Freitag, 9. September 2022

Neuigkeiten

Keine falschen Erwartungen bitte. Es gibt hier nichts weltbewegend Spektakuläres. Aber ein paar Kleinigkeiten, die mich gerade erfreuen.





Zunächst einmal: Es hat geregnet! Verschwenderische 15 Liter je Quadratmeter. Das ist doch schon mal was. Es ist nicht mehr so heiß und ein paar Wölkchen sorgen gelegentlich für Schatten. Das kann so bleiben.




Im Frühjahr hatte ich hier ja schon mal erzählt, dass ich einen Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch gepflanzt habe. Er ist gut angewachsen und blüht nun. Kleine weiße Blüten, die leicht duften.




Auch neu im Garten ist die Aster divaricatus "Tradescant", eine Waldaster. Sie hatte kein Problem mit der Trockenheit, steht aber auch etwas schattig. Sie blüht schon eine Weile und sieht richtig toll aus.




Zum allerersten Mal hab ich eine Große Blaue Holzbiene im Garten entdeckt. Ein wirklich beeindruckendes Insekt. Sie kommt jetzt öfter und mag offensichtlich den Sommerflieder, die Bartblume und die Blauraute. Man hört sie schon vom weiten, weil sie wirklich laut und tief brummt.




Mitten im Sommer habe ich mich zu einem Spontankauf verleiten lassen (zum Frühstücken ins Gartencenter zu fahren ist immer ein Risiko). Hier wächst nun eine Kaukasus-Eiche (Quercus pontica). Sie soll nur 1,50 m hoch werden, hat aber riesige Eicheln, die gerade abfallen.






Beim Apfelbaumbeet gibt es nichts Neues. Es hat ziemlich unter der Trockenheit gelitten und deshalb habe ich beschlossen, dass wir mehr Schatten bauchen. Hier kommt also doch wieder ein Baum hin. Ich werde berichten.




Von meiner letzten Neuigkeit gibt es hier nur ein Teilfoto. Ich habe nach langen Überlegungen nun doch ein Beet unter dem Apfelbaum angelegt. Noch ist es nicht ganz fertig und auch nicht bepflanzt, aber ich denke, es wird gut.



So, das war es erst mal. Mir fällt grad nichts mehr ein.


Liebe Grüße

Heike


Donnerstag, 25. August 2022

Was für ein Sommer


Mit etwas Abstand sieht der Garten noch ganz gut aus. Aber die Dürre hat deutliche Spuren hinterlassen. Im August hatten wir bisher erst 6 Liter Regen auf den Quadratmeter (im Juli 39 und im Juni 29). Das ist für viele Pflanzen nicht genug. Die Hitze und die sengende Sonne belasten die Pflanzen noch zusätzlich.



Der Wetterbericht ist auch keine Hilfe mehr. Immer wieder lösen sich vorhergesagte Regenfälle in nichts auf.
Wasser aus dem Bach zu entnehmen, ist schon seit Juni verboten. Gegossen werden nur noch die Pflanzen, die ohne Wassergabe vertrocknen würden. Das sind natürlich die Topfpflanzen, die verschiedenen Hortensien im Garten und die Neupflanzungen von diesem Jahr.



Die Hortensien in Töpfen stehen dieses Jahr erstmals an einem vollschattigen Ort, weil sie drei Stunden Sonne am Nachmittag nicht ausgehalten haben. 



Die Rispenhortensien sind von allen Hortensien noch am genügsamsten. Wassergaben brauchen sie aber auch. Ihre Blüten sind deutlich kleiner als letztes Jahr.



Die Endless Summer-Hortensie sieht schlimm aus. Ihre Blüten verbrennen in der Sonne.





Auch eigentlich robuste Pflanzen wie Frauenmantel, Clematis, Verbenen oder Sommerflieder bleiben kleiner als sonst oder haben kleinere Blüten. Die Astilben sind vertrocknet, die Farne haben braune Spitzen, auch die Funkien sehen recht jämmerlich aus.




