Samstag, 23. Juni 2018

Bereit für den Sommer?

Diesen Satz las ich gestern auf einem Plakat in einem Schaufenster. Was für eine Frage. Hier ist schon seit Wochen Sommer! Wer da noch nicht bereit ist, hat was falsch gemacht. Angeblich haben wir ja sogar schon die uns laut Statistik zustehenden Sommertage in diesem Jahr gehabt. 

Ich hoffe, der Sommer weiß nicht, dass wir darüber eine Statistik führen. Er ist der einzige, der zum Sommeranfang nicht bereit ist. Mit aktuell 12 Grad kann er keinen Blumentopf gewinnen. Immerhin regnet es endlich mal.

Aber für nächste Woche verspricht der Wetterfrosch Sommerwetter. Dann können die Schmetterlinge wieder den Lavendel umflattern.



In den letzten Wochen war es nicht nur sonnig und warm, es hat auch fast gar nicht geregnet. Noch nie habe ich so viel gießen müssen. Dem Lavendel im Kiesbeet macht die Trockenheit nichts aus.




Die Hortensien blühen in diesem Jahr besonders üppig. Aber ohne Wassergaben würden sie die Trockenheit nicht überstehen. Die Bauernhortensie, die dummerweise an einem recht sonnigen Platz steht, bekommt zusätzlich noch einen Sonnenschirm.





Wie jedes Jahr ringen wir miteinander, ob die Blüten nun rosa oder blau werden sollen. Und wie jedes Jahr steht es unentschieden. Trotz mehrmaliger Gabe von Alaun sind nicht alle Blüten blau, aber die Mischung gefällt mir ganz gut. 



Den Funkien macht die Trockenheit erstaunlicherweise auch nichts aus. Dafür aber wohl den Schnecken. Bisher gibt es nur wenige Fraßspuren an den Pflanzen. Ich bin nicht traurig darüber  😊.




Da wir das Wochenende wohl im Haus verbringen werden, habe ich mir einen kleinen Strauß gepflückt mit Gräsern vom Feldrand und Blüten des Frauenmantels. Den Strauß habe ich in meinen Blättertopf gestellt, der wunderbar dazu passt.





Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. 
Macht es euch kuschelig.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zum Fachwerkhaus im Grünen.

Sonntag, 10. Juni 2018

Chill out Place - unser neues Zimmer im Freien

Schaut mal, mein neuer Lieblingsplatz. 




Ihr seht nichts? Ja, das ist schon mal ein Punkt, warum ich den Platz so mag. Obwohl er direkt am Hof liegt, bleibt er hinter der unscheinbaren Mauer verborgen. Ein secret place also. Zusätzlich geschützt von den Wänden der Garage und der Nachbarscheune.
Man muss schon über den schmalen Pflasterweg gehen, um mehr zu sehen.



Früher war hier die Miste, kein sehr schöner Ort. In meinem Kopf ist er das geblieben. Auch wenn da schon ewig kein Mist mehr lagert, hatte ich selten das Bedürfnis, mich auf die Bank dort zu setzen, obwohl der Blick auf das kleine Gärtchen mit dem Gingkobaum und der Kletterhortensie ganz hübsch ist.


Als wir letztes Jahr den Hof gepflastert haben, wurde auch der Bereich vor der alten Miste mitgepflastert. Den bröseligen Beton auf dem Mistplatz haben wir so belassen und mit einer Schicht Kies bedeckt. Seitdem wirkt die Ecke ganz anders und ich hatte viel Spaß, sie schön herzurichten.


 Der alte Mühlstein, der früher als Tischplatte diente, ist nun die Unterlage für eine Feuerschale.


Für den "Elefanten", ein altes Eisenteil aus der Schmiede, von dem niemand mehr weiß, was es mal war, haben wir wieder eine Mauer aus alten Backsteinen aufgestapelt.




Ebenso aus alten Backsteinen bestehen die "Beine" der Bank. Die Sitzfläche ist aus den alten Pfosten der Sichtschutzwand zum Nachbargarten entstanden. Die hatten wir vor zwei Jahren ersetzt. Die alten Pfosten standen seitdem nutzlos herum. Fünf Pfosten sind nun mit zwei Latten auf der Unterseite miteinander verschraubt und bieten Sitz- und Ablagefläche. Ein schönes und praktisches Recycling, denke ich.



Am liebsten sitzen wir aber in den neuen Sesseln, die tatsächlich sehr bequem sind (mein Mann hatte da seine Zweifel 😉).




Ein paar Pflanzen dürfen natürlich nicht fehlen in unserem Freiluft-Wohnzimmer. Der Olivenbaum ist umgezogen in einen Kunststofftopf und lässt sich endlich leichter transportieren. Sein schwerer Terracottatopf wird nun von einem Ziergras bewohnt und bleibt im Winter dort stehen.

Vor der Umgestaltung wuchsen in allen Ritzen der alten Betonfläche Polsterglockenblumen (schaut mal hier). Zur Blütezeit sah das sehr verwunschen aus und der Anblick wird mir ein wenig fehlen. Aber alles hat seine Zeit, und dass wir den Platz nun richtig nutzen können, freut mich schon sehr.



Schon wegen der Feuerschale ist der Platz perfekt, um an lauen Abenden draußen zu sitzen. Laternen, Kerzen und die Solarkugel im Olivenbaumtopf sorgen für eine romantische Beleuchtung.













Ich hoffe, dieser Sommer beschenkt uns weiterhin mit vielen milden Abenden, damit wir unseren Feuerplatz ausgiebig genießen können.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Heike


Unser neues Stück Gartenglück verlinke ich zur Gartenglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang.

Die Gießkanne, die Kissen mit Blättermotiven, das Metalltablett und der Metalltopf auf der Bank sowie die Ziegelform aus Holz sind aus dem Schmiedegarten-Shop.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Juni-Kränze

Kaum ist der Mai vorbei, ist die Gärtnerin mit der Schere unterwegs, um die vielen Stauden zurückzuschneiden, die bereits verblüht sind. Akelei, Zierlauch, Wieseniris und ein Teil der Storchschnäbel haben ihre Blütezeit leider schon beendet. Die abgeschnittenen Samenstände sind viel zu schade für den Kompost. Ich mache daraus gerne Kränze.





Dieser Kranz ist aus den verblühten Akelei entstanden. Die säen sich gerne selbst aus. Damit es nicht noch mehr werden, schneide ich immer alle Samenstände ab. Für den Kranz habe ich wieder mein Kranzsteckdingens benutzt, das ich hier schon mal gezeigt hatte.




Wo der Kranz nun hängt, zeige ich euch demnächst. Es gibt nämlich einen neuen Sitzplatz hier.




Die verblühten Kugeln des Alliums habe ich in einen alten Kranz aus Weinreben gesteckt. Der Kranz ist nicht so ganz rund, gefällt mir aber auch gut. Er hängt nun geschützt unter dem Dach der Schmiede.




Von der großen Hofpflasteraktion im letzten Jahr ist noch ein Stapel alter Steine übrig geblieben. Sobald ich mal genug Zeit habe, wird damit ein kleiner Gartenweg gepflastert. Bis dahin tu ich so, als wäre der Stapel nur dafür da, das große Blechtablett samt Hortensie und Gießkannen zu präsentieren 😏.





Liebe Grüße
Heike

Sonntag, 27. Mai 2018

Ein Korb voll Blüten

Die Einfahrt zum Hof schmückt sich seit kurzem mit exotischem Blütenschmuck. In einem großen Korb wächst dort nun ein asiatischer  Blüten-Hartriegel (Cornus kousa). Die Schönheit heißt Satomi.



Die Blüten, die nicht so viel Sonne abbekommen, sind fast weiß. Aber die meisten haben ordentlich Rouge aufgelegt.







Diese wunderschönen Blüten sind übrigens gar keine, sondern Hochblätter. Die eigentliche Blüte ist der kleine Knubbel in der Mitte. 





Aus diesen winzigen Blüten entwickelt sich eine erdbeerähnliche Frucht, die essbar ist. Ich bin gespannt, wie sie schmecken.






Unterpflanzt ist der Hartriegel mit blauen Fächerblumen. Und natürlich wachsen die Pflanzen nicht direkt in dem Korb, sondern in einem Kunststoffkübel. Der Korb hat Rollen und wenn es im Winter zu kalt wird, rollen wir ihn in den Schuppen.



Meinen Post verlinke ich zur Gartenglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang. Die beiden haben einen wunderschönen riesigen Blüten-Hartriegel in ihrem Garten. Schaut doch mal dort vorbei.
Ich hoffe, mein Hartriegel wächst nicht gar so schnell und kann noch eine Weile in seinem Topf bleiben.

Habt einen schönen sonnigen Sonntag.
Liebe Grüße
Heike


Sonntag, 13. Mai 2018

Wonnemonat Mai

Der Mai meint es sehr gut mit uns. Dank des wunderbaren Wetters blüht es an allen Ecken und Enden.  



Die Korkenzieher-Akazie blüht so üppig wie nie. Das hätte ich beinahe gar nicht bemerkt, da die meisten Blüten ganz oben hängen. Und der Baum ist uns in den letzten Jahren etwas über den Kopf gewachsen.



Heute ist auch schon die erste Rose aufgeblüht. Es ist die Rose de Resht, eine alte Rose mit einem wunderbar intensiven Duft.




Man sieht es dem Garten noch nicht an, aber es ist tatsächlich schon wieder viel zu trocken. Der Gewitterregen letzten Donnerstag war der erste nennenswerte Niederschlag seit vier Wochen. 





Falls mich heute morgen jemand beobachtet hat, wie ich die Kiesfläche unter dem Balkon (und auch den Rasen davor) mit dem Staubsauger bearbeitet habe, hat er wohl etwas an meinem Geisteszustand gezweifelt. Aber die vielen Blüten des Blauregens hatten einen dichten Teppich gebildet und mussten irgendwie entfernt werden.



Ich kann gar nicht verstehen, dass mittlerweile so viele Menschen ihre Gärten unter einer Schicht Steine begraben und denken, dass das pflegeleicht ist. Man kann dort weder mit Besen noch mit dem Rechen arbeiten. Bei den federleichten Blüten der Glycine war aber der Staubsauger sehr hilfreich. Beim Herbstlaub funktioniert das leider nicht.



Aus den Blüten des Blauregens haben sich unzählige winzige Samenschoten gebildet. Ich glaube aber nicht, dass die alle auswachsen. Da wird sicher noch einiges zu Boden fallen.

Zum Schluss möchte ich euch noch unsere neuen Nachbarn vorstellen. Auf der anderen Seite des Bachs sind fünf kleine Ziegen eingezogen. Manchmal halten sie mich wohl für ihre Mama. Sie können ganz herzzerreißend rufen 😀.







Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Liebe Grüße
Heike

Mein Gartenglück verlinke ich wieder zum Fachwerkhaus im Grünen.