Freitag, 24. Mai 2019

Überfluss

Es klappt also doch noch mit dem Regen. Das, was Anfang der Woche vom Himmel fiel, war eigentlich schon zu viel.  Am Dienstagmorgen war unser sonst so harmlose kleine Bach kurz davor, sich im Garten auszubreiten. Da war ich mal wieder froh, dass das Bachbett so tief liegt. Als ich mittags diese Bilder gemacht habe, lag der Pegel schon wieder einen halben Meter tiefer.





Der Baum, der im Winter umgefallen war und quer über dem Bach lag, ist weg. Manche Probleme lösen sich alleine. Dafür hat das Wasser hinter unserem Schuppen ein Stück vom Ufer weggerissen und der Bach kommt nun dem Fundament bedenklich nahe. Ich hätte gern den Baum zurück.




Der Brunnen ist endlich voll Wasser und die Pflanzen sind picobello sauber.




Im großen Beet am Bach tummeln sich dieses Jahr so viele Zierlauchblütenbälle wie noch nie, fast alles sind Sämlinge. 




Aber wie gewonnen, so zerronnen. Fast täglich liegt ein Blütenstängel auf dem Boden. Die dazugehörige Zwiebel haben die Wühlmäuse gefressen. Die Blüten kommen in die Vase und die Biester wünsche ich auf den Mond.





Aber was soll's. Es ist Mai und wir genießen den Frühling. Geregnet hat es allerdings erst mal genug.


Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Dienstag, 14. Mai 2019

Die kalte Sophie

Nach dem letzten Supersommer und dem milden Winter habe ich irgendwie gedacht (und wohl auch gehofft), das geht jetzt so weiter. Sonst wäre ich sicher nicht auf die Idee gekommen, Anfang April die zarten Männertreu, die ja in einem Gewächshaus aufgewachsen sind, auf das neue Apfelbaumbeet zu pflanzen. Sie sehen recht jämmerlich aus nach ein paar frostigen Nächten im April.




Und nun auch noch die Eisheiligen. Zum Glück gab es nur leichten Frost und ich hoffe, dass morgen mit der kalten Sophie, der letzten der Eisheiligen, der Spuk nun endlich vorbei ist. Ich hätte jetzt schon Lust auf warmes Frühlingswetter. Und geregnet hat es eigentlich auch erst mal genug.



Den meisten Pflanzen macht der Frost nichts aus. Bei dem kühlen Wetter halten die Blüten sogar länger als bei Hitze. Eine Tulpenblüte will sich scheinbar gar nicht verabschieden.




Ich weiß gar nicht wo diese Tulpen herkommen, warum sie so dicht neben der Taglilie stehen und warum die Wühlmäuse sie nicht gefressen haben. Ich warte nun, dass ich die Tulpen ausgraben und der Taglilie wieder Luft verschaffen kann. Überhaupt muss diese Stelle neu bepflanzt werden. Von der Schaumblüte, die mal die ganze Fläche bedeckt hat, hat der letzte Sommer nicht viel übrig gelassen. 




Es ist immer wieder schön anzusehen, wenn die Farnblätter sich entfalten.




Das Salomonsiegel musste ich letztes Jahr vor den Wühlmäusen retten. Die Pflanzen sind noch klein, aber jede schmückt sich mit vielen schönen Blüten. Wisst ihr, dass das Salomonsiegel magische Kräfte hat? Mit ihm soll man alle Türen und Schlösser öffnen können. 




Frieda hat den Katern aus der Nachbarschaft nun klargemacht, dass der Garten ihr Revier ist. Da bleibt sie nun auch schon mal nachts draußen, damit die Jungs nicht übermütig werden. Sie hat so ein dickes Fell, ihr kann die kalte Sophie nichts anhaben. 




Tschüss Sophie,
am Donnerstag kommt der Frühling zurück!

Liebe Grüße
Heike

Dienstag, 30. April 2019

Tschüss April




Er hatte so einige Überraschungen im Gepäck, dieser April. Anfang des Monats gab es ein paar frostige Nächte und prompt waren mal wieder fast alle Blüten der Glyzine erfroren. Auch die Bauernhortensien hat es erwischt. Ich fürchte, die werden dieses Jahr auch nicht blühen.



Mitte des Monats wurde es dann warm. Sommerlich warm sogar, herrlich. Da machte sich dann aber auch schnell bemerkbar, dass es schon wieder viel zu trocken ist. Täglich war ich mit der Gießkanne unterwegs und fühlte mich in den letzten Sommer zurückversetzt. 



Der Bärlauch bekam merkwürdige Flecken. Ich dachte mir nichts dabei, schließlich war seine Zeit fast abgelaufen. Aber dann bekamen einige Blätter vom Zierlauch auch so kleine orangene Stellen. Und die fast schon verwelkten Blätter der Schneeglöckchen waren voll davon.



