Sonntag, 31. Mai 2020

Tschüss Mai

Der Wonnemonat war nicht ganz so wonnig wie erwartet. Es war oft recht frisch und besonders die Eisheiligen haben mit ihren frostigen Nächten Schaden angerichtet. Geregnet hat es wieder viel zu wenig und wenn, dann hat ein kräftiger Wind alles schnell getrocknet.


 

Der Garten blüht in lila, aber Akelei und Zierlauch verabschieden sich bald. Nur die Blütenbälle des Sternkugellauchs sind noch dabei, sich zu ihrer vollen Größe zu entfalten. Ich mag sie besonders, auch weil sie nach der Blüte noch sehr dekorativ sind und sich im Haus jahrelang halten.





Mein Symbol für diesen Mai ist ein Pinsel. Eine gefühlte Ewigkeit habe ich gebraucht, um unsere Balkone zu steichen. Zwei sind fertig, der dritte fast.


Ja, der Blauregen ist weg. Ich hatte keine Freude mehr an ihm. So viel Mühe für ein paar Tage Blütenduft, wobei die Blütenknospen oftmals auch von einem späten Frost vernichtet wurden. Am mittleren Stützbalken wächst nun eine Weinrebe, eine blaue Datteltraube. 

Einen der warmen Abende haben wir genutzt für ein Picknick auf der Obstwiese. Dort scheint die Sonne sehr viel länger hin als in unseren Garten.








Im Garten hatten wir einen ganz besonderen Gast. Ein junger Hase knabberte seelenruhig an den Blumen und hatte auch kein Problem damit, für die Paparazzi zu posieren.







Frieda war gar nicht erfreut über den Eindringling und hat ihm nahegelegt, wieder zu verschwinden. Er hat sich in den Nachbargarten zurückgezogen und ward nicht mehr gesehen. Schade.


Neue Eisenmänner sind auch entstanden. Der Mann am Grill hat uns wieder verlassen, aber der mit Hut und Stock grüßt nun eventuelle Besucher.  Coronabedingt kommt das aber immer noch sehr selten vor.









Pünktlich zum Fest blüht die Pfingstrose und damit wünsche ich euch schöne Feiertage. Lasst es euch gut gehen.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 17. Mai 2020

Lazy Sunday

Traumhaftes Frühlingswetter. Im Garten rumlümmeln, ein kleiner Rundgang mit der Kamera. Aber Finger weg vom Unkraut, heute ist Sonntag. Zwischendurch ein Spaziergang, mit der Friedakatze kuscheln ...







Fazit:

Frühling ist einfach wundervoll.
Die Woche müsste mehr Sonntage haben.

Liebe Grüße
Heike 


Mein Frühlingsglück schicke ich zur Linkparty von Loretta und Wolfgang. 


Montag, 11. Mai 2020

Lebenszeichen

Zwei Wochen seit dem letzten Post? Wo ist die Zeit geblieben? Das Leben plätschert gerade so vor sich hin. Ich streiche immer noch am Balkon herum, der Garten will betüddelt werden und ansonsten bleiben wir immer noch daheim. Auch wenn nun alle Geschäfte wieder geöffnet haben, fehlt mir die Lust zu einer Shoppingtour.
Andere Freizeitaktivitäten sind ja nun immer noch sehr eingeschränkt.





Zwischen den Rhabarberblättern kam eine Blüte zum Vorschein. Die soll man ja eigentlich entfernen, weil sie die Pflanze viel Energie kostet und keine neuen Blätter mehr gebildet werden. Ich habe sie aber so groß werden lassen, dass ich sie in eine Vase stellen konnte. So eine Rhabarberblüte sieht nämlich toll exotisch aus. Mann und Sohn dachten, das wäre Broccoli. So ganz abwegig ist das jetzt nicht, man kann die Blüte essen, es gibt da einige Rezepte. Unter anderem kann man sie zubereiten wie Broccoli. Ich werde es nicht ausprobieren, ich hab ja nur die eine und die bleibt in der Vase.





Die Jungs waren mal wieder in der Schmiede. Der Ältere zeigt dem Jüngeren, wie man schweißt. Das Ergebnis war diesmal ein Angler.



Der kleine Kerl wollte nicht allein hinten am Bach sitzen. Er bekam einen Platz auf der Bank vor der Schmiede und muss jetzt eben in der Gießkanne angeln. Tatsächlich hat schon ein seltener Blauflossenfisch angebissen.