Es gibt aber auch Pflanzen, denen Trockenheit und Hitze nicht schadet. Lavendel, Salbei, Wollziest, Fenchel, Blauraute und auch die Gräser habe ich noch nicht gießen müssen. Den Rosen geht es auch gut.



Ich denke, wir werden uns an solche trockenen und heißen Sommer gewöhnen müssen. Die Bepflanzung des Gartens wird sich verändern. Zierpflanzen mit künstlicher Bewässerung am Leben zu halten, kann nicht die Zukunft sein. Wir brauchen also mehr Pflanzen, die langanhaltende Trockenheit und Hitze aushalten, in einem dann doch mal wieder verregneten Sommer nicht rummotzen und heldenhaft Frost und nasse Füße im Winter ertragen. Das wird spannend werden.


Die Blauraute begeistert mich gerade sehr. Ihre leuchtende Farbe überstrahlt das ganze Braun im Garten.

Liebe Grüße
Heike

Freitag, 12. August 2022

Das Hühnerhaus ist wieder schick

Das alte Hühnerhaus brauchte frische Farbe. Der Putz hatte Risse und Löcher, die ausgebessert werden mussten. Das Streichen ging dann ganz fix, das Häuschen ist ja nicht so groß. 






Dieses Mal habe ich mir überhaupt keine Gedanken über die Farbe gemacht. Den schwarzen Anstrich fand ich immer toll und deshalb bleibt das Hühnerhaus schwarz. Basta!






Den wilden Wein hatte ich letztes Jahr zurückgeschnitten. Er hat jetzt endlich eine Stange zum Ranken und muss nicht mehr an diversen Nägeln angebunden werden.





Die Hühnerschar ist immer noch gesund und munter. Oskar hat ein Auge auf alle.



Der Sonnenschirm beschattet die Hortensie, die dort seit vielen Jahren am völlig falschen Platz steht. Ist ein bisschen verrückt, aber die arme Hortensie kann ja auch nichts dafür.

Liebe Grüße

Heike






Donnerstag, 28. Juli 2022

Neuer Sitzplatz

Eigentlich ist es ja ein Liegeplatz, das hört sich aber seltsam an. Auf alle Fälle ist es aber ein Ort zum Ruhen, Lesen oder für ein kleines Nickerchen.



An der Stelle war ja mal ein Hosta-Beet. Die Wühlmäuse haben sich da gern getummelt, Schnecken auch, und im Herbst haben die Falläpfel die Pflanzen zerschlagen. Die Hostas habe ich schon vor zwei Jahren an andere Stellen und in Töpfe verpflanzt. Letztes Jahr sollte an dem Platz dann ein Holzdeck gebaut werden. Aber die Strandbar-Baustelle forderte mehr Zeit als geplant. Dann wurde Holz knapp und teuer und unser Vorhaben erst mal auf Eis gelegt.




Dieses Frühjahr habe ich mich darauf besonnen, was schon so oft gut funktioniert hat: Nimm das, was du hast. Und ich hatte noch ausreichend Split vom Boden der Strandbar, alte Pflastersteine für die Abgrenzung zum Weg und große Betonplatten von der Terrasse. die Steine lagen auch noch herum und die Reste des alten Beetes rechts und links habe ich mit Ablegern aus dem Garten bepflanzt. Lediglich eine Unkrautfolie habe ich gekauft.




Das linke Beet wollte ich eigentlich wie eine Zunge in den Garten hinein verlängern, um dem Platz mehr Abgeschiedenheit zu geben. In diesem trockenen Sommer, wo kaum eine Pflanze im Garten nicht unter Wassermangel leidet, frage ich mich aber, ob es sinnvoll ist, ein Beet direkt unter einem großen Baum anzulegen.



Wir haben unsere Liegen schon sehr oft genutzt, weil sie eben immer da stehen. Bisher hatten wir Liegestühle, die wir bei Bedarf mal hier, mal da auf den Rasen gestellt haben. Das war einfach nicht gemütlich. Von diesem Platz hat man auch einen ganz neuen Blick durch den Garten.




