Samstag, 22. April 2017

Aprilwetter, der Blauregen und die Eisenkette

Als ich vor etlichen Jahren neben einen Pfosten unserer Balkone eine Glyzine (lat. Wisteria, auch Blauregen genannt) gepflanzt habe, wusste ich schon, dass das eine starkwüchsige Pflanze ist. Trotzdem habe ich mich von der zarten Babyranke täuschen lassen und dachte, eine Eisenkette, mittels Nagel an dem Balken befestigt, wäre eine ausreichende Kletterhilfe.



Glycine, Wisteria, Blauregen, Blüte



Sicherlich hat die Kette ihr den Weg gewiesen. Ziemlich schnell hatte die Clyzine beide Balkone berankt und mittlerweile sogar den dritten Balkon daneben.
Dieses Bild ist 11 Jahre alt. Da war der Blauregen noch rank und schlank.



Aber, was man auf dem Bild nicht sieht und ich auch nicht rechtzeitig bemerkt habe, sie hatte schon begonnen, sich die Kette einzuverleiben.
Auf dem Bild unten kann man ein Stück Kette sehen, das aus dem Stamm herauskommt.










Mittlerweile hat der Blauregen die Kette fast restlos verschlungen, nur die Enden sind noch sichtbar. Die Kette hat interessante Spuren hinterlassen und scheint der Pflanze nicht zu schaden.





An dieser Stelle hätte ich euch nun gerne die ersten neuen Blüten gezeigt. Letzte Woche waren schon einige Blüten geöffnet. Aber eine Nacht mit ein paar Frostgraden hat ausgereicht, alle Knospen zu zerstören (Nein, kein Bild, das sieht zu traurig aus).




Auf solche Bilder werden wir dieses Jahr leider verzichten müssen. Und auch auf den wunderbaren und im wahrsten Sinne atemberaubenden Duft der Blüten, der bei geöffneten Balkontüren durchs ganze Haus zieht.







Die Glyzine wird  es hoffentlich verkraften. Diese Pflanzen sind sehr robust. Und würde ich nicht jedes Jahr meterlange Ranken abschneiden, hätte sie unser Haus wohl längst in ein Dornröschenschloss verwandelt. Man muss sie schon gut im Auge behalten. Sie ist so stark, dass sie Regenfallrohre zusammendrücken kann. Und vom Dach sollte man sie auch fernhalten.

Dem Frost sind auch die Tränenden Herzen und die Blätter der Kiwis zum Opfer gefallen. Welchen Schaden er an den Obstbäumen angerichtet hat, wird sich zeigen. 

Auch wenn es immer noch kalt und regnerisch ist, 
wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Heike


Man muss das Wetter nehmen wie es kommt. Deshalb schicke ich meinen Beitrag trotzdem zur Gartenglück-Linkparty von Loretta und Wolfgang. Der nächste Frühling kommt bestimmt!




Kommentare:

  1. Liebe Heike,
    wie schön hast Du alles über den Blauregen geschrieben.
    Die Pflanze ist sehr stark wüchsig, deshalb habe ich sie nicht an der Hauswand gepflanzt. Ich ziehe zwei Glyzinen als Hochstämmchen hoch. Nach dem nächtlichem Frost sehen die Blüten der beiden Stämmchen traurig aus. Ich möchte auch kein Bild machen.
    Liebe Grüße
    Loretta

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    1. Ich habe meine Familie mal geschockt, als ich die Anweisung gab, im Falle meines unverhofften Ablebens sofort die Glyzine zu entfernen. Sie passen nämlich bestimmt nicht richtig drauf auf.
      Eine Glyzine als Hochstamm sieht sicherlich auch schön aus. Schade, dass eure Blüten auch erfroren sind.
      LG Heike

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  2. Hallo Heike,
    ach Mensch das tut mir Leid.. Wie wunderschön euer Blauregen immer geblüht hat. Es ist so ärgerlich, wenn die Vorfreude schon groß ist und dann eine Frostnacht kommt die alles zunichte macht. Aber wie du selber schreibst, das Wetter kann man nicht ändern. Und bald stehen sicherlich die nächsten Blüten an anderen Pflanzen in den Startlöchern, die du dann bewundern kannst :-)

    Auch bei uns hat der Frost Spuren hinterlassen.. das Tränende Herz hat es bei uns auch erwischt. Auch der Sommerflieder und fast alle Hortensienbüsche haben Frostschäden an den neuen Austrieben. Und den Obstbäumen geht es sicherlich nicht anders.

