nicht bedacht, dass die roten Früchte von dieser Seite noch leichter zu ernten sind.



Die Tomaten stehen regengeschützt unter dem Vordach der Garage. Die vorderste will nun offenbar um die Ecke entwischen. Vielleicht ist sie aber auch nur neugierig, was auf dem Hof so los ist.



Der Kürbis, der ja von allen Gartenbewohnern am schnellsten unterwegs ist, wächst zum Glück weit entfernt vom Zaun. Da hat er noch einige Meter vor sich.



Ganz anders sieht es im "Blumengarten" aus. Hier finde ich ständig Pflanzen, die ich weder gesäht noch gepflanzt habe. Die kommen von "draußen" und finden es wohl ganz nett bei uns.

Auf der Bachseite möchte der Giersch unbedingt den schmalen Pfad zum Garten überwinden. Da hab ich ihn aber gut im Blick. Er bekommt dann eins auf die Mütze, versucht es aber trotzdem immer wieder.



Eine regelrechte Belagerung spielt sich hinter der hölzernen Sichtschutzwand zum Nachbarhaus ab. 



Dort kümmert sich schon lange niemand mehr und die Natur erobert sich das Grundstück zurück. Das kann sie meinetwegen gerne tun, wenn sie nicht dauernd versuchen würde, die Samen von Löwenzahn, Brennnesseln, Schöllkraut und vielem mehr in unseren Garten rüberzuschicken.



Wenn ich mir den Vorgarten nebenan betrachte, weiß ich jetzt schon, dass ich auch im nächsten Jahr ungezählte Goldruten-Sämlinge in unserem Garten rausreißen darf. Vielleicht sollte ich sie in Töpfe pflanzen und auf dem Markt verkaufen. Wer also gerne Goldrute im Garten hätte, kann sich nächstes Frühjahr bei mir melden 😁.




Ich wünsche euch einen sonnigen Sonntag.

Liebe Grüße
Heike


Verlinkt zur Sommerglück-Linksammlung von Loretta und Wolfgang

Mittwoch, 7. August 2019

Kränze - 1, 2 ,3, ganz viele

Kränze zu binden oder zu wickeln ist eine meiner liebsten Beschäftigungen im Garten. Man kann dabei so herrlich abschalten. Ich vergesse dann oft die Zeit und auch, dass ich ja eigentlich etwas ganz anders machen sollte. Und so sind zwar die Fenster immer noch ungeputzt, aber ich habe ein paar schöne neue Kränze.

Besonders gut gefällt mir gerade der Kranz aus den Blüten der Kletterhortensie.


Die Blütenrispen bestehen aus den winzigen unscheinbaren Blüten in der Mitte mit den großen Blüten drumherum, die die Insekten anlocken sollen.
Als Unterlage für den Kranz habe ich eine lange Ranke vom wilden Wein zu einem Ring gewickelt, auf den ich dann die Blüten gebunden habe.




Auf die gleiche Weise habe ich auch die Blüten von einem Sedum (Fettblatt) zu einem Kranz gebunden. 



Kränze aus frischem Material lasse ich immer eine Weile an einem schattigen und trockenen Platz liegen, damit sie nicht beim Trocknen der Schwerkraft folgend ihre Form verlieren.



Der große Kranz aus den Frauenmantelblüten hängt nun an unserem Feuerplatz. Zwar etwas geschützt unter dem Dachvorsprung, aber da draußen wird er nicht so lange halten. Macht aber nichts, nächstes Jahr binde ich einen neuen.




Die anderen beiden Kränze hängen jetzt im Flur, wo sie vor Sonne und Regen geschützt sind. 




Die winzigen Blüten der Kletterhortensie sind zu filigranen Kunstwerken eingetrocknet und die großen Schaublüten tanzen wie schwerelos drumherum. Tatsächlich ist der Kranz jetzt federleicht. Der Sedum-Kranz hat sich dagegen kaum verändert.




Eine der grünen Glasflaschen trägt nun ein Kränzchen um den Hals. Das habe ich gewickelt aus den langen Blütenhalmen einer rostroten Segge. Es dauert schon ein wenig, bis man genug der dünnen Halme umeinandergewickelt hat, dass ein schönes Kränzchen entsteht.