Die leichten Sommerdecken aus Baumwolle gibt es im Schmiedegarten-Shop (Werbung).


Liebe Grüße

Heike


Mittwoch, 13. Juli 2022

Mohnblüte

Letzte Woche haben wir es endlich geschafft, den Picknickkorb zu packen und zur Mohnblüte nach Germerode zu fahren. Rund um das Dorf wird Schlafmohn angebaut. Das ist schon eine Attraktion und um viele Menschen anzulocken, hat man nach 2 Jahren Coronapause nun wieder das volle Unterhaltungsprogramm angeboten.




Aber abends an einem Wochentag bei mäßig tollem Wetter waren wir fast allein unterwegs auf dem Rundweg, der an den Feldern entlang und auch mal mitten durch führt.






Hier und da gibt es hübsche Fotopunkte und dem Bett im Kornfeld konnte ich natürlich nicht widerstehen.







Wer es noch nicht gemacht hat, muss mir jetzt einfach glauben: Durch ein Feld hindurch zu gehen ist sehr sehr viel schöner als nur daran entlang zu laufen (natürlich nur, wenn es auch einen Weg hindurch gibt).




Es gibt dort nicht nur die Schlafmohnfelder, sondern auch viele Wildblumenwiesen. Jede mit einer anderen Zusammenstellung der Blumen. Bei einigen musste ich meine Such-App befragen. Oder hättet ihr zum Beispiel Rattenschwanz-Rettich erkannt?












Jetzt fehlen noch die spektakulären Bilder der blühenden Schlafmohnfelder, nicht wahr? Hab ich leider nicht, wir waren nämlich zu spät, es gab nur noch ganz wenige letzte Blüten. Aber ganz ehrlich, die Wildblumenwiesen sind sehr viel schöner. Und außerdem mag ich am Mohn am liebsten die Samenkapseln. Davon gab es jede Menge.







Ein Mohnpüppchen habe ich natürlich auch wieder gemacht und wer doch gerne noch blühende Mohnfelder sehen möchte, schaut in diesem Post oder in diesem




Liebe Grüße

Heike



Sonntag, 26. Juni 2022

Sommerbunt

Auf dem kleinen Tisch neben der Kellertür hat sich ganz ungeplant ein buntes Trüppchen versammelt. Hier ist es geschützt und sonnig, ideal für die Südländer.




Die orangefarbene Pflanze ist eine Fetthenne, nämlich Sedum nussbaumerianum. Ich habe sie vor ca. 20 Jahren als kleinen Ableger auf Lanzarote gemopst (das ist jetzt hoffentlich verjährt). Ich schneide sie gelegentlich zurück, Pflege braucht sie kaum. Im Winter muss sie ins Haus und wird dann grün. Orange wird sie nur in der Sonne.




Dann werde ich gleich mal weiter beichten. Die hellgrüne Rosette hab ich vor Jahren auf Capri geklaut. Es ist eine Aeonium arboreum. Seit ich sie im Frühjahr in einen größeren Topf gepflanzt habe, ist sie toll gewachsen. Ich überlege, die Rosette abzuschneiden, damit der Stamm sich verzweigt und mit der Hoffnung, dass die Spitze neue Wurzeln bildet. Noch trau ich mich nicht, ist dieses Pflänzchen doch ein Stück meiner Seelenheimat Capri. Allerdings wäre ein Misserfolg der Aktion doch ein wichtiger Grund, um mal wieder auf die Insel zu reisen.




Das Urlaubsfeeling und auch die Farbpalette bereichern noch ein Hänge-Rosmarin und ein dunkelvioletter Basilikum. Der ist mir im Baumarkt in den Wagen gehüpft. Ich habe ihn in einen Topf gesetzt, weil die beiden Pflanzen im Garten von wem auch immer angefressen werden. Der dunkle ist auch etwas zerrupft, er schmeckt nämlich sehr gut.




Die sommerbunten Topfbewohner sind ein schöner Blickfang auf der Terrasse. Im Herbst kommen sie wieder ins Haus (oder in den Kochtopf).




Liebe Grüße

Heike