Sonntag, 26. Februar 2017

Sunday Inspiration 37


Dieses kleine Fleckchen voller gelber Winterlinge ist gerade mein einziger Lichtblick im Garten.

Der Rest ist Chaos. Da häufen sich Berge von Strauchschnitt und ich habe erst die Häfte der Sträucher beschnitten. Gestern haben wir dann noch einen kranken Birnbaum gefällt. Dessen Äste liegen auch noch herum. Das alles wird sich schnell beseitigen lassen. Was viel ärgerlicher ist, sind die gefühlt tausend Erdhügel im Garten. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das meine Wühlmäuse waren oder ob da auch noch ein Maulwurf mitmischt.

Auf alle Fälle inspiriert mich das zu Mordgedanken. Ich weiß, Maulwürfe sind nützlich und putzig, die werden in Ruhe gelassen. Die Wühlmäuse lassen sich sowieso nicht fangen. Also bleibt mir nur, die vielen Erdhaufen zu beseitigen und zu warten, dass wieder Gras drüber wächst. Im doppelten Wortsinn :-)

Zum Glück hab ich ja meine Winterling-Ecke. Die leuchten so fröhlich gelb und machen einfach gute Laune. Der Rest wird sich finden. Alles wird gut. Ganz bestimmt.

Habt einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Heike

In der rechten Leiste findet ihr den Link zu meinem Winterling-Post von 2016. Auf den Bildern vom 06. Februar sind die Winterlinge schon weiter als heute. Der Frühling ist dieses Jahr etwas langsam.


Verlinkt bei Eclectic Hamilton - Sunday Inspiration
Verlinkt bei Ein Fachwerkhaus im Grünen - Gartenglück Linkparty

Mittwoch, 22. Februar 2017

Eierkörbchen statt Air Planting

Kennt ihr die luftig-leichten Air Plants der Designerin Carolijn Slottje? Das sind filigrane runde Objekte aus Drahtgeflecht, die förmlich im Raum schweben und mit Tillandsien "bepflanzt" sind. 
Kreative Köpfe fragen sich da sofort, wie man so etwas selber machen kann. Astrid von Creativlive hat für ihre Version Putzschwämme aus Metall verwendet (klick). Und das hat mich nun wieder so fasziniert, dass ich das auch mal ausprobieren musste.   


Ich hatte ja keine Ahnung, was in diesen unscheinbaren Schwämmen steckt. Wenn man sie vorsichtig auseinanderzieht, erhält man einen Schlauch.


Meine Schwämme hatten allerdings keine große Lust, sich zu einem Körbchen umformen zu lassen. Ich war da aber wohl auch nicht beharrlich genug, weil mir nämlich eine weitere wichtige Zutat fehlte. Hier gibt es weit und breit keine Tillandsien, die aus meinem Körbchen ein Air Plant gemacht hätten. 


Wie ihr seht, habe ich mich mit Eiern beholfen. Schließlich ist ja bald Ostern.

Passend dazu habe ich einen zweiten Schwamm-Schlauch mit drei Eiern gefüllt, mit Schnur abgebunden und mit dickem Draht zu einem Kranz geschlossen. 



Aus meinem letzten Schwamm wurde dann noch ein luftiger Rollkragen-Pullover für meine Lieblingsflasche. Steht ihr gut, oder?






Spannend, was in so einem simplen Alltagsgegenstand stecken kann. Man muss es nur sehen.

Liebe Grüße
Heike

Donnerstag, 16. Februar 2017

Grünes und eine Ananas

Ich hatte die Saftflasche schon in der Hand, um sie in den gelben Sack zu stecken. Die sieht aus wie eine Ananas, dachte ich plötzlich. Und schon war die Idee geboren, endlich auch mal mit Beton zu werkeln.



Den engen Hals der Plastikflasche habe ich abgeschnitten. Den Beton habe ich selbst gemischt aus Quarzsand und Zement. Da meine "Ananas" ja auch Blätter bekommen sollte, habe ich das Töpfchen einer passenden Pflanze in den Beton gedrückt. Die Löcher habe ich vorher natürlich zugeklebt. Mit einem Teller habe ich das ganze beschwert und dann kam der schwierigste Teil  -  warten. Die Plastikform konnte ich schon nach zwei Tagen entfernen, aber bis die ganz "Ananas" getrocknet war, dauerte es fast eine Woche.




