Sonntag, 22. November 2020

Goldener Glanz

Die Adventszeit wird dieses Jahr ganz anders sein als wir es gewohnt sind und geplant haben. Sie wird auf alle Fälle ruhiger sein ohne Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmarktbesuche. Dafür aber mit viel mehr Zeit und Muse, es uns Zuhause schön und behaglich zu machen. 





In unsere Deko hat sich dieses Jahr eine neue Farbe eingeschlichen. Angefangen hat es mit der Schildkrötenschale, die bei einer Einkaufstour für unseren Shop in meinen Wagen hüpfte und unbedingt mit wollte. Sie war allein und wahrscheinlich einsam, aber sie war auch goldfarben. Eigentlich nicht meine Farbe. Aber gut. Sie passte wunderbar zu den grünen Weinballons und trug im Herbst geduldig einen dicken Kürbis. 




Und auf einmal fand ich Gold ganz toll. Ich habe mir eine Dose Sprühfarbe besorgt und ein paar Blüten der Annabell-Hortensie vergoldet. Das geht ganz fix und sieht sehr schön aus und die Schildkröte hat wieder was zu tragen. Ein paar Blüten kamen in die alte Bierkiste an der Wand. 







Auch der Kranz aus kleinen Hagebutten vom vorigen Jahr wurde vergoldet und fand seinen Platz im alten Bilderrahmen. Da hing er im letzte Herbst schon mal in rot mit kleinen Fliegenpilzen.





Auf der Suche nach weiteren Goldstücken wurde ich in unserem Schmiedegarten-Shop fündig (das ist jetzt wohl Werbung).




Das Windlicht und und das Rentier (ist ja auch ein Windlicht) stehen nun im offenen Fach vom Ofen. Der wird jetzt, da die Heizung ständig läuft, nicht mehr jeden Tag befeuert. Da bringen die beiden Kerzen ein stimmungsvolles Licht.




Zum Schluss noch ein bisschen natürliches Gold. Für November hatten wir in letzter Zeit wirklich viele tolle Sonnenuntergänge.

Die Umstände sind zur Zeit wirklich nicht golden. Aber es spricht nichts dagegen, das Beste daraus zu machen.

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag. Macht es euch schön und gemütlich und vielleicht ein bisschen golden.


Liebe Grüße

Heike


Verlinkt zur Herbstglück-Linkparty von Gartenwonne.


Sonntag, 15. November 2020

Novemberblüten

Auch im November gibt es noch viele Blüten im Garten. Man muss nur ein bisschen genauer hinschauen.


Da spielen natürlich die immer noch recht milden Temperaturen eine Rolle. Seit gestern ist hier Frühling. Da verwundert es mich nicht, dass jetzt schon eine Traubenhyazinthe blüht. Weniger schön ist, dass meine im Oktober gepflanzten Allium-Zwiebeln schon ca. 20 cm ausgetrieben haben. Wenn das so weitergeht, blühen sie Weihnachten.



Auf dem neuen Beet um die Felsenbirne herum haben sich ganz viele Hornveilchen ausgesät, die schon eine Weile in bunten Farben blühen. Eigentlich wollte ich da im Herbst noch ein paar Lücken bepflanzen. Aber welche Lücken? Alles voller Hornveilchen.




Rosen blühen auch noch. Die einfachen weißen Blüten sehen sehr schön aus zu den roten Hagebutten.




Diese Rosen hatte ich für die Vase geschnitten. Zum Glück habe ich rechtzeitig bemerkt, dass sie Blattläuse haben. Sie müssen deshalb draußen bleiben.



Die meisten Hortensienblüten sind jetzt braun, was aber auch sehr hübsch aussieht.



Diese Hortensie hat immer noch eine tolle Farbe, passend zum frischgestrichenen Haussockel.



Dann gibt es da noch eine blaue Enzianblüte. Ist das normal, dass sie jetzt blüht?



Die Polsterglockenblumen müssen sich gegen die vielen kleinen Blätter der Akazie behaupten.



Das ist keine Blüte, sondern der Samenstand einer Staudenclematis. Von diesen schönen Pflanzen brauche ich unbedingt noch ein paar mehr im nächsten Jahr.



Es gibt also noch eine Menge zu sehen draußen. Ich hätte es ja gerne weiterhin so warm wie jetzt. Aber wie erkläre ich den Zwiebelblumen, dass sie erst im Frühjahr treiben dürfen? Die Natur ist schon ein bisschen durcheinander. 


Liebe Grüße

Heike


Meine Novemberblüten schicke ich zur Herbstglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.




Samstag, 7. November 2020

November - alles gut

Keine Chance dem Novemberblues! Das hatte ich mir ja fest vorgenommen für dieses Jahr. Und der Anfang war schon mal gut.

Der letzte Montag lies gar keine trüben Gedanken zu. Da war nämlich noch mal Spätsommer. 20 Grad! Es war etwas bedeckt, dafür tauchte ein magischer Sonnenuntergang den Garten in orangenes Licht. 



Am Abend war es immer noch außergewöhnlich warm und deshalb haben wir noch mal ein Feuer am Feuerplatz entzündet. Es war ziemlich dunkel, denn der kräftige Wind hat immer wieder alle Kerzen gelöscht. Als er dann auch noch unser Feuer zum Verlöschen gebracht hat, sind wir umgezogen auf die Bank neben der Haustür. 




Ab Dienstag war der November zurück mit recht frischen Temperaturen und Nebel, aber auch viel Sonne.

Und wenn die so langsam den Nebel vertreibt, gibt das wunderbare Bilder.




Vom Novembergrau sind wir auch noch ein Stück entfernt. Noch gibt es jede Menge Blätterbunt. Die im letzten Jahr gepflanzte Felsenbirne (Hochstamm "Robin Hill") hat ihre Blätter leuchtend rot gefärbt. Sie ist ziemlich spät, die anderen Felsenbirnen sind längst blätterlos.




Die gelben Blätter des Ginkgo purzeln gerade vom Baum. Die habe ich auf einen dicken Draht aufgefädelt und zu einem Kranz geschlossen. Das habe ich vor fünf Jahren schon mal gemacht. Der Kranz hängt immer noch im Schlafzimmer, ziemlich braun jetzt, aber immer noch schön.





Wir haben unsere sommerlichen Abendspaziergänge vermisst, die ja nun wegen Dunkelheit nicht mehr stattfinden. Das machen wir nun nach dem Mittagessen. Wenn man etwas will, findet man auch die Zeit dafür.




Und was machen wir nun mit der Dunkelheit? Ich habe beschlossen, dass in diesem Jahr, wo ja so vieles so ganz anders ist, die Lichterketten früher aus der Weihnachtskiste müssen. Mit einer habe ich schon mal meine neue Flurdeko "erleuchtet".




Auch im Gartenhaus brennt nun jeden Abend Licht. Nicht die Lampe, sondern eine Lichterkette mit Zeitschaltuhr, die ich über die Lampe drapiert habe. Ich liebe diesen Anblick. 




Der heutige Samstag war auch ein Traumtag. Nach der frostigen Nacht hat die Sonne schnell für Wärme gesorgt. Am Vormittag war Herbstputz im Dorf. Entsprechend der Größe des Dorfes mit einer überschaubaren Anzahl an Helfern. Da fand jeder ein sicheres Betätigungsfeld. Wir Frauen haben uns um die langen Blumenrabatten entlang der Dorfstraße gekümmert. Mit gaaanz viel Abstand und ganz viel Freude, dass wir uns endlich einmal wieder gesehen haben.

Den Nachmittag haben wir im Garten verbracht und auf der Obstwiese ein Beet für Wildblumen vorbereitet. Schade, dass die Sonne so früh untergeht.





Bis jetzt kommen wir gut miteinander klar, der November und ich. Mal schauen, ob das so bleibt.


Liebe Grüße

Heike


Mein Novemberglück schicke ich zum Fachwerkhaus im Grünen. Schaut doch mal vorbei.