Sonntag, 2. August 2020

Wilde Möhre an Schafgarbe

Und noch eine Prise Wiesenknopf dazu. Raus kommt dabei nicht ein leckeres Gericht (vitaminreich und vegan trotz Schaf), sondern ...




... ein Kranz. 
Wenn die wilden Möhren verblühen, sehen sie aus wie kleine Nester. Die halten sich sehr gut im getrockneten Zustand. Die zarten Blüten werden allerdings recht unansehnlich. Deshalb habe ich für meinen Kranz Blüten der Schafgarbe verwendet. Die dunkelroten Wiesenknopfblüten passen sehr gut dazu.





In letzter Zeit habe ich schon einige Kränze gewickelt. Einer nur aus Schafgarbenblüten hängt im neuen Außenwohnzimmer. Die Blüten haben nicht gereicht, weshalb der Kranz offen ist. Aber wo steht geschrieben, dass ein Kranz komplett gewickelt sein muss?



Dann hab ich natürlich wieder aus den Frauenmantelblüten zwei Kränze gewickelt. Da hab ich noch keinen Platz für, aber ich werde wohl mal den ersetzen, der schon mindestens 4 Jahre im Treppenhaus hängt. Der ist mittlerweile ganz braun, passt so aber perfekt zu den Bildern drumrum. Allerdings darf man ihn nicht berühren, dann bröselt er.



Da dieses Jahr die Jungfern im Grünen so üppig geblüht haben, habe ich aus den Samenkapseln einen Kranz gebunden. 






Die Kapseln haben ihre schöne Farbe behalten, verlieren aber noch jede Menge schwarze Samenkörner.

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich meine Kränze immer liegend trockne, damit sie eine schöne Form behalten. Wenn sie lange ansehnlich bleiben sollen, sollte man Sonne, Regen und Wind von ihnen fernhalten. Deshalb hängt der Jungfernkranz nun im alten Bilderrahmen im Wohnzimmer.



Wie ich meine Kränze binde, hatte ich hier schon mal gezeigt.

Letzte Nacht hat ein Gewitter einen kurzen, aber heftigen Regen gebracht. Ich werde jetzt erst mal die Annabelle-Hortensien wieder aufrichten.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Sommerglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.



Sonntag, 26. Juli 2020

Lila Lavendel

Mit den großen Lavendelfeldern der Provence können meine paar Sträucher natürlich nicht mithalten, aber ein bisschen Urlaubsfeeling bringen sie schon in den Garten. 





Auf dem Kugelbeet haben sie gute Wachstumsbedingungen, die Kiesschicht ist nämlich 30 cm dick. Da gibt es keine nassen Füße, was in einem normalen Staudenbeet ja doch mal vorkommt und dem Lavendel gar nicht gefällt. 


Der große Lavendel ist schon einige Jahre alt und macht mittlerweile der Kugelkönigin Konkurrenz. Zumindest, bis ich demnächst die Blüten abschneide, die sind nämlich nun fast verblüht.






Ich schneide die Blütenstiele ab bis dahin, wo die Blätter beginnen und bringe die Sträucher dabei gleich in eine schöne Halbkugelform. Erst im nächsten Frühling werden die Lavendel dann noch mal kräftig zurück geschnitten. In diesem Frühjahr dachte ich schon, es übertrieben zu haben. Der große Strauch sah eine Weile so aus, als hätte ich ihn umgebracht. Aber Lavendel ist da wohl recht robust, wie man sieht.




Das Moos auf der Betonkugel sah gestern noch braun und vertrocknet aus. Der Regen heute Nacht hat es wieder zum Leben erweckt.




Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Sommerglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Montag, 13. Juli 2020

Schöner wohnen im Garten

Draußen auf der Terrasse sitzen und gemütlich auf dem Sofa zu lümmeln schließt sich ja mittlerweile nicht mehr aus. Ich habe in letzter Zeit so viele Bilder von Balkonen und Terrassen gesehen, die einem Wohnzimmer nicht nachstehen. Bequeme Möbel mit kuscheligen Polstern, geschmackvolle Deko und stimmungsvolle Beleuchtung. Und mit einem Teppich, zwar aus Kunstfasern gewebt, aber dennoch ein Teppich. Ich finde das ziemlich schräg. Also den Teppich, ansonsten schlich sich der Gedanke in meinen Kopf "Das will ich auch".



Prompt meldete sich diese nervige Stimme der Vernunft: "Was ist mit den Polstern, schleppst du die dauernd raus und rein? Und dann schläft die Katze auf den Polstern und die Vögel k..... auf alles und überhaupt musst du dann ständig putzen. Außerdem wird die Terrasse für den Esstisch gebraucht."
Ja ok, dann lassen wir es eben.



Dann habe ich endlich mal die Betonfläche unter dem breiten Dachüberstand der Schmiede mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet (hab ich das überhaupt schon mal gemacht?). Auf der Fläche hat jahrzehntelange Schmiedearbeit hässliche Spuren hinterlassen, die dann so richtig gut zur Geltung kamen, nachdem eine erschreckend dicke Schmutzschicht entfernt war. Besonders die dicken Kleckse, die aussehen wie Teer, sind jetzt wieder tiefschwarz.



Sauber mit Flecken oder schmutzig mit Flecken, die man dank Schmutz nicht sieht. Beides irgendwie doof.
Und dann zeigte sich, dass sich der Wunsch nach einem Outdoor-Wohnzimmer tiefer in meinen Kopf gegraben hatte als die Vernunft reicht. Die schnellste und kostengünstigste Variante der Fleckenbekämpfung ist das Abdecken, dachte ich mir. 
Ich hab jetzt also einen Teppich 🙈.



Ich finde das immer noch ziemlich schräg und traue mich kaum, mit meinen "Outdoor-Schuhen" da drauf zu treten. Mein Vater war entsetzt, ein Teppich vor seiner Schmiede?




Aber da lag er nun und verlangte nach einem passenden Umfeld. Keine Loungemöbel, die Bank muss erst mal reichen. Sie bekam etwas neue Farbe, ebenso der kleine runde Tisch. Die meisten Pflanzen standen sowieso schon unter dem Dach. Den Farn hab ich im Garten ausgegraben. 







Für alle Flecken hat der Teppich nicht gereicht, aber die schlimmsten sind nun verdeckt.
Zwei Kissen für die Bank und ein wenig Beleuchtung fehlen noch. Ich arbeite dran.
Und nun muss ich noch mal raus und die Decke reinholen. Die hätte ich beinahe vergessen 😬.


Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Sommerglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 28. Juni 2020

Sommerglück

Ende Juni, die langen Tage werden langsam wieder kürzer. Aber stopp, daran will ich noch nicht denken. Schließlich haben die großen Jungs schräg gegenüber gerade erst wieder einen Pool aus Paletten und Planen aufgebaut. Summerfeeling pur!




Das größtenteils neubepflanzte Beet sieht langsam aus wie ein Beet. Früher lag es unter dem großen Apfelbaum, nun bekommt es ganz viel Sonne. Hortensien und Funkien mussten weichen. Ein Teil der neu gepflanzten Stauden und Gräser hat es gar nicht eilig mit dem Wachsen und Blühen. Vielleicht bin ich aber auch zu ungeduldig. 




Die Jungfern im Grünen sind verblüht. Wenn ich mir ihre dicken Bäuchlein ansehe, sind das auch keine Jungfern mehr 😉. Aber die Samenkapseln sehen sehr hübsch aus und bleiben erst mal stehen.




Die Clematis, deren Namen ich vergessen habe, blüht verschwenderisch und umgarnt auch ihre Nachbarn mit ihren Blüten.
Nachtrag: Die Clematis heißt "Jenny". Ich habe sie zufällig bei der Pfälzerin entdeckt und mich wieder erinnert.







Der Spanische Mannstreu färbt sich langsam blau. Die Kombination mit dem Federgras finde ich immer noch sehr gelungen (musste ich jetzt mal so sagen).




Zum Schluss noch ein dickes rotes Ausrufezeichen. Die namenlose Rose mit dem gesündesten Laub und den haltbarsten Blüten. Dafür kann ich auch mit der eigentlich ungeliebten Farbe leben.



Kommt gut in die neue Woche und genießt den Sommer.

Liebe Grüße
Heike

 Loretta und Wolfgang sammeln das Sommerglück, schaut doch mal dort vorbei.

Sonntag, 21. Juni 2020

Turm aus Töpfen

Ein kleiner Turm, fast vollständig bewachsen mit Sempervivum, steht schon seit vielen Jahren auf unserer Terrasse.


Man kann es kaum noch sehen, aber der Turm besteht aus vier unterschiedlich großen Tontöpfen, die ich mit Abstand ineinander gestapelt habe. Die Zwischenräume sind mit Kies und etwas Gartenerde befüllt.


