Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kissen mit Vergangenheit

Es war einmal vor langer Zeit ...
Nun ja, ungefähr 25 Jahre. Damals hatte ich begonnen mir einen Pullover zu stricken. "Mohnblüten im Getreidefeld" nannte sich das Design.



Das Rückenteil ist fertig, sogar die 1295 Fäden sind vernäht. 



Das Vorderteil war zur Hälfte fertig und was mich dann abgehalten hat, auch den Rest zu stricken, hab ich längst vergessen. Das ganze Projekt schlummerte in einer Plastiktüte auf dem Dachboden, wo ich es vor einiger Zeit gefunden habe. 
Den Pullover fertig stricken konnte ich nicht, da die Anleitung verloren gegangen ist (und mir der Pullover wohl auch nicht mehr passen würde).
Aber das Garn gefiel mit sehr gut und als ich dann dieses schöne Granny-Muster entdeckte, beschloss ich, aus der unverstrickten Wolle ein Kissen zu häkeln.



Da ich nur jeweils ein Vorderteil gehäkelt und dann auf einen gekauften Kissenbezug aufgenäht habe, reichte es sogar für zwei Kissen. Und die Reste ergaben noch ein großes Granny für ein drittes Kissen.






Und so habe ich jetzt doch noch "Mohnblüten im Getreidefeld". Ich freue mich immer, wenn man aus alten Dingen etwas Neues machen kann.


Liebe Grüße aus dem Schmiedegarten
Heike

Montag, 13. Oktober 2014

Hortensien im Herbst

Wenn die Hortensienblüten im Herbst alle Farbe verloren haben und von ferne braun und vertrocknet aussehen, dann sind sie zu faszinierenden kleinen Kunstwerken geworden. Man muss nur ganz genau hinschauen.





Sie sehen so filigran und zerbrechlich aus und doch überstehen sie so jeden Winter, bis sie im nächsten Frühjahr abgeschnitten werden, um Platz für neue Blüten zu machen.

Liebe Grüße aus dem Schmiedegarten
Heike


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Schattenbilder

Als ich vor ein paar Wochen unser altes Hühnerhaus schwarz gestrichen habe, war ich mir gar nicht so sicher, ob mir das Ergebnis gefallen würde. Insbesondere habe ich mich gefragt, ob der wilde Wein, der das Häuschen berankt, auch auf der schwarzen Wand so schöne Schattenbilder zaubert wie früher auf der orangenen Wand. Und tatsächlich, das tut er. Zumindest wenn die Sonne scheint ;-)). 






Und nach all den grauen Schatten hier noch etwas Farbe. Auch eine Schnecke will mal hoch hinaus.



Liebe Grüße aus dem Schmiedegarten
Heike

Montag, 6. Oktober 2014

Blätter - DIY

Blätter liegen ja gerade überall draußen rum. Trotzdem kann man aber natürlich auch selbst welche machen. Und meine Methode ist noch dazu eine gute Übung für die bevorstehende Plätzchenbackzeit.
Man braucht lufttrocknende Modelliermasse, ein Wellholz, Omas altes Häkeldeckchen und ein Ausstechförmchen in Blattform.



Die Modelliermasse habe ich portionsweise ca. 3 - 4 mm dick ausgewellt. Dann legt man das Deckchen drüber und rollt es fest in die Modelliermasse.


Deckchen vorsichtig abziehen und Blätter ausstechen. 



Wenn man die Blätter aufhängen möchte, darf man das Loch nicht vergessen. Das kann man mit einer dicken Stopfnadel stechen. 



Die Blätter habe ich auf ein Brett gelegt. Sie trocknen am besten bei Zimmertemperatur. Ich habe sie mehrmals gewendet, damit sie sich nicht krumm ziehen.


Nach 3 - 4 Tagen sind sie trocken. Dann kann man den etwas fransigen Rand mit Schmirgelpapier glätten.
Meine Blätter hängen nun an einem Ast über unserem Esstisch. 


