Sonntag, 11. August 2019

Ausreißer und Einwanderer

Im Gemüsegarten hat es sich anscheinend herumgesprochen, dass dort regelmäßig Früchte und Beeren und sogar ganze Pflanzen auf Nimmerwiedersehen in unserer Küche verschwinden. Der eine und andere versucht nun nämlich auszubüxen.




Eine Gurkenpflanze hat eine Ranke durch den Zaun gemogelt und schon seilt sich die erste Gurke ins Staudenbeet am Hof ab.



Auch die Himbeeren versuchen, ein paar Äste über den Zaun in Sicherheit zu bringen, haben aber nicht bedacht, dass die roten Früchte von dieser Seite noch leichter zu ernten sind.



Die Tomaten stehen regengeschützt unter dem Vordach der Garage. Die vorderste will nun offenbar um die Ecke entwischen. Vielleicht ist sie aber auch nur neugierig, was auf dem Hof so los ist.



Der Kürbis, der ja von allen Gartenbewohnern am schnellsten unterwegs ist, wächst zum Glück weit entfernt vom Zaun. Da hat er noch einige Meter vor sich.



Ganz anders sieht es im "Blumengarten" aus. Hier finde ich ständig Pflanzen, die ich weder gesäht noch gepflanzt habe. Die kommen von "draußen" und finden es wohl ganz nett bei uns.

Auf der Bachseite möchte der Giersch unbedingt den schmalen Pfad zum Garten überwinden. Da hab ich ihn aber gut im Blick. Er bekommt dann eins auf die Mütze, versucht es aber trotzdem immer wieder.



Eine regelrechte Belagerung spielt sich hinter der hölzernen Sichtschutzwand zum Nachbarhaus ab. 



Dort kümmert sich schon lange niemand mehr und die Natur erobert sich das Grundstück zurück. Das kann sie meinetwegen gerne tun, wenn sie nicht dauernd versuchen würde, die Samen von Löwenzahn, Brennnesseln, Schöllkraut und vielem mehr in unseren Garten rüberzuschicken.



Wenn ich mir den Vorgarten nebenan betrachte, weiß ich jetzt schon, dass ich auch im nächsten Jahr ungezählte Goldruten-Sämlinge in unserem Garten rausreißen darf. Vielleicht sollte ich sie in Töpfe pflanzen und auf dem Markt verkaufen. Wer also gerne Goldrute im Garten hätte, kann sich nächstes Frühjahr bei mir melden 😁.




Ich wünsche euch einen sonnigen Sonntag.

Liebe Grüße
Heike


Verlinkt zur Sommerglück-Linksammlung von Loretta und Wolfgang

Kommentare:

  1. Liebe Heike,
    Das kenne ich. Unsere Gemüsepflanzen planen auch eine Übersiedelung in den Nachbargarten. Während die Bohnen den Weg über den Zaun wählen, versucht der Kürbis, sich drunter weg zu schleichen.
    Liebe Grüße
    Steffi

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  2. Was für ein schöner Gemüsegarten - eigenes Gemüse schmeckt toll.

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  3. Das kenne ich Pflanzen die sich den Weg selber suchen, bei uns aus dem Kompost wächst eine Kürbispflanze und bedeckt schon den ganzen Weg zum Rasen. Es haben sich auch Früchte gebildet. Nur bin ich mir nicht sicher ob man die auch essen darf, habe einmal gehört dass selbst gewachsene Kürbisse giftig sein sollen. Obwohl ich keine Zierkürbisse in dem Kompost entsorge. Bei uns gibt es auch so ein verwildertes Nachbargrundstück.
    L G Pia

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  4. ich würde nur Kürbisse und Zucchinie aus zertifizierte Saat essen, denn es hat hier schon Vergiftungen bei Zucchinies und Kürbissen gegeben und es wird nicht umsonst gewarnt.
    Bei mir darf auch der Giersch in den alten Gehölzen wachsen, zur Freude der Meisen die nun die Blattläuse daraus wegsammeln.
    Girsch mag kein Mähen und ich setzt einfach Beinwell und andere Pflanzen wie Nessel dazu, die noch mehr wuchern und auch Insekten und Vögel Nahrung geben.
    Grüße von Frauke

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  5. Liebe Heike,
    eigentlich ist es ja kein Wunder, dass man Reiß aus nehmen möchte, wenn man täglich sieht, wie Mitbewohner abgeholt werden, aber nie zurück kommen ;-)
    Bei uns im Garten tauchen auch immer wieder Pflanzen von Nachbarn auf, die ihr Grundstück nur selten oder auch gefühlt überhaupt nicht pflegen. Wir versuchen dann auch immer, die Invasion wenigstens einzudämmen.
    Goldruten brauchen wir übrigens keine...
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  6. Liebe Heike,
    Zuzöglinge haben wir hier reichlich, Flüchtlinge wurden noch nicht gesichtet ;-)
    Goldrute glaubte ich, hier ausgerottet zu haben. Dieses Jahr ist sie wie von Zauberhand an 3 Stellen in den Beeten aufgetaucht, obwohl es hier in der Nähe meines Wissens keine davon in den anderen Gärten gibt. Viel Invasion aus den direkten Nachbargärten kann hier nicht kommen, dazu wächst dort viel zu wenig. Halt doch, Kirschlorbeer kommt als Ausläufer und als Saat. :-(
    Liebe Grüße
    Karen

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  7. Hallo Heike,
    sehr lustig geschrieben. In unserem Gemüsegarten sieht es jetzt nach den letzten Regenfällen ähnlich aus. Das Zeug wächst und rankt als ob es kein Morgen gäbe. Unser Kürbis ist sogar schon bei den Nachbarn eingewandert und einen Hokkaido habe ich zwischen den Zweigen der Eibe entdeckt. Sogar die (eigentlich) zum Sterben auf den Kompost geschmissenen Geizlinge der Tomaten sind dort angewachsen und wenn mich nicht alles täuscht, kann ich direkt am Kompost bald Tomaten ernten.
    Liebe Grüße,
    Krümel.
    P.S. Wenn Du magst kann ich zu Deiner Goldrute noch Kandelaber Königskerzen packen. Die wuchert nämlich bei mir die Beete voll.... :-)

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