Die unterschiedlichen kleinen Hauswurze sind über die Topfränder hinausgewachsen und ein paar vorwitzige haben sogar ihren Turm verlassen und siedeln nun in den Fugen rundherum.


So ein Türmchen ist eine schöne Deko für sonnige Plätze und gießen muss man wirklich nur, wenn es wochenlang gar nicht regnet.


Mittlerweile ist auch der Brunnen mit Hauswurzen bepflanzt. Das ist wesentlich entpannter als ständig Wasser nachzufüllen und mal wieder eine neue Pumpe einzusetzen. Und hübsch aussehen tut es auch. Außerdem ist der alte Holzbalken schon sehr morsch, seine Tage sind gezählt.


Nachdem die letzte Woche, meine Urlaubswoche, ziemlich viel Regen brachte (75 Liter auf den Quadratmeter) freue ich mich auf die nächste Woche, die nun wirklich sommerlich werden soll.

Liebe Grüße
Heike

Samstag, 13. Juni 2020

Urlaub im Garten

Jetzt aber. Sommer! Und gleich so richtig, mit schwüler Hitze und Gewittergrollen in der Luft.
Eigenlich wären wir gerade mit Freunden in Holland. Stattdessen verbringe ich meine Urlaubstage im Garten, was aber auch sehr schön ist.


Ich beobachte die Wespe, die jeden Tag ein Röhrchen im neuen Insektenhotel befüllt. Ich bin mir nicht sicher, es könnte aber eine Lehmwespe sein. 


In dem Weidenherz unter dem Vordach vom Hühnerhaus hat ein Vogel sein Nest gebaut. Das habe ich nicht bemerkt, keine Ahnung, wer da brüten will. Ich werde mich mal auf die Lauer legen. 


Die Untergrundgärtner lassen es sich gut gehen und haben der alten Bauernhortensie böse zugesetzt. Ich habe heute gammelige Fischstücke in den Gängen vergraben. Das ist ziemlich eklig. Ich hoffe, das sehen die Wühlmäuse auch so und verschwinden hier.




Die Jungfern im Grünen (Nigella) beginnen zu blühen. Interessanterweise sind sie dieses Jahr fast alle weiß. Ursprünglich hatte ich mal nur blaue. Ich musste jetzt suchen, um eine blaue Blüte zu finden. Aber egal, ich mag die Jungfern in jeder Farbe (solange sie nicht rosa sind).








Die Waldmarbeln blühen dieses Jahr auch sehr üppig. Die kleinen Hummeln lieben sie. Es sieht sehr lustig aus, wenn sie auf den Blüten landen, denn die dünnen Halme können kaum ihr Gewicht tragen.




Ihr seht, es ist hier recht abwechslungsreich. Ich vermisse es gerade nicht, in ferne Gegenden zu reisen. 




Ich wünsche euch einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Heike


Verlinkt beim Gartenglück von Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 7. Juni 2020

Das Apfelbaumbeet

Nun also auch noch Schafskälte. Wettermäßig gibt es dieses Jahr wohl keine Beschränkungen, da nehmen wir alles mit was geht. Es ist also gerade kalt, so dass frisch geschorene Schafe sich ihr Fell zurückwünschen. Daher der Name für diese Kälteperiode, die Anfang Juni auftritt. Zum Glück nicht in jedem Jahr. Ein Trost ist, dass es in den letzten Tagen viel geregnet hat, so dass die Natur erst einmal aufatmen kann.




Als ich heute die letzten frisch gestrichenen Bretter am Balkon anbrachte, fiel mein Blick aufs Apfelbaumbeet. Kaum zu glauben, wie es sich in gut einem Jahr entwickelt hat. Die Pflanzen sind unbeschadet durch den Winter gekommen. Das Hornkraut bedrängt seine Nachbarn ziemlich heftig. Ich hätte es mehr zurückschneiden müssen. Aber die weißen Blütenwolken sehen toll aus und ich stelle mir gerade vor, das Beet wäre nur mit Hornkraut bepflanzt. 



Die Hornveilchen haben sich selbst angesiedelt, halten sich aber vorbildlich ans Farbschema.



Von den Thymianpflanzen in dem hohlen Baumstamm sind zwei im letzten Sommer vertrocknet. Ich hab sie durch Sempervivum ersetzt und hoffe, die kommen mit Trockenheit besser klar.









Ich wünsch euch einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Heike

Mein Apfelbaumbeet schicke ich zur Linkparty von Loretta und Wolfgang.