Freitag, 27. Januar 2023

Grau in grau

Der Januar ist so gar nicht mein Monat. Dabei hat er ja wettermäßig ganz vielversprechend begonnen. Die Sonne verlockte zu ersten Gartenarbeiten. Es juckt schon sehr in den Fingern. Doch dann wurde es kalt, trüb, nass, einfach ungemütlich. Trotzdem zeigen sich im Garten schon einige Frühblüher.









Einige (nicht alle) superfrühe Allium sind schon während der Frostperiode im Dezember erfroren. Ich habe jetzt noch mal ein paar übriggebliebene Zwiebeln nachgepflanzt. vielleicht wird das noch was.






Im Dezember habe ich einen Meisenknödelhalter gekauft. Mit vier Knödeln bestückt habe ich ihn an einen Haken vorm Hühnerhaus gehängt. Am nächsten Morgen war er spurlos verschwunden. Ich war mir sehr sicher, ihn wirklich aufgehängt zu haben und einen zweibeinigen Dieb kann man auch ausschließen. Wir tippen also auf einen Waschbären als Übeltäter. Ich hab einen neuen Halter gekauft und so aufgehängt, dass er nicht einfach abgenommen werden kann. Am nächsten Morgen hing er noch, aber die vier Knödel waren weg. Den Knödelhalter hab ich dann mit einer Eisenkette an die Dachrinne vom Schmiedenvordach gehängt. Am nächsten Morgen hatte der Dieb die Kette hochgezogen, der Halter hing oben auf der Dachrinne, die Knödel waren weg. Ich war kurz davor aufzugeben, hatte dann aber die Idee, ein Gegengewicht anzubringen. Das sieht jetzt etwas verrückt aus, funktioniert aber tatsächlich (und ich bin erleichtert, dass ich doch schlauer bin als der kleine Dieb 😉). Die Vögel freut es auch. Der erste Meidenknödelhalter ist immer noch spurlos verschwunden.




Dekomäßig bin ich gerade auch sehr faul. Tatsächlich leuchten hier noch ein paar Sterne. Aber solange sich die Sonne nicht blicken lässt, sollen wenigstens die Sterne leuchten.




Der Weihnachtsbaum liegt völlig platt auf dem Balkon und ein bisschen Schnee hatten wir auch. Und das war jetzt wirklich alles, was ich erzählen kann.






Liebe Grüße
Heike

Samstag, 24. Dezember 2022

Weihnachtsgrüße

Was soll ich sagen? Wie jedes Jahr kam Weihnachten so plötzlich. Die Geschenke hab ich kurz vor knapp besorgt. Wieso braucht man zum Weihnachtsfest so viel mehr Lebensmittel als sonst? Es war ein bisschen hektisch die letzten Tage. Aber so wie jedes Jahr findet sich am Ende alles. Manche Fragen lassen sich wohl nie beantworten, aber wir sind nun bereit für das Fest (und sollte ich doch was vergessen haben, wird es wahrscheinlich niemand merken).







Da das Wetter erst so frostig kalt war und dann mild, aber ziemlich nass, hatte ich keine Gelegenheit, Tannengrün für unseren geschmiedeten Weihnachtsbaum zu holen. Ich habe die vier Ringe des Baums dann mit dem umwickelt, was im Garten zu finden war. Keine Tanne, dafür Eibe, Wacholder, Lebensbaum, Efeu, Haselnusszweige, Kirschlorbeer und Hortensienblüten. Mir gefällt es so gut, dass ich beschlossen habe, dieses Jahr auf die Kugeln zu verzichten.








Wer gerne wissen möchte, wie der Baum in früheren Jahren aussah, schaut mal hier.






Ich wünsche allen, die hier vorbei schauen, ein friedvolles und fröhliches Weihnachtsfest.