Mein neuester Kranz ist aus den abgeblühten Dolden der wilden Pastinake gebunden. Diese Pflanze habe ich vor drei Jahren mal im Garten ausgesät, weil mir ihre Blätter und die gelbgrünen Blütendolden gefallen.




Da solche Wildpflanzen sich gerne recht großzügig vermehren, schneide ich die verblühten Dolden ab. Da sie mir aber zu schade sind für den Kompost, musste wieder eine Ranke des wilden Weins dran glauben, damit ich einen neuen Kranz binden konnte.






Der liegt nun zum Trocknen unter dem Dach der Schmiede. Die roten Farbtupfer sind Samenkapseln der Nigella und Blüten vom Wiesenknopf.

Zum Schluss zeige ich euch noch mein kleinstes Kränzchen. Ich hab mal ein Lineal daneben gelegt, damit man sieht, dass es wirklich sehr klein ist. 




Entstanden ist er vor einigen Jahren an einem sonnigen Mittelmeer-Strand. Meine Hände suchten nach einer Beschäftigung, da lagen viele Piniennadeln auf dem Boden, und schon hatte ich ein paar kleine Minikränze.


Liebe Grüße
Heike



Samstag, 27. Juli 2019

Schmetterlinge im Garten

Ein bisschen kam ich mir heute vor wie eine Paparazza: mit der Kamera unterwegs im Garten auf der Jagd nach spektakulären Bildern. Meine "Opfer" waren die vielen Schmetterlinge, die sich da tummeln.

Bisher hatten sich die Schmetterlinge recht rar gemacht. Aber nun waren wie auf einmal da. Was wohl auch daran liegt, dass ihre bevorzugten Pflanzen jetzt blühen. Allen voran der Schmetterlingsflieder. Aber auch die Kugeldistel, das Eisenkraut und den Dost mögen sie sehr gern.







Das Tagpfauenauge hat mir erst am Abend die schöne Oberseite seiner Flügel gezeigt. Tagsüber war es sehr mit der Suche nach Nektar beschäftigt und ich konnte nur die dunkle Unterseite der Flügel aufs Bild bekommen.



Die Raupen des Tagpfauenauges stehen übrigens auf Brennnesseln. Davon gibt es hier genug.



Die Raupen des Kleinen Fuchs mögen ebenfalls Brennnesseln. Der Schmetterling bevorzugt den Dost.




Der Distelfalter stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum. Dass er sich hierher gewagt hat, ist wohl unserem trockenen und warmen Sommer zu verdanken. Er steht auf Disteln, das Eisenkraut mag er aber auch.



Ich finde den Distelfalter  besonders hübsch. Die Unterseite seiner Flügel ist fast noch schöner gemustert als die Oberseite.





Den Admiral fand ich auf dem Zaun neben der Himbeerhecke. Seine Nahrung sucht er aber auch sehr gern auf dem Schmetterlingsflieder und dem Dost. Seine Raupen fressen nur Brennnesseln. 




Dieser kleine und etwas unscheinbare Falter müsste ein Kleines Wiesenvögelchen sein. 




Der Zitronenfalter verbreitet immer gute Laune mit seinen gelben Flügeln. Leider wollte er mir nur dir helle Unterseite zeigen. Die Falter werden bis zu 12 Monate alt, können also auch unsere kalten Winter überstehen.






Und dann bekam ich noch einen ganz besonderen Promi vor die Linse, den Schwalbenschwanz. Diesen Schmetterling habe ich tatsächlich noch nie in unserem Garten gesehen.
Er mag gerne Möhren, Dill und Fenchel. Die Verbene aber offensichtlich auch.

In unseren Garten gelockt haben ihn vielleicht die wilden Möhren und der Fenchel, die seit zwei Jahren hier wachsen. Der Fenchel ist eine Ziersorte, aber die Möhren sind wild, wie man an der schwarzen Blüte in der Mitte der Dolden erkennen kann. Die Pflanzen werden in der nahrhaften Gartenerde etwas größer als auf der Wiese, passen aber sehr gut zu den Stauden.




Einen Post vom letzten Sommer über die wilde Möhre findet ihr hier.





Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Sommerglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang.