Sonntag, 21. Oktober 2018

Plan B

Rechtzeitig bevor der goldene Oktober nun wohl zu Ende geht, habe ich meine kleine Baustelle abgeschlossen. Der eigentlich recht kurze Weg zum alten Hühnerhaus hat mich schon lange geärgert. Die alten Betonplatten waren zum Teil gebrochen, in den Ritzen tummelte sich fröhlich allerlei Grünzeug und musste regelmäßig rausgepult werden. 



Beton raus, Pflastersteine rein, so war die Theorie. In der Praxis stellte sich das als nicht so einfach heraus. Zwei große betonierte Abschnitte waren allein mit Muskelkraft nicht zu beseitigen. Die waren auch gar nicht mein Problem, durften also bleiben. Der Rest war schnell geräumt, aber um eine schöne Pflasterfläche zu erhalten, hätten auch die Randsteine neu gesetzt werden müssen. Ich kann das gar nicht leiden, wenn sich aus einem vermeintlich kleinen und schnellen Projekt eine zeitaufwendige Großbaustelle entwickelt. Also habe ich mal wieder improvisiert.



Auf die Fläche kam eine dicke Schicht Kies (da habe ich noch einen guten Vorrat von). Mit den alten Betonplatten, die nicht zerbrochen waren, habe ich darauf einen Weg gelegt. Die Platten sind dick und schwer und liegen bombenfest in dem Kies. Ein paar Pflastersteine kamen an den Rand. 



Dass da nichts richtig gerade ist, fällt nun gar nicht auf und ich denke, der Weg passt viel besser zum Rest als eine gepflasterte Fläche. Plan B ist manchmal besser als Plan A.






Mit diesem Bild vom herbstrot leuchtenden wilden Wein wünsche ich euch einen schönen letzten (?) sonnigwarmen Oktobersonntag.

Liebe Grüße
Heike

Mein kleines Gartenglück schicke ich zur Gartenglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Freitag, 12. Oktober 2018

Oktober in Höchstform

Wären die Nächte nicht schon recht frisch und die Tage viel zu kurz, könnte man glauben, dass immer noch Sommer ist. Spätestens mittags hat die Sonne den Nebel vertrieben und sommerliche Temperaturen locken nach draußen.




Die Astern sind von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen belagert wie im Hochsommer. Wo die vielen Bienen auf einmal herkommen ist mir ein Rätsel. Hier gibt es keinen Imker mehr.




Und da ist auch wieder die Hummel mit dem roten Popöchen, die ich im Frühling am Blauregen beobachtet hatte. 






Die goldenen Herbstfarben leuchten in der Sonne und lassen vergessen, dass diese Farben von Vergänglichkeit erzählen.






Am Himmel ziehen die Kraniche. So wunderbares Reisewetter haben sie nicht immer. Ihr Rufen mischt sich mit dem lauten Geplapper von Papageien. Ja wirklich, hier im Dorf leben ein gutes Dutzend von den großen bunten Vögeln und wecken bei mir immer Urlaubsfeeling. Aber ich bin auch froh, dass sie nicht direkt nebenan wohnen, sie sind nämlich ganz schön laut.






Eine kleine Baustelle habe ich in Angriff genommen. Ich hoffe, dass ich sie schnell abschließen kann. Unter dem dicken Stein neben dem neuen Pflaster leben zwei kleine Feuersalamander.






Frieda genieß das wundervolle Wetter bis zum letzten Sonnenstrahl. Wie gut, dass der am Abend genau auf die Bank fällt.






Habt ein wundervolles goldenes und sommerleichtes Wochenende.

Liebe Grüße
Heike


Verlinkt zur Gartenglück-Sammlung von Loretta und Wolfgang.

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Kleine Schätze

Im Herbst werde ich zum Eichhörnchen. Es gibt einfach so viel zu finden und zu sammeln draußen. Kastanien und Nüsse, Früchte, Samenstände, getrocknete Blüten und, und, und ... 
Immer wieder trage ich meine kleinen Schätze nach Hause und überlege, wo ich sie verstecken dekorieren kann. 



Die Früchte kommen natürlich in die Obstschale, die Nüsse werden an einem warmen Ort getrocknet.
Das, was einfach nur hübsch ist, findet meist einen Platz in der Ziegelform oder in der alten Bierkiste.



Deren Inhalt ändert sich häufig. Für die Hopfenblüten und die Walnüsse mussten heute die Schneckenhäuser weichen. Die Quitten, die grün und ungenießbar vom Baum fielen, werden langsam runzlig, dafür findet sich dann bestimmt etwas Neues. Einzig die Rosen aus Eierkarton haben ein dauerhaftes Bleiberecht.






Solche kleinen saisonalen Schätze kann man natürlich auch auf einem Tablett versammeln, in einer kleinen Kiste oder einem Körbchen. 





Die spitzen Dinger sind die Füße meiner alten Holzleiter. Ich musste sie absägen, da sie sonst zu lang fürs Schlafzimmer war.  Von den Spitzen kann ich mich einfach nicht trennen, sie stehen immer irgendwo rum.




Liebe Grüße
Heike

Samstag, 29. September 2018

Der Herbst treibt es bunt

Endlich kann man wieder ohne Gießkanne durch den Garten laufen. Nach dem Regen letzte Woche haben sich die Pflanzen gut erholt. Es ist erstaunlich, dass trotz der monatelangen Hitze und Dürre jetzt doch noch so vieles blüht. Der Herbst hat tief in den Farbkasten gegriffen.


Die Endless-Summer-Hortensie macht ihrem Namen alle Ehre und hat einige neue Blüten gezaubert.


Die Bauernhortensie trägt dick Rouge auf den Wangen.



Schaut mal, so ausgelaugt sah sie Ende Juli aus.



Die Apfelbeere hat ihre leuchtend rot gefärbten Blätter schon fast alle abgeworfen. Ein schöner Kontrast zu den grünen Blättern des Alpen-Frauenmantels.





Die Rosen kümmert es nicht, dass der Sommer vorbei ist. Sie blühen ohne Ende.









Der Orientknöterich wächst nicht so groß und üppig wie in den letzten Jahren, trotzdem schaukeln viele seiner pinkfarbenen Blüten über dem Beet.






Der große Apfelbaum hat nun fast alle Äpfel abgeworfen. Diese sind mit die letzten. Ein kleines Abschiedsherz.


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Rot leuchten auch die Hagebutten und die kleine Walderdbeere.






Neben all dem Rot und Pink gibt es natürlich auch blaue Blüten ...








und weiße ...



... sogar gelbe, obwohl ich nicht weiß, wo die hergekommen sind.





Und da wir gerade bei gelb sind, die Quitten sind nun auch fast reif.



Das Purpurglöckchen "Marmelade" wartet aufs Einpflanzen. Drumherum die Farbe, die sich im Sommer sehr rar gemacht hat - ein sattes Grasgrün. Bis der Rasen überall wieder so aussieht, wird es noch dauern.



Nach all der Farbenpracht verabschiede ich mich für heute mit zwei eher unbunten Bildern.



Liebe Grüße
Heike



Verlinkt zur Gartenglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.


Sonntag, 23. September 2018

Punktlandung

Aus und vorbei. Der Supersommer ist zu Ende, Herbstanfang steht auf dem Kalender. Und zack, schon ist es kalt und ungemütlich draußen. Und es regnet! 

 




So wunderbar dieser lange Sommer auch war, mit Regen war er sehr geizig. Und nun regnet es schon seit Stunden leise vor sich hin und die Natur atmet auf. Der Regen reicht hoffentlich erst mal, um die Dürreopfer wieder aufzupäppeln. Besonders die Wiesen und die Rasenflächen im Garten sehen schlimm aus. Selbst große Bäume sind mittlerweile vertrocknet.



Wenn der Herbst nun schon mal da ist, darf er auch ins Haus einziehen. Die alten Fliegenpilze aus Glas, die ich hier schon mal dekoriert hatte (herrje, das ist auch schon wieder drei Jahre her), wollten mal wieder ans Licht. Da es hier nirgends auch nur ein Fitzelchen grünes Moos gibt, habe ich ein paar Sämlinge vom Farn in einen Topf gepflanzt. Das passt auch sehr gut zu den kleinen Pilzen und die kleinen Farne können sowieso nicht im Garten bleiben.





Es soll heute ja im ganzen Land regnen. Also machen wir es uns drinnen gemütlich. Der Herbst bringt sicher auch noch ein paar goldene Tage.

Liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Gartenglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang