Posts mit dem Label Bad werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bad werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. April 2017

Makeover fürs Bad

Wie alt wird ein Bad? Unseres ist jetzt 22 Jahre, tadellos in Ordnung, nix kaputt. Kein Grund also, es rauszureißen und alles neu zu machen. Aber irgendwie mal anders wollte ich es dann doch haben. Besonders die Farbe von Holzdecke und -türen gefiel mir nicht mehr, zumal sie den Raum auch recht dunkel machten. Das Zauberwort hieß also "Farbe".



Die Holzdecke hatte ich vor einiger Zeit schon gestrichen. Nun bekamen auch die Deckenbalken einen Anstrich mit weißer Wachslasur.


Die Lamellentüren der beiden Einbauschränke rechts und links der Badewanne (die linke hat es komischerweise auf kein Foto geschafft) habe ich mit weißer Kreidefarbe gestrichen. Damit das nicht zu langweilig aussieht, habe ich die Kanten teilweise wieder abgeschliffen. 





Damit nach dem Anschleifen der Kanten nicht wieder der ursprüngliche ungeliebte Holzton hervorschaut, habe ich sie vorab mit einer schwarzen Lasur gestrichen.

Das Ablagebrett über dem Waschbecken bekam einen Anstrich mit Lackfarbe.





Das Weiß hat den Raum schon sehr verändert und heller gemacht. Die größte Veränderung bewirken aber die "neuen" Musterfliesen. Die schränkten vorher die Farbwahl fürs Bad immer ein.

So sahen sie mal aus:


Und so sehen sie jetzt aus:



Ich habe sie einfach mit Kreidefarbe gestrichen. Das Muster habe ich dann mit Hilfe einer Schablone aufgemalt. Damit das Ganze auch wasserfest ist, habe ich zum Schluss farblosen matten Lack darüber gesprüht.





Und nun muss ich nie mehr blaue Handtücher kaufen ;-)
Das Grau gefällt mir sehr gut zu den terracottafarbenen Fliesen.

Die Tür bekam auch noch eine Portion Wachslasur. Nur die beiden Fenster dürfen ihre Holzfarbe behalten.



Die beiden Wandlampen passten farblich wunderbar zu den alten Musterfliesen. Aber eben nicht ins neue Farbschema. Bis ich mal einen passenden Ersatz finde, habe ich sie ebenfalls mit Kreidefarbe gestrichen.

Und sozusagen als i-Tüpfelchen habe ich dann auch noch eine passende Seife zusammengerührt. Und schaut mal, sie hat sogar ein Herz.



Das Bad ist viel heller geworden und wirkt nun größer und freundlicher. 



Fazit:

1. Farbe kann einen Raum ungemein verändern.
2. Lamellentüren zu streichen macht keinen Spaß.
3. Ich bin sehr froh, dass mir der Pinsel nicht an der Hand festgewachsen ist.

Liebe Grüße
Heike


Wer nochmal schauen möchte, wie das Bad vor der Pinselattacke aussah, findet hier ein paar Bilder.
Und wenn ihr wissen möchtet, wie aus dem alten Fenster ein Spiegelschrank wurde, schaut bitte hier.

Vase und Holzbox gibt es im Schmiedegarten-Shop.

Verlinkt zum Deko-Donnerstag bei Lady Stil.

Wer noch mehr Bäder sehen möchte, schaut hier: 
Home sweet Home bei DekOreen Berlin

Samstag, 14. Januar 2017

Der Stein auf Omas Tisch

Als wir vor einigen Jahren das Gästebad renoviert haben, hatte ich mich unsterblich in ein Waschbecken verliebt. Es sieht aus wie ein Kieselstein, glatt und rund. Als Aufsitzbecken brauchte es einen  Unterbau. Wir fanden nichts, was uns gefiel und letztendlich haben wir ein Stück vom alten Wohnzimmertisch meiner Oma abgesägt. Der Schreiner hat es überarbeitet und wasserfest lackiert.


Den Spiegel fand ich auf dem Dachboden. Er ist schon etwas blind und sollte nur so lange dort hängen, bis ein schönerer gefunden war. Wie das so ist mit Provisorien, er hängt noch immer. Bisher hat sich aber noch niemand beklagt.


Der Wasserhahn erinnert an ein Bambusrohr und gab den Anstoß zur etwas asiatischen Einrichtung. Das Bild und der Buddhakopf sind Mitbringsel aus Vietnam und Laos.





Die Fußbodenfliesen sehen aus wie Holz und gefallen mir fast besser als die echten Holzdielen im Flur.




Unsere Gäste wissen inzwischen, dass man den Wasserhahn nicht zu weit aufdrehen darf, da man sonst geduscht wird. Design ist nicht unbedingt immer alltagstauglich. Trotzdem mag ich das Becken immer noch sehr.



Liebe Grüße
Heike

Mittwoch, 29. Juni 2016

Aleppo-Seife selbstgemacht

Anfang letzten Jahres wurde ich auf Aleppo-Seife aufmerksam und seitdem wasche ich damit Körper, Haare und Zähne. Ich möchte sie nicht mehr missen.


Aleppo-Seife wird nach einem mehr als tausend Jahre alten Rezept in traditionellen Seifensiedereien in der syrischen Stadt Aleppo hergestellt. Sie wird nur aus Olivenöl und Lorbeeröl gesiedet, ohne Aromen, Farbstoffe oder sonstige Zusätze. Aber seit Aleppo in diesem schrecklichen Krieg in Syrien weitgehend zerstört wurde, gibt es dort wohl keine Seifensiedereien mehr. Einige Sieder produzieren jetzt wohl in der Türkei oder in Frankreich. Ich hoffe sehr, dass ihr Wissen um diese alte Tradition nicht verloren geht.


Seife mache ich auch seit vielen Jahren, aber im Gegensatz zur Alepposeife siede ich sie nicht, sondern rühre sie kalt und berechne auch die Lauge so, dass ein kleiner Teil der Öle unverseift bleibt. Das ist besonders pflegend für die Haut.
Auch mal eine Alepposeife herzustellen lag also nahe. Hier könnt ihr noch mal schauen, wie sie damals aussah.
Mittlerweile ist meine Seife gut 15 Monate alt. Zeit also, um mal zu testen, ob sie so gut ist wie die echte Aleppo.


Dafür hab ich extra das alte Brett ins Bad geschleppt für den "Versuchsaufbau". Also, so sauber war ich sicher selten ;-)
Jedes Körperteil wurde ausgiebig mal mit der einen Seife, mal mit der anderen und dann doch noch mal mit der einen .... gewaschen. 



Und ich kann beim besten Willen keinen Unterschied feststellen. Meine Aleppo hat einen ganz wunderbaren feinen weichen Schaum, so wie die echte. Sie riechen beide ähnlich herb und erdig.
Und auch auf der Haut ist kein Unterschied zu spüren.


Nach dem Bad hab ich mir mit meiner Seife auch noch die Zähne geputzt. Da hatte ich etwas Bammel, aber das ging gut. Sie schmeckt etwas herber als die echte Aleppo, aber nicht unangenehm.


Durch den Anteil unverseifter Öle ist sie zum Haarewaschen nicht geeignet. Da bleibe ich erst mal bei meiner Aleppo-Haarseife von Zhenobya. Aber meine Alepposeife mache ich in Zukunft selbst.





Saubere Grüße ;-)
Heike


So ein schönes Stück Seife im Bad sieht doch sehr dekorativ aus, finde ich. Und deshalb verlinke ich meinen Post mal beim Deko-Donnerstag von Lady Stil.



Ein Rezept und eine bebilderte Anleitung findet ihr in einem neuen Post hier.

Eine umfangreiche Anleitung zur Seifenherstellung findet ihr hier.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Ich habe fertig

Immer zu Beginn eines Jahres juckt es in meinen Fingern und dann müssen Farbe und Pinsel her. Dieses Jahr habe ich mich endlich an unser Schlafzimmer gewagt. Das streicht sich nicht mal so eben, da es ziemlich hoch ist.




Die neue Farbe ist ein ganz leicht abgetöntes Weiß und es ist erstaunlich, wie viel heller der Raum jetzt ist.


Über dem Bett hängt jetzt eine Leinwand, die ich mit einem eigenen Foto habe bedrucken lassen.
Das Foto gab es hier schon einmal zu sehen. So in 90x90 wirkt das kleine Blümchen recht beeindruckend.



Am Ende der Streichaktion war noch so viel Farbe übrig, dass ich mir ein weiteres "Opfer" gesucht habe. Das Bad hatte es aber auch nötig.

Und als erstes bekam die Holzdecke einen Anstrich mit einer weißen Lasur. Und noch stärker als im Schlafzimmer bringt das sehr viel mehr Helligkeit in den Raum, der jetzt auch viel höher wirkt. Schaut mal hier.




Auf dem neuen Regal an der Wand hat jetzt auch der alte Föhn vom Flohmarkt seinen Platz gefunden.





Eine grundlegende Veränderung im Bad sieht man erst auf den zweiten Blick. Alle meine bunten Plastiktuben und -flaschen sind verschwunden. Dank der wunderbaren Mea wasche ich mich nun mit Alepposeife. Meine Creme für alles besteht aus Sheabutter mit Arganöl und auch mein Deo habe ich mir nun aus ganz natürlichen Mitteln selbst hergestellt. Eine sehr befreiende Sache und meiner Haut geht es wunderbar damit.




So, nun bin ich aber wirklich fertig. Der Farbeimer ist leer und ich kann mir neue Beschäftigung suchen. Es könnte langsam Frühling werden. Die Gartenfinger jucken schon.

Liebe Grüße
Heike

Montag, 5. Januar 2015

Zweites Leben für ein Fenster

Als wir vor 20 Jahren aus Stall und Scheune ein Heim für uns schufen, fiel mir zum ersten Mal auf, welch schönes Fenster in der Scheune eingebaut war. Zweiflügelig mit Sprossen, ein kunstvoll verzierter Griff und Beschläge aus Eisen. Viel zu fein für eine Scheune. Ich vermute, dass es damals beim Einbau schon Second Hand war. An seinem Platz konnte es nicht bleiben, aber auf jeden Fall war es zu schade zum Wegwerfen. Bei der Suche nach einer neuen Verwendung kam mir dann die Idee, daraus einen Spiegelschrank für unser neues Bad zu machen. Denn was es damals zu erschwinglichen Preisen zu kaufen gab, gefiel mir gar nicht, ich sage nur "Ali und Bert" ;-))



Den steinharten Fensterkitt zu entfernen war etwas mühselig. Dafür war es aber auf der Innenseite (die jetzt außen ist) niemals gestrichen worden, so dass ich es nur mit einer farblosen Lasur streichen musste. Den weißen Lack auf der anderen Seite habe ich erneuert. Dann hat uns der Glaser Spiegelscheiben eingesetzt und der Schreiner hat den Rahmen mit einem Korpus verbunden, so dass er genau auf den Vorsprung über dem Waschbecken passte.





Also, bloß nicht wegwerfen, so ein altes Fenster. Ob mit Spiegel oder Glas oder ohne Füllung, mit so einem Fensterrahmen lässt sich einiges anfangen.


Liebe Grüße
Heike