Freitag, 26. November 2021

Tannenwald im Wohnzimmer

So langsam schleicht sich die Weihnachtsdeko ins Haus. Im Wohnzimmer steht jetzt ein kleiner Tannenwald.




Die beiden Glas-Tannen und eine Lichterkette beleuchten das Wäldchen, das sieht sehr heimelig aus.

Der braune Baum steht auf drei Glasdeckeln von Einmachgläsern. Die fallen gar nicht auf und das Wäldchen wirkt so harmonischer.





Nach wie vor fehlt hier die Sonne. Die Fotos sind mal wieder nicht die besten.





Kleiner Werbeblock zum Schluss:                                                                                                              

Die Tannen aus Glas und auch die weißen Bäumchen aus Papier gibt es im Schmiedegarten-Shop.




Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und einen besinnlichen 1. Advent. Passt auf euch auf und bleibt gesund.


Liebe Grüße

Heike

Donnerstag, 18. November 2021

Novembergrau

Da isser mal wieder. Ein ungemütlicher nebeltrüber grauer November. Die Sonne scheint verschwunden zu sein. Dieses Wetter ist ja so gar nicht meins. Aber was solls. Bleiben wir halt drinnen. Wir haben ja ein Dach, Heizung und Licht. Nur die Fotos wollen so nicht gut gelingen. Überhaupt ist das Zeitfenster für Tageslicht schon sehr klein geworden.




Aber die Lampen malen schöne Schattenbilder auf die Wand.



Ihr seht, hier ist es noch gar nicht weihnachtlich. Aber es ist ja auch noch Zeit. Bloß keinen Stress.

Ich frage mich sowieso, wo der Aufschrei bleibt, dass schon Anfang November die ersten Weihnachtsmärkte eröffnet wurden. Gab es nicht mal die Regel, dass man erst nach Totensonntag startet? Vielleicht ahnten einige aber schon, wie schnell das Pandemiegeschehen mal wieder eskaliert und dass im Dezember vielleicht gar kein Markt mehr stattfinden kann.






Frieda bleibt nun auch wieder gerne im Haus. Von ihrem Aussichtspunkt auf der Fensterbank hat sie den Garten im Blick, obwohl sie durch das Balkongeländer eigentlich nicht so viel sehen kann. Aber wenn sie wie von einer Tarantel gestochen plötzlich nach draußen rennt, schleicht mal wieder der rote Kater durch den Garten.






Nächste Woche wird es hier sicher auch so langsam weihnachtlich werden. Mal sehen, was die Dekokisten hergeben.

Bis dahin liebe Grüße
Heike

Verlinkt zur Herbstglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang.

Sonntag, 31. Oktober 2021

Tschüss Oktober

So richtig meckern kann man nicht über diesen Oktober. Vielleicht sind wir nach dem mäßig gelungenen Sommer auch wieder etwas bescheidener geworden. Aber es war meist recht mild und die paar Frostnächte haben dafür gesorgt, dass sich die Natur herbstlich bunt gefärbt hat. 


 



Der Garten schwankt noch zwischen sommergrün und herbstbunt. Aber der erste Sturm hat die Korkenzieherakazie ziemlich zerzaust und den Rasen mit einer dekorativen Laubmischung verziert. Die schönste Deko purzelt uns im Herbst quasi vor die Füße.











Die Clematis, von der ich lange dachte, sie hätte den letzten Winter nicht überlebt, bringt mit ihren verspäteten Blüten noch mal Farbe ins Beet, während aus den Hortensienblüten filigrane Kunstwerke werden.






Der wilde Wein hinten am Bach macht seinem Namen alle Ehre. Jedes Jahr klettert er meterlang hoch in die Bäume. Ich habe ihn mal ein paar Jahre gewähren lassen, bis er mit seinem Gewicht einen Holunder zu Fall gebracht hat. Das Ranken-Äste-Blätter-Gewirr lag mitten im Bach und war nur mühsam da raus zu holen. Also schneide ich wieder jährlich und hab dann auch gleich Material für Ringe, auf die ich nächstes Jahr neue Kränze binden kann.




