Mittwoch, 29. Juni 2016

Aleppo-Seife selbstgemacht

Anfang letzten Jahres wurde ich auf Aleppo-Seife aufmerksam und seitdem wasche ich damit Körper, Haare und Zähne. Ich möchte sie nicht mehr missen.


Aleppo-Seife wird nach einem mehr als tausend Jahre alten Rezept in traditionellen Seifensiedereien in der syrischen Stadt Aleppo hergestellt. Sie wird nur aus Olivenöl und Lorbeeröl gesiedet, ohne Aromen, Farbstoffe oder sonstige Zusätze. Aber seit Aleppo in diesem schrecklichen Krieg in Syrien weitgehend zerstört wurde, gibt es dort wohl keine Seifensiedereien mehr. Einige Sieder produzieren jetzt wohl in der Türkei oder in Frankreich. Ich hoffe sehr, dass ihr Wissen um diese alte Tradition nicht verloren geht.


Seife mache ich auch seit vielen Jahren, aber im Gegensatz zur Alepposeife siede ich sie nicht, sondern rühre sie kalt und berechne auch die Lauge so, dass ein kleiner Teil der Öle unverseift bleibt. Das ist besonders pflegend für die Haut.
Auch mal eine Alepposeife herzustellen lag also nahe. Hier könnt ihr noch mal schauen, wie sie damals aussah.
Mittlerweile ist meine Seife gut 15 Monate alt. Zeit also, um mal zu testen, ob sie so gut ist wie die echte Aleppo.


Dafür hab ich extra das alte Brett ins Bad geschleppt für den "Versuchsaufbau". Also, so sauber war ich sicher selten ;-)
Jedes Körperteil wurde ausgiebig mal mit der einen Seife, mal mit der anderen und dann doch noch mal mit der einen .... gewaschen. 



Und ich kann beim besten Willen keinen Unterschied feststellen. Meine Aleppo hat einen ganz wunderbaren feinen weichen Schaum, so wie die echte. Sie riechen beide ähnlich herb und erdig.
Und auch auf der Haut ist kein Unterschied zu spüren.


Nach dem Bad hab ich mir mit meiner Seife auch noch die Zähne geputzt. Da hatte ich etwas Bammel, aber das ging gut. Sie schmeckt etwas herber als die echte Aleppo, aber nicht unangenehm.


Durch den Anteil unverseifter Öle ist sie zum Haarewaschen nicht geeignet. Da bleibe ich erst mal bei meiner Aleppo-Haarseife von Zhenobya. Aber meine Alepposeife mache ich in Zukunft selbst.





Saubere Grüße ;-)
Heike


So ein schönes Stück Seife im Bad sieht doch sehr dekorativ aus, finde ich. Und deshalb verlinke ich meinen Post mal beim Deko-Donnerstag von Lady Stil.


Eine umfangreiche Anleitung zur Seifenherstellung findet ihr hier.

Sonntag, 26. Juni 2016

Sunday Inspiration 16



Der Mohn blüht. Und jedes Jahr juckt es mir dann in den Fingern und ich muss ein paar Mohn-Püppchen machen. 
Als Kind kannte ich nur den wilden Klatschmohn auf den Feldern. Heute gibt es ja so viele Sorten im Garten. Püppchen kann man sicher aus allen machen.

Man braucht eine geschlossene Knospe mit einem kleinen Stück Stiel und eine noch weiche Samenkapsel. Die Knospe wird vorsichtig geöffnet. Da, wo sie sich auch von selbst öffnen würde. Dann zupft man die Blütenblätter heraus und das Kleidchen ist schon fertig. Sie Samenkapsel wird so weit abgeknipst, dass ein kleines Loch entsteht. Dann steckt man die beiden Teile einfach zusammen, fertig.

Die Püppchen bleiben mehrere Tage ansehnlich und wären doch sicher auch eine hübsche Tischdeko, oder?

Habt einen wundervollen Sonntag. 
Hoffentlich ohne Blitz, Donner und Regen.
Liebe Grüße
Heike

Verlinkt bei Eclectic Hamilton

Sonntag, 19. Juni 2016

Sunday Inspiration 15


Hach - eine große Flasche, gesammelte Korken und ein knorriger Baum. Und schon habe ich die Vorstellung von Sommer, Sonne und Süden. Summer Inspiration sozusagen.
Das müsste sich doch leicht nachmachen lassen, oder?
Nur an der Korkensammlung müssen wir noch arbeiten. Heute Abend gibts auf alle Fälle ein Glas Wein :-)

Das tolle Arrangement habe ich auf Capri entdeckt. Weitere Bilder dieser schönen Insel findet ihr hier in meinem letzten Post.

Liebe Sonntagsgrüße
Heike

Verlinkt bei Eclectic Hamilton

Samstag, 18. Juni 2016

Komm ein bisschen mit

nach Italien ...

Das Wetter zeigt sich ja gerade so gar nicht sommerlich. Was gibt es da Schöneres, als die Urlaubsbilder zu sichten und sich ein wenig zurückzuträumen nach Capri. Kommt ihr mit?