    Hoffentlich ist das frostige Wetter jetzt endlich vorbei.
    Liebe Grüße,
    Anne

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    1. Es ist echt doof, wenn so spät noch so starker Frost kommt. Es wird eine Weile dauern, bis die Pflanzen sich erholt haben. Ich hoffe auch sehr, dass es bald wärmer wird.
      LG Heike

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  3. Eure Glyzine ist beeindruckend. Und so schön.
    Bei uns gab es in den letzten 3 Tagen auch Nachtfrost - das Ausmass der Schäden ist noch nicht absehbar.
    herzlich Judika

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    1. Ich drück die Daumen, dass nicht gar zu viel erfroren ist.
      LG Heike

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  4. Das ist so traurig! Im Rheinland hat die Kälte nur verhindert, dass es in dem Tempo mit der Blütne weiter gegangen ist wie bisher....
    Döner Blauregen hat nicht gelitten, ist aber auch noch nicht voll erblüht.
    Ich drücke die Daumen, dass weitere Schäden ausbleiben...
    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

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    1. Auf der Wetterkarte schau ich immer neidisch auf das Rheinland. Hier ist nun mal "Hessisch Sibirien". Ich geh aber fest davon aus, dass es jetzt keinen Frost mehr gibt. Danke fürs Daumendrücken.
      LG Heike

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  5. Liebe Heike,

    schade das der Frost die Blüten vernichtet hat. Ihre Blüten sehen echt toll aus.
    Bei mir sind auch die Tränenden Herzen erfroren.
    Ich drücke dir die Daumen das es dabei geblieben ist und nicht noch mehr Schaden entstanden ist.

    Wünsche dir einen feinen Sonntag
    LG Paula

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    1. Das war mir gar nicht bewusst, dass die Tränenden Herzen solche Sensibelchen sind. Ich hoffe, sie erholen sich wieder.
      Danke fürs Daumendrücken.
      LG Heike

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  6. Hallo Heike,
    mit großem Interesse las ich den Bericht über die Glyzinie, den Blauregen. Schade, ja mehr noch - traurig, dass in diesem Jahr der Frost so zugesetzt hat. Hoffentlich verkraftete das Wetter der Blauregen trotzdem. Das wäre auch eine Pflanze für uns im Garten, überlege ich nämlich. Die Bilder mit der einverleibten Kette sind imposant!

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und sende herzliche Grüßle, Heidrun

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    1. Glycinen sind sehr schöne Pflanzen. Aber sie brauchen ein sehr stabiles Rankgerüst und müssen regelmäßig geschnitten werden. Dann hast du viel Freude daran.
      LG Heike

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  7. Hallo Heike,
    ich kann total mitfühlen, auch hier hat der Frost so seine Spuren hinterlassen. Eiskalt ist es nochmal geworden und auch heute habe ich noch an manch' schattigen Stellen Schnee entdeckt. Noch eine Woche arbeiten und dann wird es hoffentlich besser mit dem Wetter und wir werden uns den Garten mal genauer anschauen.
    LG zu Dir
    Manu

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    1. Es ist schon außergewöhnlich, dass der Frost so weiträumig zugeschlagen hat. Ich hoffe, der Frühling kommt langsam mal in die Puschen.
      LG Heike