In den letzten Tagen sind hier große Schwärme Kraniche übers Dorf gezogen. Das weckt immer Fernweh in mir, aber so ein langer Flug ist sicher kein Zuckerschlecken. Die bunten Wälder von oben zu betrachten, ist aber sicher sehr schön.








Wenn dieses schöne Herbstwetter noch so bleiben könnte, am besten bis Weihnachten, wäre es für mich perfekt.





Liebe Grüße und Happy Halloween (oder was auch immer)

Heike




Verlinkt zur Herbstglück-Linkparty von Gartenwonne.


Montag, 11. Oktober 2021

Kranzverliebt

Einen Kranz zu binden, ist eine wunderbar entspannende Sache. Jetzt im Herbst findet sich draußen so viel Material dafür. Es eignet sich eigentlich alles, war auch im abgeblühten und getrockneten Zustand noch gut aussieht. Dazu gehört definitiv nicht Löwenzahn. Ich habs probiert, am nächsten Morgen war er hin.

Im Laufe des Jahres habe ich einige Kränze gebunden, die es aber alle irgendwie nicht in den Blog geschafft haben. Hier jetzt also ein kleiner Rückblick.

Der erste und mit Abstand größte Kranz ist schon im April entstanden. Wir hatten die Kugelakazie zurückgeschnitten und mir gefielen die verästelten Spitzen der vielen Zweige. Ich habe sie auf einen Eisenkranz gebunden. Der Kranz hängt seitdem am Feuerplatz. Nicht wundern, das Bild ist vom September. Die Zweige wandern demnächst in die Feuerschale, ich brauche den Ring nämlich für die Weihnachtsdeko.




Alle anderen Kränze habe ich auf selbstgemachte Ringe aus den Ranken des wilden Weins gebunden. Die mache ich jedes Jahr im Spätherbst, wenn der Wein seine Blätter verloren hat. Die langen Ranken wickel ich zu dünnen Ringen in unterschiedlichen Größen, auf die ich später das Kranzmaterial binde. 





Im Juni habe ich zum ersten Mal die Blüten der Schneemarbel für einen Kranz verwendet. Der gefällt mir richtig gut. Er hängt draußen unter dem Dach der Schmiede und sieht immer noch toll aus.






Im Juli waren die hübschen Samenkapseln der Jungfer im Grünen bereit für einen Kranz. Dieses Mal habe ich die Kapseln mit vielen Wiesengräsern kombiniert, was den Kranz ganz filigran wirken lässt. Er liegt auf der Stehleiter im Wohnzimmer.








Natürlich habe ich auch wieder die Blüten vom Frauenmantel verarbeitet. 




Dieses Jahr haben die Hortensien endlich wieder üppig geblüht. Die wunderbaren Farben riefen förmlich danach, einen Kranz aus den Blüten zu binden.








Letztes Jahr hatte ich ja schon mal die Fruchtstände der Waldrebe in einem Kranz verarbeitet. Dieses Jahr habe ich einen großen Kranz und aus den Resten ein kleines Kränzchen nur aus Waldrebe gemacht. Ich finde es total faszinierend, wie schön flauschig Kränze beim Trocknen werden.

Der große Kranz hängt noch in der Strandbar. Er wird jetzt aber ins Haus umziehen, damit wir ihn auch sehen.








Vor kurzem habe ich einen Kranz aus den kleinen Hagebutten der Rosa multiflora gemacht. Mein Material hat nicht ganz gereicht. Die Lücke habe ich mit ein paar Eukalyptuszweigen, Überbleibsel aus einem Blumenstrauß, gefüllt. Rot ist ja nicht so meine Farbe, aber die Habebutten finde ich wunderschön und im Herbst passt das schon. Vielleicht sprühe ich den Kranz später wieder mit Goldfarbe an, so wie hier.




Puh, das war jetzt ziemlich viel und wahrscheinlich habe ich auch welche vergessen. Vielleicht sind meine Bilder Inspiration zum Nachmachen. Kränze binden macht Spaß.


Liebe Grüße

Heike



Dienstag, 21. September 2021

Die Strandbar

Pünktlich zum Herbstanfang und während das Netz gerade von Kürbisdeko geflutet wird, komme ich jetzt also mit unserer Strandbar. Tolles Timing. Aber gut Ding will Weile haben. Und gut ist es tatsächlich geworden, unser Familien-Sommer-Projekt.