Und natürlich kann man so nicht nur Blätter machen. Die Auswahl der Motive ist so vielfältig wie es Ausstechförmchen gibt. 

Liebe Grüße aus dem Schmiedegarten
Heike

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Herbstgarten

Diese warmen und sonnigen Herbsttage lassen den etwas missratenen Sommer vergessen. Perfekt für eine Schönwettergärtnerin wie mich. 
Im Garten ist es grad noch mal richtig bunt. Zu den bereits herbstlich gefärbten Blättern gibt es noch viele Blüten.


Für die Hortensien war der nasse Sommer perfekt. So viele Blüten hatten sie selten mal.




Die Herbstastern sind belagert von Schmetterlingen und der Eisenhut hat einen Vogel.




Das Buntblatt hat die rostrote Segge umzingelt und die Kugelkönigin wird vom Chinaschilf überragt.



Der Rittersport blüht zu zweiten Mal.


Der wilde Wein hat es wie jedes Jahr geschafft, in die Haselnussbäume am Bach zu klettern.


Heute haben wir Äpfel geerntet und die wilde Tomate hat immer noch ein paar Früchtchen zum Naschen.



Also meinetwegen könnte das jetzt so bleiben, mindestens bis Weihnachten.

Liebe Grüße aus dem Schmiedegarten 
Heike

Freitag, 26. September 2014

Küchen-Fenster-Deko



Für diese "Gardine" habe ich aus den Seiten eines alten Backbuches große Rauten ausgeschnitten. Die habe ich zu Dreiecken zusammengelegt und mit Schnur und großen Holzknöpfen verbunden.
Über eine Stange geschoben, am Fenster befestigt und fertig. Muss man nicht waschen und nicht bügeln ;-))



Liebe Grüße aus dem Schmiedegarten
Heike

Montag, 22. September 2014

Im Dekowahn

Meist fängt es ganz harmlos an. Bei mir war es diesmal die alte Bierkiste aus Holz, die ich vom Balkon wieder ins Haus holen wollte. Doch wohin, ohne dass sie ständig im Weg rumsteht? Als Setzkasten an die Wand wäre nicht schlecht. Also musste die Collage im Wohnzimmer ihren Platz hergeben.



Dekoriert habe ich die alte Kiste mit meinem kleinsten gehäkelten Baby Boo, einem Häkelherz und einem Schneckenhaus. Das reicht. 



Und wohin jetzt mit der Collage? Sie ist in den Flur gewandert. Dort hing schon ewig unsere alte Wanduhr. Vor ein paar Wochen hat sie ihren Dienst eingestellt. Und eine Uhr, die steht, ist ziemlich doof und sorgt für manche Schrecksekunde. Wie, zehn vor zwei? Ach nein, die ist ja kaputt. 


Aber wenn man zig Jahre auf eine bestimmte Stelle geschaut hat, um die Uhrzeit zu erfahren, lässt sich das nicht so schnell abgewöhnen. Da muss wieder eine Uhr hin.

Diese Collage ist schon etwas älter:


Den Kopf fand ich zwischen unserem Brennholz. Das Geweih stammt vom Apfelbaum, die Ohren waren mal eine Lederjacke und die Augen sind Mohnkapseln. Ich werde mal versuchen, dem Kopf einen anderen Untergrund zu geben. Rot ist grad nicht mehr so meine Farbe.

Und dann hatte ich gestern das Glück, mein Auto unter einer dieser Eichen mit den riesigen Eicheln zu parken. Ein paar Hütchen hab ich aus dem nassen Gras gepult und dem ersten hab ich gleich eine Eichel gehäkelt. Irgendwo im Netz gibt es eine Anleitung dafür. Weil ich nicht suchen wollte, habe ich "frei Schnauze" losgehäkelt und beim dritten Versuch hat es dann gepasst.



Die Hütchen sind sehr groß, wie der Vergleich mit der auch nicht gerade kleinen Kastanie zeigt.

So, und nun werde ich mal sehen, was sich hier noch umdekorieren lässt.

Liebe Grüße aus dem Schmiedegarten
Heike