Liebe Grüße

Heike

Freitag, 18. November 2022

Goldener November

Wer hätte das gedacht, dass der November auch so sonnig und warm sein kann. Zumindest die erste Monatshälfte. Vorgestern dachte ich noch beim Anblick von Adventskränzen aus frischem Tannengrün: "So ein Quatsch, die haben keine Nadeln mehr am 1. Advent." Ja nun, gefühlt ist Weihnachten für mich ungefähr in 2 - 3 Monaten. So gesehen ist es vielleicht ganz gut, dass es heute novembergrau und nass ist und der Wetterbericht von einem dramatischen Wintereinbruch am Wochenende spricht.  Vielleicht rückt das mein Zeitgefühl wieder zurecht.

Bevor nun also die schönen Herbstfarben verschwinden, will ich noch ein paar Bilder hier deponieren.






Manche Pflanzen denken wohl, wir hätten schon Frühling. Es blüht so einiges im Garten.










Viele Frühjahrsblüher stecken schon ihre Blätter aus der Erde. Der Allium "Summer Drummer" ist besonders vorwitzig. Aber das macht er jedes Jahr, er scheint zu wissen, was er tut.



Der Hallimasch, der den alten Apfelbaum auf dem Gewissen hat, tobt sich immer noch an dem Stumpf aus. Der ist nun schon sehr ausgehöhlt. Das macht mir schon Sorgen, denn der Pilz macht auch vor jungen gesunde Bäumen und Sträuchern nicht halt. Aber er ist nun einmal da und es gibt nichts was man dagegen tun kann. Also warten wir ab, was passiert.



Dieser Herbst war schon ganz besonders. Es könnte so bleiben (sag ich immer, aber ich brauche wirklich keinen Winter).










Liebe Grüße
Heike




Mittwoch, 2. November 2022

Toller Herbst

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich das mal sage. Und nach der Vollbremsung, die dieser Sommer hingelegt hat und dem usseligen September hatte ich keine Lust auf Herbst. Immerhin brachte der September hier 106 Liter Regen auf den Quadratmeter und fast alle Gartenpflanzen haben sich unglaublich schnell von der Dürre und Hitze des Sommers erholt. 





Und dann kam der Oktober!!! 

Warm und sonnig hat er den Garten in knallbunte Farben gekleidet. Schon wieder ein Wetterrekord und knapp 50 Liter Regen waren sicher nicht genug. Aber wie kann man so tolles Wetter nicht genießen?





Der Eisenholzbaum, den ich im Frühjahr gepflanzt habe, hat eine tolle Färbung von gelb bis pink.




Auch der Amberbaum zeigt sich dieses Jahr bunt. In den letzten Jahren waren die Blätter stark von einem Pilz befallen, so dass die Herbstfärbung ausfiel. Dieses Jahr ist der Pilz nicht so massiv, vielleicht durch den trockenheißen Sommer. Bisher konnte mir niemand sagen, was das für ein Pilz ist, denn Amberbäume sind IMMER gesund. 




Mein neues Beet, von dem ich im letzten Post erzählt hatte, ist noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch einige Pflanzen und auch Steine und wahrscheinlich werde ich die Form noch mal leicht verändern. Aber das hat Zeit bis zum Frühling.








Der Oktober malt mit den schönsten Farben.










Das Wetter darf gerne so bleiben (bis zum Frühling bitte). Der November hat bestimmt noch ein paar bunte Farben im Gepäck.







Liebe Grüße

Heike


Freitag, 9. September 2022

Neuigkeiten

Keine falschen Erwartungen bitte. Es gibt hier nichts weltbewegend Spektakuläres. Aber ein paar Kleinigkeiten, die mich gerade erfreuen.





Zunächst einmal: Es hat geregnet! Verschwenderische 15 Liter je Quadratmeter. Das ist doch schon mal was. Es ist nicht mehr so heiß und ein paar Wölkchen sorgen gelegentlich für Schatten. Das kann so bleiben.




Im Frühjahr hatte ich hier ja schon mal erzählt, dass ich einen Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch gepflanzt habe. Er ist gut angewachsen und blüht nun. Kleine weiße Blüten, die leicht duften.




Auch neu im Garten ist die Aster divaricatus "Tradescant", eine Waldaster. Sie hatte kein Problem mit der Trockenheit, steht aber auch etwas schattig. Sie blüht schon eine Weile und sieht richtig toll aus.