Im Garten blühen gerade Zierlauch und Akelei. Ich hoffe, sie überstehen die Eisheiligen, die dieses Jahr nicht nur Nachtfröste bringen sollen, sondern auch kalte Tage. Gerade sind es 5 Grad, am Mittag!



Ich wünsche euch eine schöne Woche. Lasst es euch gut gehen und bleibt gesund.

Liebe Grüße

Heike

Sonntag, 26. April 2020

Der Frühling und das Virus II

Ja, immer noch. Alle beide. Diese Corona-Krise hat unser Leben ziemlich ausgebremst. Dabei hat sich mein Alltag kaum verändert. Ich gehe weiter zur Arbeit und beschäftige mich nachmittags im Garten und im Haus. Und am Haus, denn alle unsere Balkone brauchen einen neuen Anstrich.
Meine Eltern wohnen hier im Haus. Der jüngste Sohn hat die letzten Wochen bei uns verbracht und der ältere kommt öfters vorbei, um in der Schmiede zu werkeln. Wir halten alle Abstand, aber es geht uns gut.



Der Frühling meint es auch gut. Sonnenschein und sommerliche Temperaturen sind einfach wundervoll.  Es ist immer  noch viel zu trocken, aber das ist mittlerweile ja fast schon normal. Der Garten sieht schon sehr schön aus, überall frisches Grün. Außer dem einen Beet, das ich neu bepflanzt habe, zumindest teilweise. Ein paar Pflanzen fehlen noch, aber ich habe so gar keine Lust, zum Gartenmarkt zu fahren. Es macht keine Freude, ständig aufzupassen, dass man niemandem zu nahe kommt. Und mittlerweile stresst es mich, wenn mir jemand zu nahe kommt. Das ist doch verrückt. Hoffentlich legt sich das wieder, wenn wir dieses Virus möglichst schnell in seine Schranken verwiesen haben.



Vom neuen Beet gibt es noch keine Bilder. Wie das so ist, wenn man im Frühjahr pflanzt, sind die Pflanzen noch winzig. Ich habe neben jede einen Stein gelegt, damit Frieda sich nicht drauf rumwälzt. Die nimmt nämlich gerne mal ein "Bad" in der staubtrockenen Erde. Ganz schlecht fürs weiße Fell.



Solange ich im Garten bin, kann ich diese Pandemiegeschichte gut ausblenden. Aber schaut man in die Zeitung, hört Nachrichten oder unterhält sich mit anderen Menschen, dann gibt es fast nur ein Thema. Das Virus hat sogar unseren Wortschatz verändert. Wer hat vor Corona schon Worte wie Pandemie, Hygieneregeln, Mund-Nasen-Schutz, Abstandsgebot, Infektionskette, Tracking-App, Lockdown oder Homeschooling benutzt? Und das sind nur die, die mir gerade einfallen.

Ich setze jetzt mal ein paar andere Worte dagegen. Wie wäre es mit Frühlingsluft und Blütenduft, Himmelblau und Blumenbunt, Vogelzwitschern und Bienengesumm ...







Die folgenden Gedanken sind für mich, falls ich irgendwann mal meinen Enkeln von dieser Misere erzählen werde:

Der Himmel ist jetzt blau, einfach nur blau, ohne Kondensstreifen.
Es gibt wieder Klopapier, dafür keine Hefe mehr. Überhaupt gibt es nicht mehr alles überall zu jeder Zeit.
Ab Montag tragen wir Mundschutz. Es ist phantastisch, wie viele Menschen sich an ihre Nähmaschine gesetzt haben und Freunde, Verwandte und auch Krankenhäuser und Pflegeheime mit selbstgenähtem Mundschutz versorgen.
Im Netz findet man Häkelanleitungen für Corona-Viren.
Überhaupt gibt es unglaublich viele kreative Ideen von und für Menschen, die diese Corona-Krise in Existenznöte gebracht hat.
Es gibt eine unüberschaubare Anzahl an selbsternannten Experten, die alle genau wissen, was zu tun ist.




Da ist immer noch die Hoffnung, dass wir ganz schnell in unser altes Leben zurück können. Aber nun sind Veranstaltungen bis in den Herbst hinein abgesagt. Konzerte, Volksfeste, Theater, Gartenfestivals  und Trödelmärkte ... und Urlaub sollen wir auch nicht machen. Nun gut, darauf kann man verzichten. Aber ich würde wirklich gerne mal wieder Verwandte und Freunde treffen und das nicht nur einzeln und mit Abstand. Und Pizza essen gehen ...