Ein Rostpilz! Betroffene Pflanzenteile entfernen, so lautete die Empfehlung. Zwei Nachmittage kämpfte ich mich durch den ganzen Garten auf der Jagd nach Bärlauch und Schneeglöckchen. Am Ende hatte ich neun Körbe voll Grünzeug. Uff! 



Die vielen Zierlauchpflanzen, die kurz vor der Blüte stehen, habe ich aber nicht entfernt. Sie werden nun jeden Tag inspiziert und nur die Blätter mit Pilzbefall schneide ich ab.



Jetzt, da wir auch mal entspannt im Garten sitzen, fehlt uns immer mehr der alte Apfelbaum als Sicht- und Sonnenschutz. Das wird dauern, bis wir uns daran gewöhnt haben. Natürlich gibt es nun einen neuen Baum (der dünne Spargel oben im Bild). Den ganzen Winter hab ich nach dem perfekten Baum gesucht, der schnell wächst, aber nicht zu groß wird. Der hübsch aussieht und blüht, aber keine Sauerei macht, die ich mühsam entfernen muss. Kein Exot, sondern einer, der nicht gleich im ersten Winter erfriert. Ich habe ihn nicht gefunden. Letztendlich habe ich mich ganz spontan für Robin Hill entschieden. Eine Felsenbirne, die ich gleich zu Anfang ausgeschlossen hatte, da ich ja einen Baum und keinen Busch wollte. Aber diese hat einen hohen Stamm und wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft zu einem hübschen Baum herangewachsen sein. 


Die Lücken, die der letzte Sommer im Rasen hinterlassen hat, haben die kleinen Wilden erobert. Das ist nicht schlimm, schließlich ist unser Rasen genaugenommen gar kein Rasen, sondern eine gemähte Wiese. Am liebsten mag ich die kleinen Gewitterblümchen, die eigentlich Ehrenpreis heißen.



Der Rhododendron blüht. Er will mich immer ärgern mit seinen rosa Knospen. Das hat aber nur beim ersten Mal funktioniert. Jetzt warte ich einfach auf die wunderschönen weißen Blüten 😏.




Die letzten Tage brachten dann doch noch den ersehnten Regen. Die Gießkanne hat Pause und wir tanzen in den Mai.


Liebe Grüße
Heike

Meinen April-Rückblick schicke ich zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Samstag, 20. April 2019

Fröhliche Eiertage

Heute fand wieder unsere traditionelle Familien-Ostereier-Färbeaktion statt. Wie immer hat es allen von Oma bis zu den erwachsenen Enkeln viel Spaß gemacht. 





Wenn Ostern so spät ist wie dieses Jahr, finden sich im Garten natürlich ganz viele Blätter und Blüten, mit denen wir die Eier verzieren können. Wie wir das machen, hatte ich hier schon mal erzählt.



Jeder hat so seine Lieblingsmotive, die unbedingt dabei sein müssen. Ich mag sehr gern die Blätter von Winterlingen und Lerchensporn. Am Ende fangen wir dann an, zu experimentieren. Und dann machen wir auch schon mal einen Schmetterling mit Teufelshörnern und ganz zufällig entsteht der Hashtag Osterhase 😁.






Ich wünsche euch ein wunderschönes Osterfest. Bei diesem herrlichen FrühlingsSommerwetter sollte das nicht schwerfallen, nicht wahr?


Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Frühlingsglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Dienstag, 16. April 2019

Glasgrün

Beim ersten Trödelmarktbesuch in diesem Jahr fand ich zwei Glasballonflaschen. So schmutzig, dass ich mir nicht sicher war, ob ich sie sauber bekommen würde. Dank Spülmaschinenreiniger war das aber kein Problem und nun strahlen die beiden fast wie neu.




Ich hätte die beiden Flaschen gern ins Wohnzimmer gestellt, aber das kräftige Grün passt da gar nicht. Sie fanden ihren Platz schließlich im Flur. Allerdings musste dafür meine Osterdeko weichen, die da schon seit Wochen stand (kann man hier noch mal nachlesen). Außerdem habe ich die Glasplatte des Tischchens durch ein altes Shabbybrett ersetzt. Das ist etwas größer und so konnte auch der alte Koffer bleiben.



Der Kranz ist aus Olivenzweigen gebunden. Nachdem ich meinen Olivenbaum letztes Jahr in einen größeren Topf gepflanzt hatte, ist er wie verrückt gewachsen und musste etwas gestutzt werden.