Das Tischchen im Flur brauchte dringend eine neue Deko (da stand tatsächlich noch ein kleines Tannenbäumchen mit Holz-Schneeflocken). Statt Frühlingsblühern hüpften aber eine Grünlilie und ein Elefantenfuß in den Einkaufskorb. Ich hab mir wohl noch ein wenig Karibik-Feeling bewahrt.









Die beiden Grünpflanzen passen gut in den alten Zinkeimer und die Holzkiste. Und die Ananas macht es komplett.







Liebe Grüße
Heike


Verlinkt beim Deko-Donnerstag bei Lady Stil.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Einmal Sommer und zurück

Also echt, das hatte ich anders geplant. Ich dachte mir, wir machen mal Urlaub, da wo es warm und sonnig ist. Und wenn wir wieder zurück kommen, dann ist hier Frühling. Nun ja, der Plan war wohl etwas blauäugig ... oder zwei Wochen Urlaub einfach zu kurz.
Also kuschele ich mich aufs Sofa, trinke Tee statt Rumpunsch und träume mich noch mal zurück in die Karibik. Kommt ihr mit? 



Das große Kussmund-Schiff hat uns sicher über das Karibische Meer getragen und fast jeden Morgen hieß es "Land in Sicht".

Unser erstes Ziel waren die Inseln unter dem Wind, die ihre Verbundenheit mit den Niederlanden nicht verbergen können.

Aruba ist mit stacheligem Grün bewachsen und hat traumhafte Puderzuckerstrände.





Curacao empfing uns in seiner Hauptstadt Willemstad, die aussieht wie Klein-Amsterdam in bunt. Die lange Ponton-Brücke wird immer wieder geöffnet, um Schiffe durchzulassen. 






Auf Bonaire sind wir mit einem Boot durch die Mangroven gefahren und haben mit einem Unimog das Inselinnere erkundet.




Nach einem faulen Seetag erreichten wir die Gewürzinsel Grenada.  Karibische Musik wurde für uns gespielt, sogar mit deutschem Text. Alles klar ... wunderbar  ... ein echter Ohrwurm. 
Auf den fruchtbaren Vulkanböden wachsen viele Gewürze wie Kakao, Zimt und hauptsächlich Muskatnuss. Die Rumdestillerie produziert Rum noch genau so wie vor 200 Jahren. Bei einem Alkoholgehalt von 75 % muss man sich aber wohl keine Gedanken bezüglich Sauberkeit machen.





Auf St. Vincent sind wir durch den Regenwald gewandert (das heißt, viele hundert Treppenstufen rauf und runter geklettert). Das kleine Städtchen ist die Hauptstadt Kingstown.




Unser nächstes Ziel war Barbados.  Eine Fahrt über die Insel führte uns an die wilde Atlantikküste. An der Karibikküste erholen sich die Reichen und Berühmten. Kein Wunder bei diesen traumhaften Stränden.




Seid ihr noch da? Niemand vom Schiff gefallen? Vier Inseln hab ich noch. Zwischendurch wusste ich schon gar nicht mehr, was wir wann wo gesehen und gemacht haben. Zum Glück führe ich immer ein Reisetagebuch.


Auf St. Lucia haben wir die 200 Jahre alte Plantage Balenbouche besucht. Drei deutsche Frauen versuchen mit viel Engagement und Herzblut, diesen wundervollen, aus der Zeit gefallenen Ort zu bewahren. 



Und dann haben wir noch diese lustige handbetriebene Verkehrsampel entdeckt.


Auf Dominica haben wir Flipper und seine Freunde besucht. Und einen riesigen Boabab-Baum, der 1979 bei einem Hurricane auf einen Schulbus gefallen ist. Der war zum Glück leer.




Auf Guadeloupe dachte ich kurz, ich bin wieder daheim. Die Insel ist ein Teil von Frankreich und entsprechend europäisch sieht es hier aus. Auf dem Markt vergisst man das schnell wieder. Und warum wir uns unbedingt den Friedhof ansehen sollten, konnte ich dann auch verstehen. Der ist wirklich besonders mit seinen schwarz-weißen Kacheln. Und auch auf Guadeloupe gibt es eine wilde Atlantikküste. Baden verboten!





Auf Antigua haben wir eine Ananas-Plantage besucht und an einem der 365 Strände gebadet.




Und nach einem weiteren Seetag waren wir dann wieder am Ausgangspunkt der Reise, in La Romana (Dom. Rep.). Auch der schönste Urlaub hat einmal ein Ende. Und früher oder später wird es hier ja auch wieder warm und sonnig werden. Aber dieser weite Blick aufs Meer, der wird mir fehlen. 



Schiff ahoi !

Heike