Zum allerersten Mal hab ich eine Große Blaue Holzbiene im Garten entdeckt. Ein wirklich beeindruckendes Insekt. Sie kommt jetzt öfter und mag offensichtlich den Sommerflieder, die Bartblume und die Blauraute. Man hört sie schon vom weiten, weil sie wirklich laut und tief brummt.




Mitten im Sommer habe ich mich zu einem Spontankauf verleiten lassen (zum Frühstücken ins Gartencenter zu fahren ist immer ein Risiko). Hier wächst nun eine Kaukasus-Eiche (Quercus pontica). Sie soll nur 1,50 m hoch werden, hat aber riesige Eicheln, die gerade abfallen.






Beim Apfelbaumbeet gibt es nichts Neues. Es hat ziemlich unter der Trockenheit gelitten und deshalb habe ich beschlossen, dass wir mehr Schatten bauchen. Hier kommt also doch wieder ein Baum hin. Ich werde berichten.




Von meiner letzten Neuigkeit gibt es hier nur ein Teilfoto. Ich habe nach langen Überlegungen nun doch ein Beet unter dem Apfelbaum angelegt. Noch ist es nicht ganz fertig und auch nicht bepflanzt, aber ich denke, es wird gut.



So, das war es erst mal. Mir fällt grad nichts mehr ein.


Liebe Grüße

Heike


Donnerstag, 25. August 2022

Was für ein Sommer


Mit etwas Abstand sieht der Garten noch ganz gut aus. Aber die Dürre hat deutliche Spuren hinterlassen. Im August hatten wir bisher erst 6 Liter Regen auf den Quadratmeter (im Juli 39 und im Juni 29). Das ist für viele Pflanzen nicht genug. Die Hitze und die sengende Sonne belasten die Pflanzen noch zusätzlich.



Der Wetterbericht ist auch keine Hilfe mehr. Immer wieder lösen sich vorhergesagte Regenfälle in nichts auf.
Wasser aus dem Bach zu entnehmen, ist schon seit Juni verboten. Gegossen werden nur noch die Pflanzen, die ohne Wassergabe vertrocknen würden. Das sind natürlich die Topfpflanzen, die verschiedenen Hortensien im Garten und die Neupflanzungen von diesem Jahr.



Die Hortensien in Töpfen stehen dieses Jahr erstmals an einem vollschattigen Ort, weil sie drei Stunden Sonne am Nachmittag nicht ausgehalten haben. 



Die Rispenhortensien sind von allen Hortensien noch am genügsamsten. Wassergaben brauchen sie aber auch. Ihre Blüten sind deutlich kleiner als letztes Jahr.



Die Endless Summer-Hortensie sieht schlimm aus. Ihre Blüten verbrennen in der Sonne.





Auch eigentlich robuste Pflanzen wie Frauenmantel, Clematis, Verbenen oder Sommerflieder bleiben kleiner als sonst oder haben kleinere Blüten. Die Astilben sind vertrocknet, die Farne haben braune Spitzen, auch die Funkien sehen recht jämmerlich aus.




Es gibt aber auch Pflanzen, denen Trockenheit und Hitze nicht schadet. Lavendel, Salbei, Wollziest, Fenchel, Blauraute und auch die Gräser habe ich noch nicht gießen müssen. Den Rosen geht es auch gut.



Ich denke, wir werden uns an solche trockenen und heißen Sommer gewöhnen müssen. Die Bepflanzung des Gartens wird sich verändern. Zierpflanzen mit künstlicher Bewässerung am Leben zu halten, kann nicht die Zukunft sein. Wir brauchen also mehr Pflanzen, die langanhaltende Trockenheit und Hitze aushalten, in einem dann doch mal wieder verregneten Sommer nicht rummotzen und heldenhaft Frost und nasse Füße im Winter ertragen. Das wird spannend werden.


Die Blauraute begeistert mich gerade sehr. Ihre leuchtende Farbe überstrahlt das ganze Braun im Garten.

Liebe Grüße
Heike