Zehn wundervolle Tage verbrachten wir Anfang Juni auf unserer Trauminsel im Golf von Neapel.
Schon mehrfach haben wir sie in den vergangenen 30 Jahren besucht und noch immer verzaubert sie uns mit ihrem ganz besonderen Charme. Erstaunlicherweise hat sich Capri in all den Jahren kaum verändert.



Wir haben uns von schmalen Pfaden bis in die entlegensten Ecken der Insel locken lassen. Und wenn wir auch dachten, schon alles zu kennen, haben wir doch wieder viel Neues entdeckt.


Die schönsten Fleckchen auf der Insel erreicht man nur zu Fuß. Und über ungezählte Treppenstufen.



Die Scala Fenicia führt hoch nach Anacapri. 930 Treppenstufen, ich hab sie mal gezählt. Seht ihr auf dem Bild den Zickzack-Treppenweg unterhalb der Straße? Ziel ist die kleine weiße Kapelle, die zur Villa San Michele gehört und von der die Sphinx auf den Hafen Marina Grande herunterschaut.


Auf den höchsten Berg, den Monte Solaro, kommt man bequem mit der Seilbahn. Die Aussicht ist wundervoll und der Fußweg zurück führt durch herrliche Natur mit blühendem Ginster, Zistrosen und wilden Orchideen.



Natürlich ist Capri voller Touristen. Die meisten bleiben nur einen Tag. Man kann ihnen gut aus dem Weg gehen, wenn man tagsüber die Hotspots meidet. Und wenn am Abend das letzte Boot die Insel verlassen hat, kann man auch auf der Piazetta wieder ganz entspannt sitzen und ein Glas Wein genießen.



Auch der kleine Strand, Marina Piccola, war wenig besucht. Im Hochsommer sieht das sicher anders aus.



Das Wahrzeichen der Insel sind sicherlich die Faraglioni,  die drei großen Felsen im Meer. Der mittlere hat ein Loch, durch das man mit dem Boot durchfahren kann.


Seid ihr noch da? So lang sollte das ja gar nicht werden. Aber über Capri könnte ich ein Buch schreiben. Die Insel ist übervoll an Geschichte und Geschichten. Viele interessante Menschen haben hier ihre Spuren hinterlassen und einige von ihnen sind auf dem Fremdenfriedhof begraben worden. Den sollte man unbedingt besuchen. Die Grabinschriften erzählen viele Geschichten.


Ich hoffe, ihr habt ein bisschen mit mir geträumt. Von Bella Italia, von Sonne und Wärme, duftenden Blumen und dem Rauschen des Meeres.


Liebe Grüße
Heike

Samstag, 11. Juni 2016

Rund und grün

Den Garten ausgerechnet im Mai/Juni zwei Wochen sich selbst zu überlassen, ist nicht unbedingt eine gute Idee. Aber als wir im Winter unseren Sommerurlaub planten, habe ich an den Garten nun gar nicht gedacht. Gestern dann der erste Blick ins Gartenreich. Wow! Das Grün ist förmlich explodiert.
Besonders die Pflanzen, die ich weder gesät noch gepflanzt habe. Statt gleich all  
die neuen Blüten zu fotografieren habe ich also erst einmal den Kompost gefüllt. Einige Stauden waren inzwischen abgeblüht und mussten zurückgeschnitten werden. Hauptsächlich die Akelei, bevor sie wieder großzügig ihre Samen im Garten verteilen. Dabei sehen die Samenstände recht dekorativ aus, weshalb ich spontan beschlossen habe, daraus einen Kranz zu binden.


Nein, muss ich ja gar nicht binden. Hab ich mir doch vor längerem schon auf einem Gartenfest so ein praktisches Kranzsteckdingens gekauft (und noch nie benutzt). Nachdem ich es kürzlich aus dem Alteisenbehälter in der Schmiede gefischt habe (weiß der Himmel, wie es da rein geraten ist), musste ich es endlich mal ausprobieren. Das Ding ist ein Metallring mit vielen Krallen dran, in die man das Grünzeug einfach bündelweise reinsteckt. Ein Bild davon zu machen, fiel mir leider erst ein, als ich schon fast fertig war.


Zu meinen Akelei hab ich noch abgeblühte Schlüsselblumen, Zierlauch und Storchschnabel genommen. Außerdem ein paar Stengel Salbei, die der neuen Rose zu nahe kamen, und die Blüten vom Giersch, der am Bachufer geduldet ist, sich aber keinesfalls weiter vermehren soll.


Das Stecken geht wirklich schnell und hält bombenfest. Der Kranz lässt sich problemlos aufhängen. Dafür mussten mal eben die kleinen Gartengeräte ein wenig zusammenrücken.



Abgeblühte Stauden sind wirklich zu schade, um gleich auf dem Kompost zu landen. Die Samenstände sehen doch richtig dekorativ aus, nicht wahr?

Liebe Grüße
Heike