Der Wunsch nach zwei Glasballonflaschen fürs Wohnzimmer wurde mir dann doch noch erfüllt. Schon beim nächsten Flohmarktbesuch wurde ich fündig. Und die passen nun mit ihrem zarten meergrün farblich ganz perfekt.






Auch hier musste meine Osterdeko den Platz räumen, aber natürlich sind wir nun nicht ganz ohne. Die Etagere mit dem Emu-Ei fand einen anderen Platz und in der Küche tummeln sich verschiedene Eier unter den beiden Glasglocken. 



Und mehr braucht es in diesem Jahr auch gar nicht. Das Osterwetter soll so wunderbar werden, dass wir sicher die meiste Zeit draußen verbringen werden.

Liebe Grüße
Heike

Mittwoch, 10. April 2019

Pflanzen für das Sonnenbeet

Ich würde euch ja gerne das Bild zeigen, das ich von meinem neuen Beet im Kopf habe. So, wie es mal werden soll. Aber aller Anfang ist klein. Und wie ihr seht, sieht man noch nicht sehr viel.




Damit ich es nicht vergesse im Lauf der Zeit und weil es den einen oder anderen vielleicht interessiert, hier nun die Liste der Gräser und Stauden, die ich gepflanzt habe:

1 x Sandrohr/Reitgras (Calamagrostis x acutiflora "Karl Foerster")
4 x Spanischer Mannstreu (Eryngium bourgatii)
3 x Astlose Graslilie (Anthericum liliago)
6 x Blüten-Salbei (Salvia nemorosa "Merleau Blue")
6 x Hornkraut (Cerastium tomentosum "Silberteppich")
9 x Federgras (Stipa tenuissima "Ponytails")

Nachdem der Apfelbaum weg ist, ist das Beet nun der sonnigste Platz im Garten. Deshalb habe ich darauf geachtet, dass die Pflanzen Sonne und auch trockeneren Boden mögen. Sie fühlen sich im Apfelbaumbeet hoffentlich so wohl, dass das bald so aussieht, wie ich es mir vorstelle.



Damit es erst mal nicht so kahl wirkt, habe ich in die Lücken viele kleine Lobelien (Männertreu) gepflanzt.



Das Federgras wiegt sich ganz anmutig schon im kleinsten Windhauch. Es soll sich ja gerne selbst aussäen. Ich hoffe mal, dass es die Grenzen seines Beetes respektiert. 

Der Rest vom Stamm des alten Apfelbaums war ja schon ziemlich hohl. Ich habe Kies rein gefüllt und Zitronenthymian in die Löcher gepflanzt. 




Nun braucht es also nur noch Geduld. Ich bin sehr gespannt, ob alle Pflanzen anwachsen und wie das Beet im Sommer aussehen wird. 


Liebe Grüße
Heike




Freitag, 22. März 2019

Baustellen

Das Wetter war in den letzten Wochen so wechselhaft mit Regen, Schnee und Graupelschauern, mit Sonnenschein und Nachtfrösten und mit viel Sturm. Auf der Obstwiese wurde ein alter Apfelbaum entwurzelt und ich habe den schönsten Regenbogen meines Lebens gesehen.


Auf meiner Gartenbaustelle, dem neuen Apfelbaumbeet, ging es nur langsam stückchenweise vorwärts. Aber nun liegt die letzte Reihe mit alten Ziegelsteinen und ein paar Feldsteinen dazwischen und mein Vorrat an Erde reichte, um das neue Beet aufzufüllen. 




Die Schlechtwetterphasen habe ich genutzt, um die Bepflanzung des Beetes zu planen. Es wird eine Mischung aus Gräsern und Stauden werden, die den jetzt so sonnigen Platz mögen und auch mit Trockenheit klarkommen. Mit der notwendigen Anzahl der Pflanzen tat ich mich sehr schwer. Ich habe dann den Bedarf Pi mal Daumen geschätzt und für jede Pflanze einen entsprechend großen Kreis aus alten Zeitungen ausgeschnitten (die Pflanzen halten sich hoffentlich an die genannte Wuchsbreite).


Die Kreise habe ich dann auf dem Beet verteilt und wie man sieht, hatte ich den Bedarf doch etwas unterschätzt. Da musste ich meine Liste noch mal überarbeiten.




Bis die Pflanzen hier eintreffen, gibt es noch einiges zu tun im Garten.  Wie gut, dass der Frühling auch entsprechend frühlingshaftes Wetter mitgebracht hat. Während ich im Garten so still vor mich hin werkele, steppt auf der anderen Seite des Hauses der Bär. Auf dem Hof steht ein großer Kran, denn das Dach braucht neue Ziegeln. Wie gut, dass ich dabei nicht helfen muss 😁.


Liebe Grüße von den Baustellen
Heike

Verlinkt zum Fachwerkhaus im Grünen.