Die Idee zu unserer "Strandbar" ist schon drei Jahre alt. Erste Hürde war, den Raum auszuräumen. Das war ja mal das Eisenlager der Schmiede. Hier lagen auf einem langen Regal in der Mitte meterlange Rohre, T-Eisen, Flacheisen und vieles mehr. Dazu alle möglichen Schrauben, Muttern und was Schmiede sonst so brauchen. Plus all der Krempel, der sich im Laufe der Zeit so ansammelt. Das wenigste konnte direkt entsorgt werden. Alles andere brauchte einen neuen Platz.




In diesem Frühjahr war der Raum endlich leer, das Regal wurde abgebaut. Es lies sich nicht mehr länger ignorieren, dass der Boden völlig kaputt war. Neben den dicken Fundamenten des Regals bestand er nur aus einer ganz dünnen Schicht zerbröseltem Beton. In diesem Post hatte ich schon mal von den Anfangsproblemen erzählt.


So sah es mal aus


Eine Weile war ich unsicher, wie der neue Boden werden sollte und ob wir das alleine schaffen würden. Aber finde mal in dieser Zeit einen Handwerker. Nach vielen Überlegungen haben wir uns dann für einfache dicke Betonplatten entschieden. Die liegen auf einer Schicht Split. Dank der tatkräftigen Hilfe unserer beiden Söhne haben wir das ganz gut hinbekommen. Der Betonstreifen links ist die Bodenplatte vom Hühnerhaus (und die ist ziemlich dick).




Alles andere war dann nur noch Fleißarbeit. Die Dachrinne, die sich lustigerweise im Raum befindet, war verstopft und musste mühsam gereinigt werden. Ich habe Löcher im Putz ausgebessert, die Wand zum Hühnerhaus von altem Putz befreit und die Fugen ausgebessert, Lücken in der Holzrückwand geschlossen, das hässliche Betonmäuerchen an der Rückwand und einen Teil der Wand mit Holz verkleidet und alle Wände gestrichen, ebenso das große Tor. Zwischen den Dachbalken haben wir Schilfmatten befestigt, fürs Strandhausfeeling und weil das Blechdach nicht so ansehnlich war.





Das Fenster habe ich in unserem Schuppen gefunden, von einer dicken Dreckschicht befreit, den Kitt ausgebessert und den Anstrich erneuert. Etwas Bammel hatte ich schon, ein Loch in die Holzwand zu sägen. Meine Söhne haben das zum Glück in Angriff genommen. Wir haben auf einen Rahmen verzichtet, das Fenster lässt sich also nicht öffnen. Das würden wir aber auch nicht machen, denn hinter dem Fenster ist der "Strand", sprich, der Bach. Da sind im Sommer zu viele Mücken. Aber das Fenster sorgt für mehr Licht und macht den Raum richtig wohnlich.




Den meisten Spaß hat der Bau der beiden Tische gemacht. Die Bretter sind jetzt wieder da, wo sie immer waren. Sie lagen nämlich früher auf dem Regal. Wenn mich jemand dafür bezahlen würde, alte schmutzige Bretter abzuschleifen, würde ich das jeden Tag machen.
Das Gestell für die Tische habe die Söhne in der Schmiede geschweißt. Jeder Tisch ist 2 m lang und 65 cm breit. Das Maß haben die Bretter vorgegeben und so passt es perfekt.






Das Einrichten und Dekorieren war dann die Belohnung für all die viele Arbeit. Jetzt ist die Strandbar so, wie ich sie mir von Anfang an vorgestellt habe. Ich bin wirklich sehr stolz auf meine Familie und dass wir das so gut hinbekommen haben.





Notizen meines Vaters - solche "Deko" ist unbezahlbar


Man kann dort wunderbar feiern. Das haben wir letzten Sonntag festgestellt. Es hätte gerne wärmer sein dürfen. Zum Glück hat uns ein Freund mit zwei Heizstrahlern gerettet.




Ein bisschen Eisen aus dem Lager ist schon wieder zurückgekommen. Zur Einweihung bekam ich eine Blume geschmiedet.


Liebe Grüße

Heike

Verlinkt zur ersten Herbstglück-Linkparty in diesem Jahr bei Gartenwonne.