So, nun aber Schluss mit diesem Thema. Man könnte ein Buch darüber schreiben, aber eigentlich kann ich dieses C-Wort schon nicht mehr hören. Ihr sicher auch.

Draußen scheint die Sonne, wir werden diesen wundervollen Frühlingstag genießen. Ihr sicher auch.


Liebe Grüße
Heike

Trotz allem geht es hier ja ums Frühlingsglück, deshalb schicke ich meinen Beitrag zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 19. April 2020

Blütenweißer Frühling

Es regnet! Entgegen der Wettervorhersage hat es in der Nacht geregnet und tut es noch, ein feiner leichter Landregen. Das wird die Defizite der vergangenen Wochen nicht ausgleichen, tut aber dem Garten richtig gut. Mir auch, muss ich doch sicher die nächsten Tage erst mal nicht gießen.




Für das Nass von oben würde ich heute auch gerne mal im Haus bleiben. Dafür nehme ich euch jetzt mit auf einen virtuellen Spaziergang. Mit die schönste Zeit im Jahr ist zur Blüte der Obstbäume. Um unser kleines Dorf herum blühen nun die wilden Kirschen.







Zusammen mit dem ersten zarten Grün sind die weißen Blüten ein wunderschöner Anblick.







Die minikleinen Früchte der wilden Kirschen sind da nicht so spektakulär, aber zum Naschen ganz lecker. 





Zum Schluss habe ich dann doch noch ein bisschen Bunt. Die alten Tulpen im Gemüsegarten blühen wieder, dieses Jahr viele in rot.



Habt einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Samstag, 11. April 2020

Ostern zuhause

Wir sollten nicht traurig sein wegen allem, was gerade nicht möglich ist. Es ist doch auch mal schön, zuhause rumzulümmeln oder sich mit Dingen zu beschäftigen, für die sonst keine Zeit ist. Immerhin wurde diese "Entschleunigung" vor der Corona-Krise als erstrebenswertes Ziel angepriesen.





Unser traditionelles Ostereierfärben im Kreis der Großfamilie musste natürlich ausfallen. Nun hat jede Familie für sich gefärbt, keiner muss auf seine Ostereier verzichten.




Ich wünsche euch wunderschöne Feiertage, trotz allem. Macht das Beste draus.






Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Freitag, 3. April 2020

Osternest DIY

Eine Woche vor Ostern ist endgültig klar, es wird dieses Jahr kein traditionelles Ostereierfärben im Kreis der Großfamilie geben, kein gemeinsames Kaffeetrinken, kein Treffen mit Freunden.
Das ist schon traurig, aber jammern hilft da auch nicht weiter. Machen wir das beste draus.




Ich habe mich an frühere Osterfeste erinnert und daran, dass meine Geschwister und ich als Kinder unsere Osternester im Garten hergerichtet haben. Jeder ein eigenes natürlich 😉. Ein besonders schönes Modell habe ich nun mal nachgebaut. Vielleicht hat jemand Lust, es nachzumachen. 





Von den Haselnussbäumen am Bach habe ich einen langen geraden Ast abgeschnitten und in ca. 30 cm lange Stücke geschnitten. Acht Stöckchen habe ich dann kreisförmig in den Boden gesteckt. Ihr nehmt besser eine ungerade Zahl. Als ich nämlich ein paar Ranken vom wilden Wein um die Stöcke geflochten habe, musste ich etwas mogeln, damit die Ranken abwechselnd  mal vor und mal hinter den Stöcken verlaufen. Das geht mit einer ungeraden Zahl an Stöckchen viel besser. Zum Flechten kann man alles verwenden, was sich biegen lässt. Junge Triebe von Weide oder Hartriegel zum Beispiel, oder auch eine dickere Kordel.




Damit die Ostereier es schön weich haben, füllt man das Nest dick mit Moos. Da sind nun alle im Vorteil, die keinen englischen Rasen haben. Ich konnte mit einem Rechen ruckzuck ein Häufchen Moos aus dem Rasen rupfen.




So vorbereitet wartet man nun mehr oder weniger geduldig auf den Osterhasen. Ich habe dem mal vorgegriffen und ein paar Betoneier und ausgeblasene Hühnereier ins Nest gelegt, mit der Hoffnung, dass da noch ein paar Schokoeier hinzukommen. 




Viel Spaß beim Nachmachen.
Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund.


Liebe Grüße
Heike

Mein Nest schicke ich zu Loretta und Wolfgang, die das Frühlingsglück sammeln.