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  8. Liebe Heike,
    Wisterien sind wunderschön und extrem kräftige Schlinger. Ja, auch ganze Fallrohre wurden schon von ihnen verschlungen. Als ich hier im Garten begann, setzte ich ein Exemplar an ein winziges Rankgerüst. Blühen wollte sie nicht, trieb aber Ranken noch und nöcher. Ich habe sie dann entnervt abgesäbelt. Sie lebt bis heute unterirdisch weiter, da kommen jährlich frische Ranken aus der Erde und sagen mir "hallo, ich lebe noch". Für dieses Jahr ist die Pracht erledigt, schade. Hier ist auch Einiges kaputt gegangen.
    Liebe Grüße
    Karen

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    1. Mein Blauregen hat auch ein paar Jahre gebraucht, bis er blühte. Dass sie aus den Wurzeln wieder austreiben, wusste ich gar nicht. Vielleicht solltest du deiner Pflanze noch eine Chance geben.
      LG Heike

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  9. Hallo Heike,
    das ist schon eine beeindruckende Pflanze. Ich habe auch schon über ihre Pflanzung in unserem Garten nachgedacht, aber ich habe keinen Platz finden können, an dem sie sich schadlos austoben kann.
    Für dich tut es mir nun leid, dass diese blöde Frostepisode den ganzen Blütenzauber zunichte gemacht hat und
    ich drücke dir die Daumen, dass sie im nächsten Jahr wieder in voller Pracht erstrahlt.
    Liebe Grüße
    Katharina

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    1. Nächstes Jahr wird sie sicher wieder blühen ... falls es nicht friert.
      LG Heike

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  10. Liebe Heike
    Dein Blauregen ist beeindruckend. Wunderschön! Auch wir hatten Frostnächte. Kommende Nacht soll es auch wieder schneien....
    Herzliche Grüsse Yvonne

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    1. Oje. Schnee ist ja so gar nichts für mich. Aber nächstes Wochenende soll es wärmer werden.
      LG Heike

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  11. Liebe Heike,
    in D bei meinen Eltern ist auch der Frost im Frühjahr immer eine Gefahr und dieses Jahr kam er mit Macht. Wir leiden eher unter Dauersonnenmangel, die vielen Wolken nachts verhindern wirksam Fröste, aber es ist ein trübes und kaltes Wetter.
    Die eingewachsene Kette ist herrlich, vielen Dank für die schönen Bilder.
    Alles Gute für deinen schönen Garten,
    Angelika

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    1. Oje. Sonnenmangel find ich ganz schlimm. Dann werde ich auch ganz trübsinnig. Der Frühling hat es wirklich schwer dieses Jahr. Aber ein Garten verkraftet solche frostigen Rückschläge ganz gut und gleicht die Verluste schnell aus.
      LG Heike

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  12. Hallo Zusammen

    Wunderschön, danke für die Bilder.

    Auch bei uns hat der Frost zugeschlagen. Meine Frage: Muss ich die erfrorenen Triebe zurück schneiden oder lasse ich die Natur machen? Was habt ihr nach dem Frost alles gemacht?

    Danke für die Tipps.
    Sandra

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    1. Liebe Sandra,
      was definitiv erfroren ist, kannst du schon abschneiden. Bei den Hortensien warte ich noch, wie sie wieder neu austreiben. Abschneiden kann man in 1 - 2 Wochen immer noch. Bei den Stauden werden die neuen Triebe die Frostschäden bald verdecken.
      Die erfrorenen Blütenknospen der Glycine hängen bombenfest und werden wohl nicht von selbst abfallen. Das sieht nicht schön aus und so werde ich sie da wo ich dran komme abschneiden.
      Ganz grundsätzlich ist es immer besser, erst mal abzuwarten.
      Liebe Grüße
      Heike

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  13. Hallo,
    wir haben leider auch einen Frostschaden an unserer wunderschönen Glycinie dieses Jahr bekommen. Ich habe schon im Internet danach gesucht und nichts gefunden bezüglich der abgestorbenen Knospen. Schneiden sie diese ab oder lassen Sie die Pflanze selber heilen?

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    1. Die erfrorenen Knospen sind nur ein optisches Problem. Da es wohl noch eine Weile dauern wird, bis sie von frischen Blättern verdeckt werden, habe ich begonnen, sie abzuschneiden. Zumindest da, wo ich dran komme.
      LG Heike

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